Als Vor-Einleitungen können Vorworte den Sinn haben, eine erste Klärung d- sen zu vermitteln, was im Folgenden zu erwarten ist. Dem soll hier entsprochen werden. Es geht weder um eine allgemeine Geschichte der Pädagogik noch um eine Geschichte der Sozialpädagogik, wie sie als Ausschnittspädagogik heute meist verstanden wird. Beabsichtigt ist etwas anderes: Die Freilegung einer W- sensschicht in der Pädagogik, der bislang nicht die ihr gebührende Aufmerks- keit zuteil wurde: das Soziale der Pädagogik. Weder Erziehung noch die pä- gogische Reflexion über sie erfolgen in einem außer-sozialen Bereich, sondern sie sind immer gesellschaftlich fundiert und begründet. Obwohl dies prinzipiell zutrifft, setzte in der Geschichte der Pädagogik erst zu einer spezifischen Zeit ein Punkt ein, an dem sich dieses Bewusstsein kristallisierte, indem man sich - wusst wurde, eine soziale Pädagogik zu vertreten, die auch als Sozialpäda- gik formuliert wurde. Dies war eng verbunden mit dem Anspruch, soziale Pr- leme zu lösen, wie Sozialität in erster Linie als Krisenthema existierte. Die soziale Frage bezeugt dies in besonderem Maße, ohne dass die nachstehenden Ausführungen nur auf sie bezogen wären. Sie bildet lediglich einen Ankerpunkt der Verdeutlichung, um zu zeigen, wie eine soziale Pädagogik in einem vora- setzungsvollen Prozess erfunden werden konnte, und wie in Auseinanders- zungen um sie verschiedene Sozialpädagogiken entwickelt wurden. Diesen Weg und seine zentralen Gabelungen nachzuzeichnen, ist das Ziel dieser Studie. Ohne Unterstützung hätte die Rekonstruktion dieses Weges nicht gelingen können.
Pädagogische Theorien haben sich vor dem Hintergrund der Krisenerfahrungen des 'langen 19. Jahrhunderts' fundamental geändert. Erziehung wurde als Option der Bearbeitung sozialer, kultureller und politischer Probleme konzipiert. Eine wesentliche Folge war die Etablierung der Sozialpädagogik. Ausgehend vom Beginn des 19. Jahrhunderts zeichnet die Studie den Weg pädagogischer Krisenbearbeitung nach, sie analysiert die "Erfindung" einer explizit sozialen Pädagogik und rekonstruiert deren weiteren Verlauf bis zum Ende der Weimarer Demokratie.
Vorwort
Der lange Weg der Pädagogik zum Sozialen
Autorentext
PD Dr. Bernd Dollinger ist wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl Sozialpädagogik der Universität Bamberg.
Klappentext
Pädagogische Theorien haben sich vor dem Hintergrund der Krisenerfahrungen des langen 19. Jahrhunderts fundamental geändert. Erziehung wurde als Option der Bearbeitung sozialer, kultureller und politischer Probleme konzipiert. Eine wesentliche Folge war die Etablierung der Sozialpädagogik.
Ausgehend vom Beginn des 19. Jahrhunderts zeichnet die Studie den Weg pädagogischer Krisenbearbeitung nach, sie analysiert die Erfindung einer explizit sozialen Pädagogik und rekonstruiert deren weiteren Verlauf bis zum Ende der Weimarer Demokratie.
Inhalt
Bezugspunkte.- Methodologie: Die Analyse sozialer Pädagogik.- Gesellschaftliche Modernisierung im pädagogischen Diskurs.- Sozialpädagogik im Kontext politischer Restauration.- Pädagogische Sozialkonstruktionen.- Synthesen und Spezifizierungen.- Die soziale Dimension der Pädagogik.- Quellen- und Literaturverzeichnis.
Pädagogische Theorien haben sich vor dem Hintergrund der Krisenerfahrungen des 'langen 19. Jahrhunderts' fundamental geändert. Erziehung wurde als Option der Bearbeitung sozialer, kultureller und politischer Probleme konzipiert. Eine wesentliche Folge war die Etablierung der Sozialpädagogik. Ausgehend vom Beginn des 19. Jahrhunderts zeichnet die Studie den Weg pädagogischer Krisenbearbeitung nach, sie analysiert die "Erfindung" einer explizit sozialen Pädagogik und rekonstruiert deren weiteren Verlauf bis zum Ende der Weimarer Demokratie.
Vorwort
Der lange Weg der Pädagogik zum Sozialen
Autorentext
PD Dr. Bernd Dollinger ist wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl Sozialpädagogik der Universität Bamberg.
Klappentext
Pädagogische Theorien haben sich vor dem Hintergrund der Krisenerfahrungen des langen 19. Jahrhunderts fundamental geändert. Erziehung wurde als Option der Bearbeitung sozialer, kultureller und politischer Probleme konzipiert. Eine wesentliche Folge war die Etablierung der Sozialpädagogik.
Ausgehend vom Beginn des 19. Jahrhunderts zeichnet die Studie den Weg pädagogischer Krisenbearbeitung nach, sie analysiert die Erfindung einer explizit sozialen Pädagogik und rekonstruiert deren weiteren Verlauf bis zum Ende der Weimarer Demokratie.
Inhalt
Bezugspunkte.- Methodologie: Die Analyse sozialer Pädagogik.- Gesellschaftliche Modernisierung im pädagogischen Diskurs.- Sozialpädagogik im Kontext politischer Restauration.- Pädagogische Sozialkonstruktionen.- Synthesen und Spezifizierungen.- Die soziale Dimension der Pädagogik.- Quellen- und Literaturverzeichnis.
Titel
Die Pädagogik der Sozialen Frage
Untertitel
(Sozial-)Pädagogische Theorie vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Ende der Weimarer Republik
Autor
EAN
9783531900872
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Genre
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
2.41 MB
Anzahl Seiten
474
Lesemotiv
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