Ein Spiegel gesellschaftlicher Ordnung: Schönheitsideale von der Aufklärung bis in die 1930er Jahre. Was verbindet bürgerliche Frauen des 19. Jahrhunderts mit den Verstümmelten des Ersten Weltkriegs? Was hat die »Neue Frau« der Weimarer Republik mit den Patienten der Sozialmedizin gemein? Sie alle waren Teil einer Debatte, die um kosmetisch korrigierte Körper kreiste und von Gesellschaft handelte. Annelie Ramsbrock schreibt eine Geschichte der künstlich gestalteten Schönheit vom Ende der Aufklärung bis zum Beginn des Nationalsozialismus. Dabei verdeutlicht sie, dass die Ausbildung von Schönheitsidealen immer grundlegenden gesellschaftlichen Ordnungsmustern unterlag. Zum einen zeigt sich in Bereichen wie der Schönheitschirurgie oder der Herstellung von Kosmetika die Entwicklung des naturwissenschaftlichen Wissens. Zum anderen boten korrigierte Körper eine Projektionsfläche für soziale Ordnungsvorstellungen. Indem die Geschichte der Schönheit sowohl als eine Geschichte des Wissens als auch des Wertens gedacht wird, stellt die Autorin nicht zuletzt den »Mythos Schönheit« zur Disposition.

"Die Autorin führt ihre auch mit Gender-Aspekten argumentierende Untersuchung bis zur sozialpolitischen Forderung, Kosmetik gehöre in den Leistungskatalog der Krankenkassen. Sie setzt ihr analytisches Skalpell nuanciert an und schildert die Interdependenz von Medizingeschichte und Schönheitspraktiken im langen bürgerlichen Jahrhundert kurzweilig und kleinteilig in vielen Aspekten und Zwischenschritten."(Reinhard Mehring, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, Sept. 2011)

Autorentext
Annelie Ramsbrock ist Professorin für Allgemeine Geschichte der Neuesten Zeit an der Universität Greifswald. Veröffentlichungen u. a.: Geschlossene Gesellschaft. Das Gefängnis als Sozialversuch eine Bundesdeutsche Geschichte (2020); Korrigierte Körper. Eine Geschichte künstlicher Schönheit in der Moderne (2011).

Klappentext

Was verbindet bürgerliche Frauen des 19. Jahrhunderts mit den Verstümmelten des Ersten Weltkriegs? Was hat die "Neue Frau" der Weimarer Republik mit den Patienten der Sozialmedizin gemein? Sie alle waren Teil einer Debatte, die um kosmetisch korrigierte Körper kreiste und von Gesellschaft handelte. Annelie Ramsbrock schreibt eine Geschichte der künstlich gestalteten Schönheit vom Ende der Aufklärung bis zum Beginn des Nationalsozialismus. Dabei verdeutlicht sie, dass die Ausbildung von Schönheitsidealen immer grundlegenden gesellschaftlichen Ordnungsmustern unterlag. Zum einen zeigt sich in Bereichen wie der Transplantationsmedizin oder der Herstellung von Kosmetika die Entwicklung des naturwissenschaftlichen Wissens. Zum anderen boten korrigierte Körper eine Projektionsfläche für soziale Ordnungsvorstellungen. Indem die Geschichte der Schönheit sowohl als eine Geschichte des Wissens als auch des Wertens gedacht wird, stellt die Autorin nicht zuletzt den "Mythos Schönheit" zur Disposition.

Titel
Korrigierte Körper
Untertitel
Eine Geschichte künstlicher Schönheit in der Moderne
EAN
9783835321328
ISBN
978-3-8353-2132-8
Format
E-Book (pdf)
Herausgeber
Veröffentlichung
01.02.2012
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
19.86 MB
Anzahl Seiten
309
Jahr
2012
Untertitel
Deutsch
Lesemotiv