Fachbuch aus dem Jahr 2026 im Fachbereich Pädagogik - Pädagogische Psychologie, , Sprache: Deutsch, Abstract: Pädagogische Fachkräfte erhalten eine Vielzahl von Anregungen zur Planung und Durchführung von Elterngesprächen. Mit aufgeführt sind eine Reihe von Fallstricken und Kriterien, um Elterngespräche auch im Konfliktfall souverän zu beenden. Grundlage einer professionellen Gesprächsführung durch pädagogische Fachkräfte in einer Tageseinrichtung sind ein fundiertes Fachwissen über Kinder und deren Entwicklung, ausreichende Kenntnisse über die Ebenen menschlicher Kommunikation, gekonnt angewandte Methoden der Gesprächsführung, die Verwirklichung ethischer Grundhaltungen, sozial kompetentes Verhalten sowie die Fähigkeit zu einer freundlich-kritischen Selbstreflexion. Durch eine professionelle Haltung erweist sich die pädagogische Fachkraft im Kontakt mit den Eltern als verantwortungsvolle Vertreterin der öffentlichen Erziehung im Rahmen der Erziehungspartnerschaft. Neben der Fähigkeit zur Empathie sind Klarheit im Denken, im Handeln und in der Sprache wesentliche Bestandteile einer professionellen Gesprächsführung. Eine Kernfähigkeit im Kontakt mit Menschen ist die Bereitschaft, die Verantwortung für das eigene Denken und Handeln zu übernehmen (Selbstverantwortung). Die Bereitschaft zur Selbstverantwortung geht einher mit der Fähigkeit der pädagogischen Fachkraft, im Kontakt mit den Eltern die eigene Würde zu wahren und die Würde der Eltern und des Kindes zu schützen. Das breit gefächerte Wissen über eine Vielzahl von unterschiedlichen Kindern hilft Erzieherinnen, die einzelnen Kinder angemessen wahrzunehmen und einzuschätzen. Zum professionellen Handeln der pädagogischen Fachkraft gehört die Fähigkeit, zu einem Kind sowohl emotionale Nähe herzustellen, wenn dies für das Kind notwendig ist, als auch emotionale Distanz zu wahren, ohne den Blick auf das Kind zu verlieren.
Autorentext
Andreas Schulz führt Supervision und Fortbildungen für Tageseinrichtungen für Kinder durch. Dazu zählt Supervision bei Qualifizierungslehrgängen von Kitaleitungen, Konfliktbewältigung in Teams, Umgang mit schwierigen Eltern, Reflexion der beruflichen Biographie. Veröffentlichungen hat Andreas Schulz zu den Themen Supervision für Erzieherinnen, Selbstsorge, kollegiale Fallberatung, Elterngespräche, Über die Vielfalt menschlicher Würde, Soziometrie mit Paaren und Familien vorzuweisen. Andreas Schulz studierte in Münster Psychologie (Diplom 1979). Darüber hinaus ist er Psychodrama-Therapeut (Abschluss beim Moreno Institut Stuttgart 1995). Von 1980 bis 2006 arbeitete er in verschiedenen Familien- und Erziehungsberatungsstellen. Arbeitsschwerpunkte dabei waren Psychodramatische Arrangements mit Eltern, Paaren und Familien. Seit 2006 ist Andreas Schulz selbständig als Psychologischer Psychotherapeut (1999) und Supervisor DGSv (2007). Seine Schwerpunkte sind Leitungssupervision, Teamfindung, Teamentwicklung, psychodramatische Teamaufstellungen und Familienzentren.