Was ist nur mit Bob los? Warum reagiert der sonst so ausgeglichene Dritte Detektiv plötzlich agressiv und gereizt auf seine Freunde Justus und Peter? Es scheint, als stünde er unter dem Einfluß einer fremden Macht. Justus und Peter beschatten ihren Freund und folgen ihm unauffällig in den Konzertsaal eines Privathauses. Dort lauscht er gebannt der Musik eines virtuosen Geigenspielers. Und bevor sie wissen, wie ihnen geschieht, werden auch Justus und Peter von dem Klängen gleichsam verhext. Können sie sich dem Bann des Teufelsgeigers entziehen, ehe es zu spät ist?
Leseprobe
Zusammenstoß mit Folgen
Bob Andrews schoss mit seinem Fahrrad in die Einfahrt von Sax Sendlers Musikagentur. Erst im letzten Moment sah er das Mädchen im Rollstuhl, das nicht weniger schnell auf die Straße zusteuerte. Bob bremste und riss den Lenker herum. Das Fahrrad geriet ins Schleudern und prallte mit dem Hinterrad gegen den Rollstuhl. Bob konnte sich gerade noch mit den Beinen abfangen, um nicht zu stürzen. Ein Kasten polterte zu Boden.
"Kannst du nicht aufpassen!", fuhr die Rollstuhlfahrerin ihn an.
"Entschuldigung!", keuchte Bob erschrocken. "Ich habe dich nicht gesehen."
"Dann mach die Augen auf!"
"Habe ich dich verletzt?"
"Nein."
Bob kniete sich hin, um den Kasten aufzuheben, doch das Mädchen kam ihm zuvor. "Finger weg!", rief sie, griff nach dem Geigenkasten und legte ihn auf ihren Schoß. Sie strich sanft über seine Oberfläche. "Wenn der Geige etwas passiert ist, wird es teuer für dich!", drohte sie und öffnete vorsichtig die Metallverschlüsse, während Bob gespannt den Atem anhielt. Sorgsam begutachtete sie das Instrument. "Scheint okay zu sein. Glück gehabt. Fahr in Zukunft gefälligst etwas langsamer. Das ist ja lebensgefährlich."
"Na, hör mal", erwiderte Bob. "Du hattest auch ein ganz schönes Tempo drauf."
Sie funkelte ihn wütend an. "Du kannst mich mal!", zischte sie und setzte ihren Weg mit Schwung fort.
Irritiert sah Bob ihr nach. War er ihr wegen seiner Bemerkung über ihr Tempo zu nahe getreten? Dann entschied er, dass sie einfach etwas hysterisch war. "Die hat sie ja nicht mehr alle", murmelte er und schwang sich wieder auf den Sattel. Doch ein schleifendes Geräusch veranlasste ihn nach wenigen Minuten anzuhalten. Er sah sich um. Das Hinterrad hatte eine Acht. Fluchend stieg er ab und betrachtete den Schaden genauer. Er konnte noch damit fahren, aber wenn er vermeiden wollte, dass das Rad sich weiter verzog, schob er besser. Seufzend stellte er es vor dem Eingang der Agentur ab und betrat das große Gebäude. In einem der Büros begegnete er Sax Sendler, dem Chef der Agentur.
"Hi, Bob. Kommst du, um die Plakate für das Konzert abzuholen?"
Bob nickte. Er arbeitete manchmal aushilfsweise für die Agentur, verteilte Konzertplakate oder half bei der Organisation von Veranstaltungen. "Ich kann sie nur nicht sofort aufhängen. Ich hatte gerade einen kleinen Unfall mit einer Rollstuhlfahrerin. Ihr ist nichts passiert, aber mein Hinterrad eiert."
"Die war gerade hier", bemerkte Sax Sendler. "Sie wollte etwas klären wegen des Kammerkonzerts im Kulturzentrum übernächste Woche. Dort spielt sie nämlich mit."
Bob verzog das Gesicht. "Ich hatte eigentlich immer gedacht, Geiger seien besonders sensibel und zurückhaltend. Aber sie ist eben ziemlich ausgerastet."
Sax Sendler seufzte. "Musiker waren noch nie besonders ausgeglichene Menschen. Interessierst du dich eigentlich für klassische Musik, Bob?"
"Es geht so. Nicht richtig. Wieso?"
"Weil ich eine Einladung habe. Dr. Stevenson von der Musikhochschule war heute Morgen hier. Er wurde zu einem privaten Konzertabend eingeladen, hat aber keine Zeit. Ich steh nicht so auf Pauken und Trompeten. Möchtest du hingehen?"
Bob zuckte die Schultern. "Warum nicht? Ein bisschen Kultur kann nicht schaden."
Sax reichte ihm die Karte. "Das Konzert ist heute Abend. Die Adresse steht drauf."
