Willa kann die Fehler, die sie begangen hat, nicht rückgängig machen. Sie kann sich nur vor weiteren Fehlern schützen, indem sie nie wieder jemanden nahe an sich herankommen lässt. Aber genau das will Highschool-Football-Star Gunner nicht akzeptieren. Es scheint zwar so, als würde er sich um nichts und niemanden außer sich selbst kümmern, aber das stimmt nicht. Zumindest nicht ganz, denn es gibt eine Ausnahme: Willa. Seit er sie zum ersten Mal gesehen hat, konnte er sie auf eine Weise verstehen wie keinen Menschen zuvor. Deshalb weiß er auch, dass sie leidet - und er kann es einfach nicht länger mit ansehen ...

Abbi Glines, 1977 in Birmingham (Alabama) geboren, schrieb zahlreiche Fantasy- und Jugendbücher, bevor ihr mit ihren 'New Adult'-Romanen der internationale Durchbruch gelang. Heute lebt die erfolgreiche Bestsellerautorin mit ihrem Mann und drei Kindern in Fairhope (Alabama).

Vorwort
Highschool, Herzschmerz und heißes Herzklopfen

Autorentext
Abbi Glines, 1977 in Birmingham (Alabama) geboren, schrieb zahlreiche Fantasy- und Jugendbücher, bevor ihr mit ihren "New Adult"-Romanen der internationale Durchbruch gelang. Heute lebt die erfolgreiche Bestsellerautorin mit ihrem Mann und drei Kindern in Fairhope (Alabama).

Leseprobe

Das geschah mit voller Absicht

Im Grunde hatten sie sich genau so entwickelt, wie man es erwarten konnte. Gunner war schon immer großspurig und selbstbewusst gewesen. Fies eigentlich nicht, trotzdem überraschte mich das Gespräch nicht, das ich belauscht hatte. Durch seinen familiären Hintergrund besaß Gunner Lawton Macht und Einfluss in der Stadt und sah obendrein auch noch extrem gut aus.

Früher hatte ich in seiner Nähe allerdings keine Schmetterlinge in meinem Bauch gespürt. Keinen einzigen. Das war damals Brady vorbehalten. Dem guten Kerl, der mich nie akzeptieren würde, sobald er erst mal meine Vergangenheit kannte. Den wahren Grund meiner Rückkehr nach Lawton. Aber Nonna würde sich irgendeine Lügengeschichte einfallen lassen, und alle würden sie schlucken. Wenn ich hierbleiben wollte, musste ich mitspielen.

»Willa Ames.« Gunner rief meinen Namen, und ich musste lächeln. Hatte ja nicht lange gedauert, bis der Groschen fiel.

Ich sah zu ihm zurück und entdeckte, dass er mit einem vielsagenden Grinsen auf mich zukam. Ich wusste, was er dachte. »Geh und wisch diesem Mädchen die Tränen weg und sei nett zu ihr«, erwiderte ich, wartete aber trotzdem, dass er mich einholen konnte.

Er verdrehte die Augen. »Du hast ja keine Ahnung, wie gestört die ist.«

Natürlich, er wusch seine Hände in Unschuld. Wie immer. Gunner fand immer einen Grund, warum er nicht im Unrecht war. »Dein Penis ist also rein zufällig in ihre Vagina gerutscht?«

Er gluckste. »Nein, das geschah mit voller Absicht. Verdammt, siehst du gut aus. Seit wann bist du wieder hier?«

Das arme Mädchen aus dem Waschraum war ihm keinen weiteren Gedanken mehr wert. Na, vielleicht lernte sie daraus und vermied derartige Fehlgriffe künftig. Mit Gunner hatte man Spaß, aber mehr war nicht drin. »Nonna hat mich gestern vom Busbahnhof abgeholt.«

»Du wohnst also wieder bei Ms Ames? Ja, und wann hattest du vor, zu mir zu kommen und Hallo zu sagen?«

Gar nicht. Im großen Haus wollte mich Nonna nicht sehen. Das war mir klar, ohne dass sie es überhaupt sagen musste. Folglich zuckte ich die Achseln. »Es ist sechs Jahre her.« Eine andere Antwort hatte ich nicht anzubieten.

Gunner zog eine Augenbraue nach oben. »Ja und?«

»Ich wusste ja, dass wir uns in der Schule über kurz oder lang begegnen würden. War mir nicht sicher, was aus dir geworden ist oder ob unsere Freundschaft aus Kindertagen noch Bestand hat.«

Gunner betrachtete mich von Kopf bis Fuß, so, wie er es schon im Waschraum getan hatte. »Ich bin ein Kerl, Willa. Wir können Freunde sein oder was anderes. Das liegt jetzt ganz an dir.«

Nun war es an mir, die Augen zu verdrehen. Das war die albernste Anmache, die ich je gehört hatte. Und ich hatte schon eine Menge gehört.

»Mir liegt daran, rechtzeitig in meine nächste Stunde zu kommen und keine Schwierigkeiten zu kriegen. Es war nett, dich wiederzusehen, Gunner. Bestimmt laufen wir uns mal wieder über den Weg. Wir sind ja hier nicht in der Großstadt.« Ich wandte mich um und ließ ihn im Gang stehen. Es wäre verkehrt und zwecklos gewesen, ihm in irgendeiner Hinsicht Hoffnung zu machen.

Auf meinem Weg zu Zimmer 143 mied ich wieder jeglichen Blickkontakt zu anderen. Ich musste Nonna von mir überzeugen. Keinen Teenager würde man leichter großziehen können als mich. Ich würde ihr keine Probleme bereiten. Ich hatte schon so viel angestellt, dass es für ein ganzes Leben reichte. Schluss damit.

Ein hochgewachsener Typ mit den himmelblausten Augen, die ich je gesehen hatte, erregte meine Aufmerksamkeit, bevor ich hörte, wie Gunner »Nash!« rief und er seinen Blick abwandte. »Yeah«, erwiderte er.

Ich wartete nicht ab, dass Gunner uns einander vorstellte. Er hatte nichts zu bedauern. Ich schon. Ich hoffte bloß, er würde nie in so eine Situation kommen wie ich, denn das machte das Leben fast unerträglich. Wir waren nicht unbesiegbar. Leider hatte

Titel
Under the Lights - Gunner und Willa
Untertitel
Roman
Übersetzer
EAN
9783492975643
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Herausgeber
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
2.09 MB
Anzahl Seiten
368
Features
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet