Nach aserbaidschanischem Recht bleibt die Verantwortung von Muttergesellschaften für die Verpflichtungen ihrer Tochterunternehmen komplex und weitgehend unreguliert. Das Land verfügt über keine klaren gesetzlichen Instrumente, um Missbrauch innerhalb von Unternehmensgruppen zu verhindern, obwohl die weltweite Aufmerksamkeit für unternehmerische Verantwortung durch Maßnahmen wie die CSDDD wächst. Diese Analyse identifiziert unter Rückgriff auf Rechtsmodelle aus Frankreich und Deutschland zentrale Lücken im aserbaidschanischen Recht und schlägt gezielte Reformen vor, um es mit globalen Standards für Governance, Nachhaltigkeit und Konzernhaftung in Einklang zu bringen - insbesondere in Bezug auf Menschenrechte und ökologische Sorgfaltspflichten.