"Danke", sagte Bob, holte die Plakate und verließ die Agentur. Erst als er vor dem Rad stand, fi
Leseprobe
Zusammenstoß mit Folgen
Bob Andrews schoss mit seinem Fahrrad in die Einfahrt von Sax Sendlers Musikagentur. Erst im letzten Moment sah er das Mädchen im Rollstuhl, das nicht weniger schnell auf die Straße zusteuerte. Bob bremste und riss den Lenker herum. Das Fahrrad geriet ins Schleudern und prallte mit dem Hinterrad gegen den Rollstuhl. Bob konnte sich gerade noch mit den Beinen abfangen, um nicht zu stürzen. Ein Kasten polterte zu Boden.
"Kannst du nicht aufpassen!", fuhr die Rollstuhlfahrerin ihn an.
"Entschuldigung!", keuchte Bob erschrocken. "Ich habe dich nicht gesehen."
"Dann mach die Augen auf!"
"Habe ich dich verletzt?"
"Nein."
Bob kniete sich hin, um den Kasten aufzuheben, doch das Mädchen kam ihm zuvor. "Finger weg!", rief sie, griff nach dem Geigenkasten und legte ihn auf ihren Schoß. Sie strich sanft über seine Oberfläche. "Wenn der Geige etwas passiert ist, wird es teuer für dich!", drohte sie und öffnete vorsichtig die Metallverschlüsse, während Bob gespannt den Atem anhielt. Sorgsam begutachtete sie das Instrument. "Scheint okay zu sein. Glück gehabt. Fahr in Zukunft gefälligst etwas langsamer. Das ist ja lebensgefährlich."
"Na, hör mal", erwiderte Bob. "Du hattest auch ein ganz schönes Tempo drauf."
Sie funkelte ihn wütend an. "Du kannst mich mal!", zischte sie und setzte ihren Weg mit Schwung fort.
Irritiert sah Bob ihr nach. War er ihr wegen seiner Bemerkung über ihr Tempo zu nahe getreten? Dann entschied er, dass sie einfach etwas hysterisch war. "Die hat sie ja nicht mehr alle", murmelte er und schwang sich wieder auf den Sattel. Doch ein schleifendes Geräusch veranlasste ihn nach wenigen Minuten anzuhalten. Er sah sich um. Das Hinterrad hatte eine Acht. Fluchend stieg er ab und betrachtete den Schaden genauer. Er konnte noch damit fahren, aber wenn er vermeiden wollte, dass das Rad sich weiter verzog, schob er besser. Seufzend stellte er es vor dem Eingang der Agentur ab und betrat das große Gebäude. In einem der Büros begegnete er Sax Sendler, dem Chef der Agentur.
"Hi, Bob. Kommst du, um die Plakate für das Konzert abzuholen?"
Bob nickte. Er arbeitete manchmal aushilfsweise für die Agentur, verteilte Konzertplakate oder half bei der Organisation von Veranstaltungen. "Ich kann sie nur nicht sofort aufhängen. Ich hatte gerade einen kleinen Unfall mit einer Rollstuhlfahrerin. Ihr ist nichts passiert, aber mein Hinterrad eiert."
"Die war gerade hier", bemerkte Sax Sendler. "Sie wollte etwas klären wegen des Kammerkonzerts im Kulturzentrum übernächste Woche. Dort spielt sie nämlich mit."
Bob verzog das Gesicht. "Ich hatte eigentlich immer gedacht, Geiger seien besonders sensibel und zurückhaltend. Aber sie ist eben ziemlich ausgerastet."
Sax Sendler seufzte. "Musiker waren noch nie besonders ausgeglichene Menschen. Interessierst du dich eigentlich für klassische Musik, Bob?"
"Es geht so. Nicht richtig. Wieso?"
"Weil ich eine Einladung habe. Dr. Stevenson von der Musikhochschule war heute Morgen hier. Er wurde zu einem privaten Konzertabend eingeladen, hat aber keine Zeit. Ich steh nicht so auf Pauken und Trompeten. Möchtest du hingehen?"
Bob zuckte die Schultern. "Warum nicht? Ein bisschen Kultur kann nicht schaden."
Sax reichte ihm die Karte. "Das Konzert ist heute Abend. Die Adresse steht drauf."
"Danke", sagte Bob, holte die Plakate und verließ die Agentur. Erst als er vor dem Rad stand, fi
Titel
Die drei ??? Musik des Teufels (drei Fragezeichen)
Autor
Editor
EAN
9783440141779
Format
E-Book (epub)
Altersempfehlung
10 bis 13 Jahre
Hersteller
Herausgeber
Genre
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
1.17 MB
Anzahl Seiten
144
Features
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
Laden...
Unerwartete Verzögerung
Ups, ein Fehler ist aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.