"Berühmte deutsche Frauen des achtzehnten Jahrhunderts" versammelt Porträts jener Frauen, die im Zeitalter von Aufklärung, Empfindsamkeit und Klassik geistige Räume eröffneten und gesellschaftliche Formen prägten. Alexander von Ungern-Sternberg verbindet biographische Skizze, kulturhistorische Beobachtung und anekdotische Erzählkunst zu einem Panorama weiblicher Wirksamkeit. Sein Stil ist gelehrt, doch erzählerisch zugänglich; er betrachtet Salons, Briefwechsel, literarische Freundschaften und moralische Autorität als historische Kräfte. Der deutschbaltische Schriftsteller Alexander von Ungern-Sternberg war ein Autor des 19. Jahrhunderts, dessen Werk von historischem Interesse, aristokratischer Erinnerungskultur und literarischer Porträtkunst geprägt ist. Aus der Distanz einer späteren Epoche blickt er auf das achtzehnte Jahrhundert als eine Zeit, in der Bildung, Geselligkeit und Charakterbildung eng miteinander verbunden waren. Gerade diese Perspektive erklärt sein Interesse an Frauen, deren Einfluss oft außerhalb offizieller Institutionen lag. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die deutsche Kulturgeschichte nicht allein über große männliche Namen verstehen wollen. Es macht sichtbar, wie geistige Netzwerke, gesellschaftlicher Takt und literarische Urteilskraft Geschichte mitgestalteten. Als Quelle und als erzählendes Denkmal lädt es zu einer kritischen, zugleich dankbaren Wiederentdeckung ein. Diese erweiterte Ausgabe wurde mit großer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern. - Abschließend fassen unsere handverlesenen unvergesslichen Zitate zentrale Aussagen und Wendepunkte zusammen und verdeutlichen so die Kernthemen der gesamten Sammlung.
Klappentext
Dieses eBook: "Berühmte deutsche Frauen des achtzehnten Jahrhunderts - Porträts der einflussreichsten Damen" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Inhalt: Gräfin Aurora von Königsmarck (1662-1728) war die Geliebte Augusts des Starken und danach Pröpstin des Stiftes Quedlinburg. Sie war für Voltaire neben Katharina II. "die berühmteste Frau zweier Jahrhunderte". Sie entstammte dem altmärkischen Adelsgeschlecht Königsmarck. Fürstin Amalie von Gallitzin (1748-1806) war eine "Pendlerin" zwischen Aufklärung und Katholizismus und eine Mitbegründerin des "romantischen" Katholizismus. Als Salonière war sie an der katholischen Aufklärung im Fürstbistum Münster beteiligt. Anna Louisa Karsch (1722-1791) war eine deutsche Dichterin. Sie war die Mutter der Dichterin Caroline Louise von Klencke und die Großmutter von Helmina von Chézy. Angelika Kauffmann (1741-1807) war eine bekannte schweizerisch-österreichische Malerin des Klassizismus. Angelika Kauffmann gehört zu den Frauen in der Kunst, die nach ihrem Tod niemals in Vergessenheit geraten sind. Gertrud Elisabeth Mara (1749-1833) war eine deutsche Opernsängerin (Sopran). Johann Wolfgang von Goethe hörte sie als Student und widmete ihr 1771 ein Gedicht. Bald schon galt sie als die größte Sängerin, die Deutschland je hervorgebracht hatte. Frau von Krüdener (1764-1824) war eine Pietistin, Beraterin des russischen Zaren und Schriftstellerin aus deutsch-baltischem Adel. Sie hatte starken religiösen Einfluss auf die Petersburger Gesellschaft, insbesondere auf den zur christlichen Mystik neigenden Zaren Alexander I. Caroline Neuber (1697-1760) war eine Schauspielerin und Mitbegründerin des regelmäßigen deutschen Schauspiels. Caroline Neuber war eine berühmte deutsche Schauspielerin ihrer Zeit.