Oft zitiert, kaum konkretisiert die ökologisch-soziale Marktwirtschaft. Dies meint die Umfinanzierung der Arbeitskosten durch Ökosteuern. Konsequenterweise hieße das: ein bedingungsloses Grundeinkommen, das aber aus der Besteuerung von Energieträgern und (Investiv-)Kapital finanziert wird und sich samt Steuern allmählich nach oben entwickelt. Andere Steuern und Staatsausgaben werden ersetzt. Einen Grundstein schuf die Regierung Schröder (19982005): Seit rund zwanzig Jahren wird ein Teil der Rentenbeiträge durch Ökosteuern finanziert. Was allerdings noch fehlt, ist eine parallel zur Ökosteuer zu erhebende Kapitalsteuer sowie zusätzlich zur Renten-Umfinanzierung die direkte Ausschüttung eines Teils der Einnahmen durch ein Bürgergeld. Eine solche Dynamisierung der ökologisch-sozialen Marktwirtschaft würde bei der Einkommensbildung die bisherige Fixierung auf Tarifpolitik hinter sich lassen, die mittlerweile ganze Berufsgruppen wie z.B. die Kleinunternehmen in den Bereichen IT und Kreativität ausschließt. Schneider-Wedding zeigt, welche positiven gesellschaftlichen Entwicklungen sich aus der ökologisch-sozialen Weichenstellung ergäben und dass diese in vielen Aspekten unserer Gesellschaft tatsächlich längst vorbereitet ist.

Autorentext
Dr. Ulrich Schneider-Wedding, geb. 1960, studierte Theologie/Philosophie, Orientalistik sowie alte Sprachen und promovierte 1995 in Kirchengeschichte. Er setzt sich immer wieder, teils medienwirksam, für das ökosoziale Zukunftsprojekt ein, auch schon zu Zeiten, als Ökosteuern und Grundeinkommen noch politische Fremdwörter waren bzw. als zu radikal galten. Schneider-Wedding ist verheiratet und hat zwei Söhne. Hauptberuflich arbeitet er als evangelischer Pfarrer in Bayern.
Titel
Ökologisch-soziale Marktwirtschaft
Untertitel
Wie man den Wachstumszwang aushebelt. Wohlstand für alle weltweit und nachhaltig!
EAN
9783963177149
Format
E-Book (pdf)
Veröffentlichung
08.01.2020
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Anzahl Seiten
172