Autorentext
Alexander Freiherr von Humboldt wurde am 14. September 1769 in Berlin geboren. Er und sein Bruder Wilhelm wuchsen auf Schloss Tegel auf und wurden von Hauslehrern unterrichtet. 1787 schickte die Mutter ihre beiden Söhne zum Studium an die Viadrina nach Frankfurt an der Oder. Alexander von Humboldt belegte Kameralistik, Altertumswissenschaften, Medizin, Physik und Mathematik. Zu Beginn des Sommersemesters 1789 folgte er seinem Bruder nach Göttingen und studierte dort Physik und Chemie, unter anderem bei Georg Christoph Lichtenberg. Mit dem Ziel, Forschungsreisender zu werden, studierte er in Hamburg Wirtschaft und Fremdsprachen, in Freiberg Geologie und in Jena Anatomie und Astronomie. Von 1799 - 1804 war er auf seiner berühmten Südamerika-Expedition mit Aimé Bonplant. 1805 promovierte Alexander von Humboldt in Frankfurt an der Oder, wurde zum königlich-preußischen Kammerherrn ernannt und in die Akademie der Wissenschaften aufgenommen, kehrte jedoch erst 1827 endgültig nach Berlin zurück, um dort seine Vorlesungen an der von seinem Bruder gegründeten Universität zu halten. 1829 folgte er einer Einladung des russischen Zaren Nikolaus I. und bereiste zusammen mit anderen Forschern Gebiete östlich des Urals, nach Sibirien bis zur chinesischen Grenze, von der sich der Zar Informationen über Bodenschätze versprach. Dafür durfte Alexander von Humboldt die politischen Verhältnisse in Russland nicht öffentlich kommentieren. Er legte mit dem Mineralogen Gustav Rose innerhalb eines halben Jahres rund 15 000 Kilometer zurück - in Kutschen! Das Ergebnis der Expedition war eine Fülle geologischer, geografischer und biologischer Erkenntnisse. Er starb am 6. Mai 1859 in Berlin.