"Be creative!" In der Gegenwartsgesellschaft haben sich die Anforderung und der Wunsch, kreativ zu sein und schöpferisch Neues hervorzubringen, in ungewöhnlichem Maße verbreitet. Was ehemals subkulturellen Künstlerzirkeln vorbehalten war, ist zu einem allgemeingültigen kulturellen Modell, ja zu einem Imperativ geworden. Andreas Reckwitz untersucht, wie im Laufe des 20. Jahrhunderts das Ideal der Kreativität forciert worden ist: in der Kunst der Avantgarde und Postmoderne, den "creative industries" und der Innovationsökonomie, in der Psychologie der Kreativität und des Selbstwachstums sowie in der medialen Darstellung des kreativen Stars und der Stadtplanung der "creative cities". Es zeigt sich, daß wir in Zeiten eines ebenso radikalen wie restriktiven Prozesses gesellschaftlicher Ästhetisierung leben.

Autorentext
Andreas Reckwitz, geboren 1970, ist Professor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2019 erhielt er den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Reckwitz' Bücher erreichen regelmäßig Bestsellerstatus und erscheinen in mehr als 20 Sprachen. Die Gesellschaft der Singularitäten wurde mit dem Bayerischen Buchpreis ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Sachbuchpreises der Leipziger Buchmesse. Verlust. Ein Grundproblem der Moderne erhielt den Preis »Das politische Buch« der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Titel
Die Erfindung der Kreativität
Untertitel
Zum Prozess gesellschaftlicher Ästhetisierung
EAN
9783518748503
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
1.42 MB
Anzahl Seiten
408
Auflage
Originalausgabe
Lesemotiv