Gewissheiten im Erziehungsgeschehen geraten gegenwärtig ins Wanken. In stark ideologisch aufgeladenen, von politischer Korrektheit geprägten Entwürfen werden Grenzen auf irritierende Weise infrage gestellt. Etwa zwischen den Geschlechtern im Gender Mainstreaming oder zwischen Behinderung und Nichtbehinderung im Inklusionsdiskurs. Unterschiede zwischen Menschen werden nur noch schwer ausgehalten. Niemand soll zurückstehen und alle möglichst gleich sein. Dahinter steckt der Traum von einem Neubeginn: mit einem sich weitgehend selbst konstruierenden Menschen, der in einer repressionsfreien, von der Last der Vergangenheit befreiten Gesellschaft aufwächst. Derartige Illusionen halten der Wirklichkeit nicht stand. Erziehung ist eine anthropologische Notwendigkeit, der pädagogische Auftrag lässt sich nicht beliebig relativieren und entwicklungspsychologische Erkenntnisse müssen anerkannt werden. Radikale Reformwünsche, die sich als moralisch unantastbar darstellen, haben häufig genug zu schmerzvollen pädagogischen Irrwegen geführt. Es wird deshalb dafür plädiert, zur Sachlichkeit zurückzukehren. Historische Wandlungsprozesse und neue pädagogische Aufgaben lassen sich nur dann bewältigen, wenn illusionäre Verkennungen und ideologische Überfrachtungen aufgegeben werden. Nur so kann ein realistisches und zeitgemäßes Bild darüber entstehen, was Schule heute leisten sollte und was sie Kindern ermöglichen muss.
Autorentext
Professor Dr. Bernd Ahrbeck ist Lehrstuhlinhaber für Psychoanalytische Pädagogik an der Internationalen Psychoanalytischen Universität (IPU-Berlin); zuvor lehrte er an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Zusammenfassung
Gewissheiten im Erziehungsgeschehen geraten gegenwartig ins Wanken. In stark ideologisch aufgeladenen, von politischer Korrektheit gepragten Entwurfen werden Grenzen auf irritierende Weise infrage gestellt. Etwa zwischen den Geschlechtern im Gender Mainstreaming oder zwischen Behinderung und Nichtbehinderung im Inklusionsdiskurs. Unterschiede zwischen Menschen werden nur noch schwer ausgehalten. Niemand soll zuruckstehen und alle moglichst gleich sein. Dahinter steckt der Traum von einem Neubeginn: mit einem sich weitgehend selbst konstruierenden Menschen, der in einer repressionsfreien, von der Last der Vergangenheit befreiten Gesellschaft aufwachst. Derartige Illusionen halten der Wirklichkeit nicht stand. Erziehung ist eine anthropologische Notwendigkeit, der pdagogische Auftrag lsst sich nicht beliebig relativieren und entwicklungspsychologische Erkenntnisse mssen anerkannt werden. Radikale Reformwnsche, die sich als moralisch unantastbar darstellen, haben hufig genug zu schmerzvollen pdagogischen Irrwegen gefhrt. Es wird deshalb dafr pldiert, zur Sachlichkeit zurckzukehren. Historische Wandlungsprozesse und neue pdagogische Aufgaben lassen sich nur dann bewltigen, wenn illusionre Verkennungen und ideologische berfrachtungen aufgegeben werden. Nur so kann ein realistisches und zeitgemes Bild darber entstehen, was Schule heute leisten sollte und was sie Kindern ermglichen muss.
Autorentext
Professor Dr. Bernd Ahrbeck ist Lehrstuhlinhaber für Psychoanalytische Pädagogik an der Internationalen Psychoanalytischen Universität (IPU-Berlin); zuvor lehrte er an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Zusammenfassung
Gewissheiten im Erziehungsgeschehen geraten gegenwartig ins Wanken. In stark ideologisch aufgeladenen, von politischer Korrektheit gepragten Entwurfen werden Grenzen auf irritierende Weise infrage gestellt. Etwa zwischen den Geschlechtern im Gender Mainstreaming oder zwischen Behinderung und Nichtbehinderung im Inklusionsdiskurs. Unterschiede zwischen Menschen werden nur noch schwer ausgehalten. Niemand soll zuruckstehen und alle moglichst gleich sein. Dahinter steckt der Traum von einem Neubeginn: mit einem sich weitgehend selbst konstruierenden Menschen, der in einer repressionsfreien, von der Last der Vergangenheit befreiten Gesellschaft aufwachst. Derartige Illusionen halten der Wirklichkeit nicht stand. Erziehung ist eine anthropologische Notwendigkeit, der pdagogische Auftrag lsst sich nicht beliebig relativieren und entwicklungspsychologische Erkenntnisse mssen anerkannt werden. Radikale Reformwnsche, die sich als moralisch unantastbar darstellen, haben hufig genug zu schmerzvollen pdagogischen Irrwegen gefhrt. Es wird deshalb dafr pldiert, zur Sachlichkeit zurckzukehren. Historische Wandlungsprozesse und neue pdagogische Aufgaben lassen sich nur dann bewltigen, wenn illusionre Verkennungen und ideologische berfrachtungen aufgegeben werden. Nur so kann ein realistisches und zeitgemes Bild darber entstehen, was Schule heute leisten sollte und was sie Kindern ermglichen muss.
Titel
Was Erziehung heute leisten kann
Untertitel
Pädagogik jenseits von Illusionen
Autor
EAN
9783170369269
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Genre
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
2 MB
Anzahl Seiten
216
Lesemotiv
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