Im Bildgedächtnis der Menschheit liegt ein Schlüssel zu ihrer Erkenntnis wie auch zu ihrer Wirklichkeit. Was wir sind, zeigt sich in dem, was wir bilden. Wir sind, wie wir zeigen, was wir erfahren. Was wir erfahren, zeigt, in welcher Welt wir "sind".
Das Ende der Anthropologie in den Katastrophen der neueren Geschichte ist kein Ende des Nachdenkens über das Menschsein. In der Leere, die das Verschwinden 'des' Menschen in seiner Geschichte hinterließ, rückt die Kunst ins Zentrum anthropologischer Nachdenklichkeit. Im Bildgedächtnis der Menschheit liegt ein Schlüssel zu ihrer Erkenntnis ebenso wie zu ihrer Wirklichkeit. Was wir sind, zeigt sich in dem, was wir bilden. Wir sind, wie wir zeigen, was wir erfahren. Was wir erfahren, zeigt, in welcher Welt wir 'sind'. Die "Anthropoästhetik" legt als philosophische Disziplin einer Integration von Anthropologie und Ästhetik frei, was die als gestaltete Selbstwahrnehmungen von Menschen in ihrem Weltdasein verstandenen Werke der Kunst an Menschenverständnis bergen. Sie führt von der Wahrnehmung der Werke des Menschen zur Wahrnehmung des Menschen in seinen Werken. In ihrer gemeinsamen Leitkategorie der "Selbst-Bildung" konvergieren "Anthropoästhetik" und "Künstlerische Bildung". Die Erkenntnis des Menschen aus seinen Werken der Kunst dort, wird hier zur Selbsterkenntnis des Einzelnen, die ihm ermöglicht, das größte aller Menschenwerke hervorzubringen: sich selbst. Damit ist die "Anthropoästhetik" die ästhetische Fassung einer "Ontoanthropologie", die das Menschsein von seiner elementaren Aufgabe und Leistung der Weltbildung her erschließt.
Autorentext
Das Ende der Anthropologie in den Katastrophen der neueren Geschichte ist kein Ende des Nachdenkens über das Menschsein. In der Leere, die das Verschwinden 'des' Menschen in seiner Geschichte hinterließ, rückt die Kunst ins Zentrum anthropologischer Nachdenklichkeit. Im Bildgedächtnis der Menschheit liegt ein Schlüssel zu ihrer Erkenntnis ebenso wie zu ihrer Wirklichkeit. Was wir sind, zeigt sich in dem, was wir bilden. Wir sind, wie wir zeigen, was wir erfahren. Was wir erfahren, zeigt, in welcher Welt wir 'sind'. Die "Anthropoästhetik" legt als philosophische Disziplin einer Integration von Anthropologie und Ästhetik frei, was die als gestaltete Selbstwahrnehmungen von Menschen in ihrem Weltdasein verstandenen Werke der Kunst an Menschenverständnis bergen. Sie führt von der Wahrnehmung der Werke des Menschen zur Wahrnehmung des Menschen in seinen Werken. In ihrer gemeinsamen Leitkategorie der "Selbst-Bildung" konvergieren "Anthropoästhetik" und "Künstlerische Bildung". Die Erkenntnis des Menschen aus seinen Werken der Kunst dort, wird hier zur Selbsterkenntnis des Einzelnen, die ihm ermöglicht, das größte aller Menschenwerke hervorzubringen: sich selbst. Damit ist die "Anthropoästhetik" die ästhetische Fassung einer "Ontoanthropologie", die das Menschsein von seiner elementaren Aufgabe und Leistung der Weltbildung her erschließt.
Autorentext
Andreas Steffens, Philosoph und Schriftsteller; Grenzgänger zwischen Philosophie, Literatur und Bildender Kunst; 1995 Habilitation und Privatdozentur für Philosophie an der GhK/Universität Kassel; Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Historische Anthropologie, Kulturtheorie, Ästhetik; Seit 2005 eigene bildnerische Arbeiten. 1987 Preis der Stiftung zur Förderung der Philosophie, Mönchengladbach. 2009 Kultur-Preis der Springmann-Stiftung, Wuppertal.
Titel
Selbst-Bildung
Untertitel
Die Perspektive der Anthropoästhetik
Autor
EAN
9783763975020
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Genre
Veröffentlichung
06.03.2012
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
0.4 MB
Anzahl Seiten
148
Auflage
Bibliotheksvertrieb über utb scholars
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