Dieses eBook: 'Verschwörung gegen Richelieu (Historischer Roman)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Cinq-Mars (Verschwörung gegen Richelieu) - Diese Geschichte des gleichnamigen, 1642 geköpften adligen Verschwörers gegen Richelieu ist der erste französische historische Roman in der neuen Manier Walter Scotts. Alfred de Vigny (1797-1863) war ein französischer Schriftsteller. Vigny wird heute zwar kaum mehr gelesen, zählt aber zu den bedeutenderen der französischen Romantiker. Aus dem Buch: 'Wir haben das Bedürfnis gefühlt, bevor wir zur Erzählung der Ereignisse schritten, welche die Geschichte jener Zeiten uns darbietet, uns einen Augenblick bei diesem Gedanken aufzuhalten, und ungeachtet dieser tröstlichen Beobachtung konnten wir nicht umhin, allzu abscheuliche Einzelheiten wegzulassen und den strafbaren Handlungen nur unser stilles Bedauern zu zollen, wie man bei der Schilderung des Lebenslaufes eines tugendhaften Greises die Verirrungen seiner leidenschaftlichen Jugend oder die verdorbenen Neigungen seines reiferen Alters beweint.'

Dieses eBook: "Verschwörung gegen Richelieu" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen.
Cinq-Mars (Verschwörung gegen Richelieu) - Diese Geschichte des gleichnamigen, 1642 geköpften adligen Verschwörers gegen Richelieu ist der erste französische historische Roman in der neuen Manier Walter Scotts.
Alfred de Vigny (1797-1863) war ein französischer Schriftsteller. Vigny wird heute zwar kaum mehr gelesen, zählt aber zu den bedeutenderen der französischen Romantiker.
Aus dem Buch:
"Wir haben das Bedürfnis gefühlt, bevor wir zur Erzählung der Ereignisse schritten, welche die Geschichte jener Zeiten uns darbietet, uns einen Augenblick bei diesem Gedanken aufzuhalten, und ungeachtet dieser tröstlichen Beobachtung konnten wir nicht umhin, allzu abscheuliche Einzelheiten wegzulassen und den strafbaren Handlungen nur unser stilles Bedauern zu zollen, wie man bei der Schilderung des Lebenslaufes eines tugendhaften Greises die Verirrungen seiner leidenschaftlichen Jugend oder die verdorbenen Neigungen seines reiferen Alters beweint."



Zusammenfassung
Dieses eBook: "Verschwörung gegen Richelieu (Historischer Roman)" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Cinq-Mars (Verschwörung gegen Richelieu) - Diese Geschichte des gleichnamigen, 1642 geköpften adligen Verschwörers gegen Richelieu ist der erste französische historische Roman in der neuen Manier Walter Scotts. Alfred de Vigny (1797-1863) war ein französischer Schriftsteller. Vigny wird heute zwar kaum mehr gelesen, zählt aber zu den bedeutenderen der französischen Romantiker. Aus dem Buch: "Wir haben das Bedürfnis gefühlt, bevor wir zur Erzählung der Ereignisse schritten, welche die Geschichte jener Zeiten uns darbietet, uns einen Augenblick bei diesem Gedanken aufzuhalten, und ungeachtet dieser tröstlichen Beobachtung konnten wir nicht umhin, allzu abscheuliche Einzelheiten wegzulassen und den strafbaren Handlungen nur unser stilles Bedauern zu zollen, wie man bei der Schilderung des Lebenslaufes eines tugendhaften Greises die Verirrungen seiner leidenschaftlichen Jugend oder die verdorbenen Neigungen seines reiferen Alters beweint."

