Er ist programmiert, sie zu töten. Sie ist bereit, ihn zu vernichten. Bis sie sich näher kommen als gedacht ...
Noemi ist bereit zu sterben, um ihren Planeten gegen die Erde zu verteidigen. Als sie in einem verlassenen Raumschiff nach Hilfe für ihre schwer verletzte Freundin sucht, trifft sie auf Abel, die perfekteste künstliche Intelligenz, die je entwickelt wurde. Er ist programmiert, sie zu töten. Gleichzeitig aber muss Abel dem ranghöchsten Menschen an Bord gehorchen. So gelingt es Noemi, ihm das Geheimnis zu entlocken, das ihren Planeten retten kann. Dafür müsste sie Abel zerstören. Doch Abel sieht nicht nur aus wie ein Mensch aus Fleisch und Blut. Je näher sich die beiden auf der lebensgefährlichen Mission kommen, desto klarer wird Noemi: Er fühlt auch wie ein Mensch. Bald steht er längst nicht mehr nur aus programmiertem Gehorsam zu ihr. Aber ist er wirklich frei, alles für sie zu tun?

Die »New York Times«-Bestsellerautorin Claudia Gray machte sich einen Namen mit ihren Young-Adult-Romanen wie der Evernight-Serie (auf Deutsch erschienen bei Penhaligon und Blanvalet). Bevor Claudia Gray sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete sie als Anwältin, Journalistin und DJ. Seit ihrer Kindheit interessiert sie sich für Filmklassiker, die Stile vergangener Epochen und Architektur. Heute lebt sie in New Orleans mit ihrem Mann und einigen Hunden.

Perfekte Mischung aus Spannung, Action und Romantik

Autorentext
Die »New York Times«-Bestsellerautorin Claudia Gray machte sich einen Namen mit ihren Young-Adult-Romanen wie der Evernight-Serie (auf Deutsch erschienen bei Penhaligon und Blanvalet). Bevor Claudia Gray sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete sie als Anwältin, Journalistin und DJ. Seit ihrer Kindheit interessiert sie sich für Filmklassiker, die Stile vergangener Epochen und Architektur. Heute lebt sie in New Orleans mit ihrem Mann und einigen Hunden.

Leseprobe

1

In drei Wochen wird Noemi Vidal sterben - genau hier, an diesem Ort.

Heute ist es nur eine Übung.

Noemi würde gerne beten wie die anderen Soldaten ringsum. Das sanfte An- und Abschwellen ihrer flüsternden Stimmen klingt wie der Wellenschlag am Strand. In der Schwerelosigkeit wirkt es sogar so, als befänden sie sich unter Wasser - ihr Haar steht fächerartig vom Kopf ab, ihre gestiefelten Beine baumeln von den Sitzen, als würden sie in der Brandung treiben. Nur das dunkle Sternenfeld draußen vor den wenigen kleinen Fenstern verrät, wie weit weg von zu Hause sie sind.

Die Soldaten um sie herum gehören den unterschiedlichsten Glaubensgemeinschaften an. Die meisten Anhänger der Buchreligionen sitzen nah beieinander: Die Juden halten einander an den Händen; den Muslimen hat man eine Ecke zugewiesen, in der sie besser in Richtung Mekka beten können, von hier aus nur ein weit entfernter Punkt am Himmel. Wie die anderen Mitglieder der Zweiten Katholischen Kirche hält Noemi ihren Rosenkranz in der Hand, das kleine, aus Stein gemeißelte Kruzifix schwebt neben ihrem Gesicht. Sie umfasst ihn fester und wünschte, sie würde sich nicht so leer fühlen. So klein. Würde nicht so verzweifelt am Leben hängen, mit dem sie bereits abgeschlossen hat.

Jeder einzelne Teilnehmer hat sich freiwillig gemeldet und doch ist keiner wirklich bereit zu sterben. Hier im Innern des Truppentransporters scheint die Luft vor erbitterter Entschlossenheit zu knistern.

Zwanzig Tage, ruft Noemi sich in Erinnerung. Mir bleiben noch zwanzig Tage.

Das ist kein großer Trost. Und so wirft sie einen Blick quer über die Reihe zu ihrer besten Freundin, die nicht zur Kampftruppe gehört und nur mit von der Partie ist, um potenzielle Flugrouten für die Masada-Offensive zu ermitteln, und nicht, um dabei zu sterben. Esther Gatson hält die Augen in inbrünstigem Gebet geschlossen. Wenn Noemi auch so beten könnte, hätte sie vielleicht nicht solche Angst. Esthers lange, goldblonde Haare sind zu dicken Zöpfen geflochten und hochgesteckt, sodass sie ihren Kopf wie ein Heiligenschein umrahmen, und Noemi spürt, wie sie von neuem Mut erfüllt wird.

Ich tue das für Esther. Wenn ich schon sonst niemanden retten kann, dann wenigstens sie.

Jedenfalls für eine Weile.

Die meisten der neben Noemi festgeschnallten Soldaten sind zwischen sechzehn und achtundzwanzig. Noemi ist erst siebzehn. Ihre Generation dezimiert sich selbst.

Und die Masada-Offensive wird ihr größtes Opfer werden.

Es ist ein Himmelfahrtskommando - auch wenn niemand von Selbstmord sprechen will. Hundertfünzig Schiffe werden gleichzeitig zuschlagen, alle auf dasselbe Ziel. Hundertfünfzig Schiffe werden sich selbst in die Luft jagen. Noemi wird eines davon fliegen.

Die Masada-Offensive wird den Krieg nicht zu ihren Gunsten entscheiden. Aber sie wird Genesis Zeit erkaufen. Ihr Leben gegen Zeit.

Nein. Erneut sieht Noemi zu Esther. Dein Leben für ihres.

In den vergangenen Jahren sind Tausende in diesem Krieg gefallen und ein Sieg ist nicht in Sicht. Das Raumschiff, auf dem sie sich befinden, ist fast vierzig Jahre alt, somit eines der neuesten in der Genesis-Flotte. Aber jeder auch nur flüchtige Blick zeigt Noemi einen weiteren Mangel: die geflickte Stelle, die auf einen Riss im Rumpf hindeutet, die zerkratzten Fensterscheiben, die die Sterne draußen verschwommen erscheinen lassen, und die abgenutzten Gurte, mit denen sie und ihre Mitstreiter auf ihren Sitzen angeschnallt sind. Sie müssen sogar den Einsatz künstlicher Schwerkraft begrenzen, um Energie zu sparen.

Das ist der Preis, den Genesis für seine intakte Umwelt bezahlt, für die Gesundheit und Kraft jedes Lebewesens in ihrer Welt. Genesis stellt nichts Neues her, solange es noch etwas Altes gibt, was funktioniert. Der Schwur, d

Titel
Constellation - Gegen alle Sterne
Untertitel
Spannende Romantasy
EAN
9783641193980
Format
E-Book (epub)
Altersempfehlung
14 bis 18 Jahre
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
1.87 MB
Anzahl Seiten
512
Features
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
Lesemotiv