Brigitte Kronauer, 1940 in Essen geboren, lebte als freie Schriftstellerin in Hamburg. Ihr schriftstellerisches Werk wurde unter anderem mit dem Fontane-Preis der Stadt Berlin, mit dem Heinrich-Böll-Preis, dem Hubert-Fichte-Preis der Stadt Hamburg, dem Joseph-Breitbach-Preis und dem Jean-Paul-Preis ausgezeichnet. 2005 wurde ihr von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung der Büchner-Preis verliehen. Brigitte Kronauer verstarb im Juli 2019. Die »Favoriten«: Georg Büchner, Joseph Conrad, William Faulkner, Hubert Fichte, Grimmelshausen, Knut Hamsun, Helmut Heißenbüttel, Eckhard Henscheid, Gerard Manley Hopkins, Victor Hugo, Herman Melville, Eduard Mörike, Hans Erich Nossack, Jean Paul, Wilhelm Raabe, Marie-Luise Scherer, Adalbert Stifter, Robert Walser, William Carlos Williams, Ror Wolf, Virginia Woolf

»Kronauer meint es ernst mit der Literatur und dem »nüchternen Außer-sich-Sein«, das sie Heißenbüttel attestiert. Sie meint es, sensible Ethikerin, ernst mit der Moral der Kunst. Gegen den Kleinmut, von den großen Themen nur noch in Zitaten zu reden, setzt sie die Kühnheit der eigenen, kräftigen Empfindung; gegen die trostlose Rechtschaffenheit eines Naturalismus die Ausschweifungen ihrer Sprachlabyrinthe.« Michael Maar, Zeit Literatur, März 2011 »Viel mehr aber als Lektüreempfehlungen oder ästhetische Deutungen von Kollegen kann man diese Essays als Teilstücke einer eigenen Poetologie lesen.« Wiebke Porombka, FAZ, 02.10.2010 »Die Kronauersche Leselust scheint unbändig und obschon die Autorin die Werke anderer nicht als Folie braucht, um die eigene Schreibpraxis zu verhandeln, ist die Präzision, die Eindringlichkeit, die man aus ihren Prosawerken kennt, auch hier in jeder Zeile spürbar.« Neue Zürcher Zeitung, 10.02.2011

Inhalt
DIE WIRKSAMKEIT AUF DER ZUNGE Vorbemerkung 9 REDSELIGES BOLLWERK Wilhelm Raabe - eine Entdeckung 14 DER ZEHNFÄLTIGE HAMSUN Zum 150. Geburtstag des Schriftstellers 20 »ER MACHTE MICH UNSICHER« Zu Joseph Conrad 29 SKEPTISCHER RIESENGESANG Herman Melvilles Versepos Clarel 41 LOB DER NACHTIGALL Rede zum Grimmelshausen-Preis 50 MEINE MUTTER STAND FREMD UND FERN HINTER DER KASSE Vorwort zu einem Ror-Wolf-Lesebuch 57 »BUSSARD ABSEGELT PLANQUADRAT« Laudatio auf Helmut Heißenbüttel 66 PRACHTEXEMPLAR DES GERINGEN Büchner-Preis-Rede 77 »EIN ÄSTHET? DASS ICH NICHT LACHE!« Zu William Carlos Williams' Autobiographie 88 WIE HAT ES DAS NATURSCHAUSPIEL MIR ANGETAN Zu Robert Walser 96 WOVOR MAN SCHEUT, WONACH MAN VERLANGT Eine Rede auf Eduard Mörike 113 DAS MEISTERWERK ALS KATASTROPHE Zu Victor Hugos Die Arbeiter des Meeres 124 DAS RICHTIGERE WORT Laudatio auf Marie-Luise Scherer 132 NIE IN DIE KARRIERE DESERTIERT Einige Sätze zu Hans Erich Nossack 140 DAS IDYLL DER BEGRIFFE Zu Adalbert Stifter (1978) 145 LEBEN; LONDON; DIESER JUNI-AUGENBLICK Notiz zu Mrs Dalloway von Virginia Woolf 154 GOTT, DAS ERZBESONDERE UND DER SPRUNGRHYTHMUS Zum 150. Geburtstag des englischen Lyrikers Gerard Manley Hopkins 156 GESELLSCHAFT IM WETTERLEUCHTEN William Faulkners Licht im August 166 ZAUBER UND ZAHL Kleiner Rückblick auf Hubert Fichte zu seinem 75. Geburtstag 173 HENSCHEIDS POESIEN Aspekte zu seinem Werk 175 DIE LERCHE IN DER LUFT UND IM NEST Zu Jean Paul 197
Titel
Favoriten
Untertitel
Aufsätze zur Literatur
EAN
9783608104257
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Veröffentlichung
21.06.2013
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
3.67 MB
Anzahl Seiten
198
Auflage
1. Auflage 2010
Lesemotiv