Leseprobe
Zweites Kapitel.
Die Straße
Inhaltsverzeichnis

Die Regierung, aus der wir einige Jahre schildern wollen, eine Regierung der Schwäche, die gleichsam eine Verdunkelung der Krone zwischen dem Glanz Heinrichs IV. und Ludwigs des Großen war, verletzt die Blicke, die sich auf sie heften, durch einige blutige Befleckungen. Sie waren nicht nur das Werk eines einzelnen, große Korporationen hatten ihren Anteil daran. Es ist traurig, zu sehen, daß in diesem Jahrhundert der Unordnung die Geistlichkeit gleich einer großen Nation ihren Pöbel wie ihren Adel, ihre unwissenden und verbrecherischen wie ihre gelehrten und tugendhaften Prälaten hatte. Was ihr von Grausamkeit blieb, ward seit jener Zeit durch die lange Regierung Ludwigs XIV. abgeschliffen und ihre Verdorbenheit durch das Blut ihrer Märtyrer in der Revolution von 1793 abgewaschen. Infolge eines ganz eigentümlichen Schicksals durch die Monarchie wie durch die Republik vervollkommnet, durch die eine gezähmt, durch die andere gezüchtigt, ist sie ernst und selten lasterhaft auf unsere Zeit gekommen.

Wir haben das Bedürfnis gefühlt, bevor wir zur Erzählung der Ereignisse schritten, welche die Geschichte jener Zeiten uns darbietet, uns einen Augenblick bei diesem Gedanken aufzuhalten, und ungeachtet dieser tröstlichen Beobachtung konnten wir nicht umhin, allzu abscheuliche Einzelheiten wegzulassen und den strafbaren Handlungen nur unser stilles Bedauern zu zollen, wie man bei der Schilderung des Lebenslaufes eines tugendhaften Greises die Verirrungen seiner leidenschaftlichen Jugend oder die verdorbenen Neigungen seines reiferen Alters beweint.

Als der Zug unserer Reisenden in die schmalen Straßen von Loudun einritt, ließ sich ein seltsamer Lärm vernehmen: sie waren von einer dichten Menschenmasse vollgepfropft; von der Kirche und dem Kloster ertönten die Glocken, als wäre die Stadt von einer Feuersbrunst heimgesucht, und alles drängte sich, ohne den Reisenden die geringste Aufmerksamkeit zu schenken, einem großen, an die Kirche stoßenden Gebäude zu. Auf den Physiognomien ließen sich leicht Spuren von höchst verschiedenen und oft einander ganz entgegengesetzten Eindrücken erkennen. Zahllose Gruppen und Zusammenrottungen bildeten sich; der Lärm der Unterhaltung legte sich plötzlich und man hörte nur noch eine Stimme, die zu ermahnen oder zu lesen schien, dann erhob sich von allen Seiten ein wütendes, mit frommen Ausrufen vermischtes Geschrei: die Gruppe zerstreute sich und man sah, daß der Redner ein Kapuziner oder Barfüßermönch war, der, in der Hand ein hölzernes Kruzifix haltend, die Menge auf das große Gebäude hinwies, dem sie sich zuwandte.

» Jesus Maria!« schrie ein altes Weib, »wer hätte je geglaubt, daß der böse Geist unsere Stadt zur Wohnung erwählen würde!«

»Und daß die guten Ursulinerinnen besessen würden!« sagte eine andere.

»Man sagt, der Teufel, der die Priorin plage, heiße Legion«, bemerkte eine dritte.

»Was sagen Sie, meine Liebe!« unterbrach eine Nonne: »es hausen ihrer sieben in ihrem armen Leibe, auf den sie ohne Zweifel ihrer großen Schönheit wegen zu viel Sorgfalt verwandte; jetzt ist er eine Herberge der Hölle; beim gestrigen Exorzismus hat der Herr Prior der Karmeliter ihr den Teufel Gazas aus dem Munde getrieben und der wohlehrwürdige Pater Lactance auch den Teufel Beheril verjagt. Die fünf anderen haben aber nicht fortgewollt, und als die heiligen Teufelaustreiber, die Gott stärke, sie auf lateinisch aufgefordert hatten, sich zu entfernen, antworteten sie, daß sie es nicht täten, bevor sie ihre Macht bewiesen hätten, an der die Ketzer und Hugenotten zu zweifeln scheinen, und der Teufel Glimi, welcher der böseste ist, wie ihr wißt, hat behauptet, er werde heute Herrn von Laubardemonts Scheitelläppchen vom Kopfe führen und es während eines Miserere in der Luft halten.«

»Ach, heilige Jungfrau!« hob die erste wieder an, »ich zitte

Titel
Verschwörung gegen Richelieu (Historischer Roman) - Vollständige deutsche Ausgabe
Übersetzer
EAN
9788026846147
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Herausgeber
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
0.73 MB
Anzahl Seiten
360
Features
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet