Die Geschichte der in Frankfurt ansässigen jüdischen Unternehmer von der Weimarer Republik bis in die Nachkriegszeit steht im Zentrum dieser Arbeit. Untersucht werden Voraussetzung, Ausprägung und Folgewirkung des sozioökonomischen Umbruchs, den die Vernichtung der jüdischen Gewerbetätigkeit unter der NS-Herrschaft darstellte. Benno Nietzel fragt nach den Behauptungs- und Überlebensstrategien jüdischer Unternehmer, den Prozessen der Vernichtung ihrer Wirtschaftstätigkeit sowie der Sicherstellung und Rückerstattung ihres Unternehmensvermögens in der Nachkriegszeit. Er begreift die jüdischen Unternehmer als Akteure, die sich gegen Ausgrenzung und Verfolgung mit betriebswirtschaftlichen Strategien zu behaupten versuchten. So werden Verdrängung, Vertreibung, Flucht, Exil und Wiedergutmachung in eine übergreifende sozial- und erfahrungsgeschichtliche Perspektive gerückt.



Autorentext
Dr. Benno Nietzel ist Akademischer Rat auf Zeit an der Fakultät für Geschichtswissenschaft der Universität Bielefeld.

Zusammenfassung
Benno Nietzel zeichnet die Geschichte jüdischer Unternehmer aus Frankfurt am Main von den 1920er bis in die 1960er Jahre nach. Er untersucht Voraussetzung, Ausprägung und Folgewirkung des sozioökonomischen Umbruchs, den die Vernichtung der jüdischen Gewerbetätigkeit unter der NS-Herrschaft darstellte. Welche betriebswirtschaftlichen Behauptungs- und Überlebensstrategien entwickelten jüdische Unternehmer? Welchen Prozessen der Ausgrenzung und Verfolgung waren sie ausgesetzt? Was geschah im Krieg und in der Nachkriegszeit mit ihren Unternehmen?
Titel
Handeln und Überleben
Untertitel
Jüdische Unternehmer aus Frankfurt am Main 1924-1964
EAN
9783647370248
ISBN
978-3-647-37024-8
Format
E-Book (pdf)
Veröffentlichung
18.04.2012
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
3.46 MB
Anzahl Seiten
384
Jahr
2012
Untertitel
Deutsch