Vor gar nicht so langer Zeit war das Rauchen noch selbstverständlicher, zum Teil glamouröser Bestandteil unserer Alltagskultur. Heute stellt man Raucher als unverantwortliches Gesindel dar, das die Gesundheit der Mitmenschen schädigt, und als Suchtkranke, die man eigentlich - notfalls mit drastischen Mitteln - zu ihrem "Gesundheitsglück" zwingen sollte. Im vorliegenden Buch geht der passionierte Raucher Walter Wippersberg der Frage nach, wie es zu diesem Meinungsumschwung in der öffentlichen Debatte gekommen ist. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit den kulturhistorischen Hintergründen dieses erstaunlichen Paradigmenwechsels und stellt diesen in einen gesellschaftspolitischen Kontext. Das Kulturphänomen Rauchen nur vom Standpunkt der Gesundheit aus zu betrachten, hält er für eine barbarische Sichtweise. Denn der stimulierenden Wirkung des Tabaks verdanken wir zum Beispiel einen gar nicht so kleinen Teil unserer Kultur.
Der Wiener "Falter": "Das Wort Passivraucher geht auf Forschungen der NS-Zeit zurück. Adolf Hitler, ein militanter Nichtraucher, gab sie in Auftrag. Der rauchende Drehbauchautor Walter Wippersberg geht nicht so weit, Rauchverbote faschistisch zu nennen. Auch in der Arbeiterbewegung war der blaue Dunst verpönt. (...) Mehr der Polemik als der sachlichen Abwägung zuneigend, ortet Wippersberg die Nikotintalibans im calvinistisch geprägten, US-amerikanischen Gesundheitswahn und der EU-Bürokratie. (...) Nun schießen die Paffkameraden"zurück.
Autorentext
Der Wiener "Falter": "Das Wort Passivraucher geht auf Forschungen der NS-Zeit zurück. Adolf Hitler, ein militanter Nichtraucher, gab sie in Auftrag. Der rauchende Drehbauchautor Walter Wippersberg geht nicht so weit, Rauchverbote faschistisch zu nennen. Auch in der Arbeiterbewegung war der blaue Dunst verpönt. (...) Mehr der Polemik als der sachlichen Abwägung zuneigend, ortet Wippersberg die Nikotintalibans im calvinistisch geprägten, US-amerikanischen Gesundheitswahn und der EU-Bürokratie. (...) Nun schießen die Paffkameraden"zurück.
Autorentext
Walter Wippersberg, geboren 1945 in Steyr, lebt als Schriftsteller, Regisseur und Filmemacher in Losenstein/ Oberösterreich und in Wien. Er ist ordentlicher Universitätsprofessor an der Wiener Filmakademie und seit 1990 Leiter der Klasse "Drehbuch und Dramaturgie". Veröffentlichungen: Theaterstücke, Hörspiele, Romane, Essays, TV-Dokumentationen, Filme (u.a. "Das Fest des Huhnes"). Zuletzt erschien von ihm "Eine Rückkehr wider Willen. Zwei Berichte über mich" (2008).
Titel
Der Krieg gegen die Raucher
Untertitel
Zur Kulturgeschichte der Rauchverbote
Autor
EAN
9783853718056
ISBN
978-3-85371-805-6
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Herausgeber
Genre
Veröffentlichung
06.02.2013
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
1.76 MB
Anzahl Seiten
176
Jahr
2013
Untertitel
Deutsch
Lesemotiv
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