Andreas Zwengel, Jahrgang 1969, lebt mit seiner Frau in Griesheim bei Darmstadt. 2007 gewann er den Kurzgeschichtenwettbewerb von tcboyle.de und veröffentlichte seitdem über dreißig Phantastik- und Krimi-Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien. 2009 erschien sein Steampunk-Roman Die Welt am Abgrund. 2013 folgten der Abenteuerroman Sieben Städte aus Gold und der Mystery-Thriller Die Schattenkrieger. 2014 erschienen im Verlag Saphir-im-Stahl sein Kriminalroman Wespennest und die Anthologie Panoptikum, die erste Sammlung seiner Kurzgeschichten aus dem Bereich Phantastik. Seit dem Frühjahr 2015 gehört er zum Autorenteam der Science-Fiction-Serie Ren Dhark und im Sommer nahm er seine Tätigkeit an mehreren Serien des BLITZ-Verlages auf, darunter Schattenchronik, Raumschiff Promet, Stahlwölfe und Sherlock Holmes. Seine erste Veröffentlichung im BLITZ-Verlag wird seine neue Phantastik-Anthologie BioPunk d. Weitere Informationen unter: www.andreas-zwengel.de
Vor Jahren wurden die Darsteller der Fernsehserie "Zander-Squad" ermordet. Von einem fanatischen Fan, wie es schien. Ein neuer Todesfall scheint im Zusammenhang mit der Serie zu stehen, die gerade ihre Neuauflage als Kinofilm erlebt. Jetzt müssen ein ehemaliger Fernsehclown und der Problemlöser eines Spielzeugkonzerns erkennen, dass nicht alles in der Serie der Fantasie von Drehbuchautoren entsprungen war. Bei ihrem Versuch, einen Mord aufzuklären und ein millionenschweres Filmprojekt zu retten, geraten sie in den Endkampf zweier langjähriger Gegner. Eine wilde Mischung aus Abenteuerroman, Phantastik-Thriller und Mediensatire.
Autorentext
Andreas Zwengel, Jahrgang 1969, lebt mit seiner Frau in Griesheim bei Darmstadt.
2007 gewann er den Kurzgeschichtenwettbewerb von tcboyle.de und veröffentlichte seitdem über dreißig Phantastik- und Krimi-Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien.
2009 erschien sein Steampunk-Roman Die Welt am Abgrund.
2013 folgten der Abenteuerroman Sieben Städte aus Gold und der Mystery-Thriller Die Schattenkrieger.
2014 erschienen im Verlag Saphir-im-Stahl sein Kriminalroman Wespennest und die Anthologie Panoptikum, die erste Sammlung seiner Kurzgeschichten aus dem Bereich Phantastik.
Seit dem Frühjahr 2015 gehört er zum Autorenteam der Science-Fiction-Serie Ren Dhark und im Sommer nahm er seine Tätigkeit an mehreren Serien des BLITZ-Verlages auf, darunter Schattenchronik, Raumschiff Promet, Stahlwölfe und Sherlock Holmes. Seine erste Veröffentlichung im BLITZ-Verlag wird seine neue Phantastik-Anthologie BioPunk d.
Weitere Informationen unter: andreas-zwengel.de
Zusammenfassung
Vor Jahren wurden die Darsteller der Fernsehserie "e;Zander-Squad"e; ermordet. Von einem fanatischen Fan, wie es schien. Ein neuer Todesfall scheint im Zusammenhang mit der Serie zu stehen, die gerade ihre Neuauflage als Kinofilm erlebt. Jetzt mussen ein ehemaliger Fernsehclown und der Problemloser eines Spielzeugkonzerns erkennen, dass nicht alles in der Serie der Fantasie von Drehbuchautoren entsprungen war. Bei ihrem Versuch, einen Mord aufzuklaren und ein millionenschweres Filmprojekt zu retten, geraten sie in den Endkampf zweier langjahriger Gegner. Eine wilde Mischung aus Abenteuerroman, Phantastik-Thriller und Mediensatire.
