Die Gesellschaften Europas, in denen wir heute leben, werden zunehmend komplex. Ethnische, religiöse und kulturelle Konflikte durchziehen sie und machen eine Suche nach neuen Entwürfen des Zusammenlebens erforderlich. Will eine Gesellschaft kulturelle Vielfalt und Persönlichkeitsrechte unter einen Hut bringen, das zeigt Cinzia Sciuto in ihrem Buch, muss sie zwischen Staat und Religion unterscheiden. Sie muss laizistisch sein. Laizität ermöglicht den diversen Spielarten von Religionen und Weltsichten erst, in einer pluralistischen Gesellschaft nebeneinander zu existieren. Sie garantiert auf der einen Seite die Religionsfreiheit, gleichzeitig legt sie jedoch Prinzipien fest, von denen nicht abgewichen werden darf, auch nicht im Namen irgendeiner Gottheit. Laizität ist die vorpolitische Voraussetzung für ein ziviles Zusammenleben in einer komplexen Gesellschaft, in dem die Freiheiten und Menschenrechte von allen respektiert werden. Dieser politische Essay in der Art wie die von Carolin Emcke oder Hamed Abdel-Samad zeigt die problematische Kehrseite des Multikulturalismus. Wo Anerkennung und Respekt für die Identitäten der diversen ethnischen, religiösen und kulturellen Bestandteile einer Gesellschaft eingefordert werden, läuft man Gefahr zu vergessen, dass jeder Einzelne Träger seiner subjektiven Rechte ist und keine Gruppenzugehörigkeit diese ihm streitig machen kann. Cinzia Sciuto stellt die Prioritäten wieder auf die Füße: Das Individuum ist Träger von Identitäten und Zugehörigkeiten, anstatt dass es von seiner Zugehörigkeit definiert wird.
Autorentext
Cinzia Sciuto, geboren 1981, hat in Philosophie an der Sapienza Università in Rom promoviert. Sie arbeitet als Journalistin und ist Redakteurin der italienischen Zeitschrift für Philosophie und Politik "MicroMega2, schreibt u.?a. für die Wochenzeitung "L'Espresso" und kommentiert in europäischen und deutschen Medien, etwa in der taz oder in Arte, die gegenwärtige Situation. In ihrem Blog animabella.it setzt sie sich mit Säkularismus, Frauenrechten, Demokratie und Fragen der Bioethik auseinander. Sie lebt mit ihrer Familie in Frankfurt am Main.
Zusammenfassung
Die Gesellschaften Europas, in denen wir heute -leben, werden zunehmend komplex. Ethnische, religiose und kulturelle Konflikte durchziehen sie und machen eine Suche nach neuen Entwurfen des Zusammenlebens erforderlich. Will eine Gesellschaft kulturelle Vielfalt und Personlichkeitsrechte unter -einen Hut bringen, das zeigt Cinzia Sciuto in ihrem Buch, muss sie zwischen Staat und Religion unterscheiden. Sie muss laizistisch sein. Laizitat ermoglicht den diversen Spielarten von Religionen und Weltsichten erst, in einer pluralistischen Gesellschaft nebeneinander zu existieren. Sie garantiert auf der einen Seite die Religionsfreiheit, gleichzeitig legt sie jedoch Prinzipien fest, von denen nicht abgewichen werden darf, auch nicht im Namen irgend-einer Gottheit. Laizitat ist die vorpolitische Voraus-setzung fur ein ziviles Zusammenleben in einer komplexen Gesellschaft, in dem die Freiheiten und Menschenrechte von allen respektiert werden. Dieser politische Essay in der Art wie die von Carolin Emcke oder Hamed Abdel-Samad zeigt die problematische Kehrseite des Multikulturalismus. Wo Anerkennung und Respekt fr die Identitten der diversen ethnischen, religisen und kulturellen Bestandteile einer Gesellschaft eingefordert werden, luft man Gefahr zu vergessen, dass jeder Einzelne Trger seiner subjektiven Rechte ist und keine Gruppenzugehrigkeit diese ihm streitig machen kann. Cinzia Sciuto stellt die Prioritten wieder auf die Fe: Das Individuum ist Trger von Identitten und Zugehrigkeiten, anstatt dass es von seiner Zugehrigkeit definiert wird.
Autorentext
Cinzia Sciuto, geboren 1981, hat in Philosophie an der Sapienza Università in Rom promoviert. Sie arbeitet als Journalistin und ist Redakteurin der italienischen Zeitschrift für Philosophie und Politik "MicroMega2, schreibt u.?a. für die Wochenzeitung "L'Espresso" und kommentiert in europäischen und deutschen Medien, etwa in der taz oder in Arte, die gegenwärtige Situation. In ihrem Blog animabella.it setzt sie sich mit Säkularismus, Frauenrechten, Demokratie und Fragen der Bioethik auseinander. Sie lebt mit ihrer Familie in Frankfurt am Main.
Zusammenfassung
Die Gesellschaften Europas, in denen wir heute -leben, werden zunehmend komplex. Ethnische, religiose und kulturelle Konflikte durchziehen sie und machen eine Suche nach neuen Entwurfen des Zusammenlebens erforderlich. Will eine Gesellschaft kulturelle Vielfalt und Personlichkeitsrechte unter -einen Hut bringen, das zeigt Cinzia Sciuto in ihrem Buch, muss sie zwischen Staat und Religion unterscheiden. Sie muss laizistisch sein. Laizitat ermoglicht den diversen Spielarten von Religionen und Weltsichten erst, in einer pluralistischen Gesellschaft nebeneinander zu existieren. Sie garantiert auf der einen Seite die Religionsfreiheit, gleichzeitig legt sie jedoch Prinzipien fest, von denen nicht abgewichen werden darf, auch nicht im Namen irgend-einer Gottheit. Laizitat ist die vorpolitische Voraus-setzung fur ein ziviles Zusammenleben in einer komplexen Gesellschaft, in dem die Freiheiten und Menschenrechte von allen respektiert werden. Dieser politische Essay in der Art wie die von Carolin Emcke oder Hamed Abdel-Samad zeigt die problematische Kehrseite des Multikulturalismus. Wo Anerkennung und Respekt fr die Identitten der diversen ethnischen, religisen und kulturellen Bestandteile einer Gesellschaft eingefordert werden, luft man Gefahr zu vergessen, dass jeder Einzelne Trger seiner subjektiven Rechte ist und keine Gruppenzugehrigkeit diese ihm streitig machen kann. Cinzia Sciuto stellt die Prioritten wieder auf die Fe: Das Individuum ist Trger von Identitten und Zugehrigkeiten, anstatt dass es von seiner Zugehrigkeit definiert wird.
Titel
Die Fallen des Multikulturalismus
Untertitel
Laizität und Menschenrechte in einer vielfältigen Gesellschaft
Autor
Übersetzer
EAN
9783858698919
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
0.26 MB
Anzahl Seiten
180
Auflage
1. Auflage 2020
Lesemotiv
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