Leseprobe
Vor sechs Jahren/Irgendwo in Deutschland
... und dann wurde es wirklich verrückt. Vor dem Gebäude standen Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Die kreisenden Blaulichter erweckten die Relieffiguren an den Säulen des Eingangs zum Leben und weiter oben strichen die Lichtkegel starker Scheinwerfer über die Fassade des Nobelhotels. Die Zufahrt zum Hof war durch einen Mannschaftswagen blockiert, damit Schaulustige und Presse vor den schmiedeeisernen Gittern blieben, die das Gelände umgaben. Kameras zoomten auf die Gestalt, die am Rand des Daches herumturnte. Sie trug eine abgenutzte Lederjacke über einer Weste mit Aufnähern und einem blauen Hemd, das sich über den Gürtel der Jeans wölbte. Als die Scheinwerfer die Gestalt erfassten, wandte sie sich dem Publikum zu: Wirre Haare, spitz gefeilte Zähne, weiß geschminktes Gesicht und oberhalb der roten Knollennase ein blauer Farbbalken quer über die Augen. Ein dicker Biker mit Clownsmaske, nur nicht so harmlos.
Vor dem Hotel traten sich die Polizisten gegenseitig auf die Füße, so viele von ihnen waren zu dem Einsatz erschienen. Jeder wollte derjenige sein, der dem wahnsinnigen Clown die Handschellen anlegte. Oder ihn vom Dach warf. Je nachdem, wie dicht die Presse herankam. Er hatte wirklich alles getan, um den Hass der Menschen auf sich zu ziehen, und jeder anwesende Familienvater wollte ihm an die Gurgel gehen. Der Einsatzleiter hatte nur die eine Sorge, dieses Monster könnte ihm entkommen. Das gekieste Flachdach bot zwar keine Deckung, um sich zu verstecken, aber der Clown war zuvor schon aus viel auswegloseren Lagen entkommen. Lachend kletterte er in das Gestänge des Hotelnamens und schwang darin herum wie ein gelangweilter Affe im Zoo. Er zeigte keine Ambitionen, seinen Verfolgern entkommen zu wollen. Im Gegenteil, umrahmt vom leuchtenden Namen des Hotels erwartete er sie bereits ungeduldig.
Die pendelnden Lichter der Taschenlampen näherten sich über die gesamte Breite des Dachs und die dramatische Musik schwoll an. Der Clown wusste, dass ein bestimmter Bulle an der Spitze seiner Verfolger war. Dirk Renner, der Leiter der Sonderkommission, die ihn seit Monaten jagte. Trotz Renners hohem Dienstalter ließ der Hass ihn über die Kondition der jüngeren Kollegen siegen. Der Clown hatte auch keine Gelegenheit ausgelassen, zusätzlich Öl ins Feuer zu gießen, indem er die Leiche von Renners Freund und Partner mitten im Foyer drapierte. Der ungestüme Anfänger hatte den kostümierten Irren im Hotel gestellt, bevor die Verstärkung eingetroffen war. Doch das Rasiermesser des Clowns war schneller gewesen. Und er hatte sich nicht nur darauf beschränkt, seinen Gegner zu töten. Denn er mochte es, wenn er auf hoch motivierte Gegner traf.
Renners Wutgeheul war auf seinem ganzen Weg durch das Treppenhaus nach oben zu hören gewesen. Das Ende der monatelangen Verfolgungsjagd stand unmittelbar bevor. Eine Jagd, die ihn in jeder Hinsicht an seine Grenzen gebracht hatte. Er war zäh, aufrichtig, geschieden und mit einem Alkoholproblem gestraft, das er selbst für überwunden glaubte. Dabei so gutaussehend, dass alle Kolleginnen ihn anschmachteten, und so muskulös, wie man in dem Job nie werden konnte. Doch dort auf diesem Dach sah er nur noch wie ein müder alter Mann aus, den einzig der Wunsch nach Rache auf den Beinen hielt. Als die Polizisten nah genug heran waren, zog der Clown einen Fernzünder aus der Tasche. Seine Verfolger blieben stehen und hoben ihre Waffen.
"Mein Beileid zum Verlust deines Partners", brüllte der Clown über das Dach. Eine Kugel traf das Gestänge über seinem Kopf, gefolgt vom harschen Befehl, sofort das Feuer einzustellen.
"Tu s nicht, Renner, er hat noch die Kinder", brüllte ein besonnener Kollege. Der Clown betrachtete den Polizisten amüsiert, als sei es ihm gleichgültig, ob Renner abdrückte oder nicht.
"Wir brauchen ihn unbedingt lebend. So gerne ich ihn selbst umlegen würde", mahnte der Einsatzl