In der völlig neuen Romanreihe "Fürstenkrone" kommt wirklich jeder auf seine Kosten, sowohl die Leserin der Adelsgeschichten als auch jene, die eigentlich die herzerwärmenden Mami-Storys bevorzugt. Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen höherschlagen lassen. Wer möchte nicht wissen, welche geheimen Wünsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und genießt "diese" Wirklichkeit. "Fürstenkrone" ist vom heutigen Romanmarkt nicht mehr wegzudenken. »Also, was S' mir da grad gesagt haben, Berninger, das würd geradezu lächerlich klingen, wenn's net so absolut ungeheuerlich wär!« Fürst Otto von Thoringen schüttelte amüsiert den Kopf, während er seinen Stallmeister ansah. Hans Berninger war fünfundfünfzig Jahre alt, hatte aber bereits schütteres Haar und ein kleiner Bauchansatz verriet, dass er einem guten Leben nicht abgeneigt war. Seit seinem vierzehnten Lebensjahr stand er in Diensten des Fürstenhauses Thoringen, und seit exakt dreißig Jahren war er als Stallmeister für die Pferde auf Schloss Thörl verantwortlich. »Durchlaucht«, sagte er, »glauben S' mir, ich hab ihn selbst gesehen, den Grafen, als er im Hotel Schwan eingetroffen ist. Imposanter hätt selbst ..., entschuldigen S', aber ich weiß net mit wem man's vergleichen könnt, auftreten können.« Fürst Otto ging in seinem Arbeitszimmer langsam zum Fenster. Er war zwar fünf Jahre älter als sein Stallmeister, hatte jedoch noch eine drahtige Figur, außerdem volles dunkles Haar und den aristokratischen Kopf mit der hohen Stirn und der schmalen Nase derer von Thoringen! Seit über vierhundert Jahren, als der erste Vorfahre des amtierenden Fürsten sich am Fluss des Predigtstuhls im Ammergau niedergelassen hatte, war die Familie dort zu Hause. Schloss Thörl wurde 1580 im Stil der Renaissance errichtet, und da alle regierenden Fürsten des Hauses Thoringen Kunstliebhaber gewesen waren, barg es unschätzbare Stücke der europäischen Kulturepochen. »Und wie hat er sich genannt, der Herr Graf? Was S' vorhin gesagt haben, das kann ich nämlich nicht glauben.« Fürst Otto sah seinen Stallmeister fragend an. »Es ist aber so, Durchlaucht«, antwortete der, »von Wertenfels hat er gesagt, Botho von Wertenfels. Ich bin extra noch mal zur Rezeption gegangen und hab den Empfangschef gefragt.« »Einen Grafen dieses Namens gibt es nicht!« Fürst Otto sah immer noch aus dem Fenster. Der erste neue Schnee lag bereits auf den Gipfeln der umliegenden Berge, und das Laub der Bäume schimmerte schon bunt in herbstlichen Farben.



Zusammenfassung
Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen hoherschlagen lassen. Wer mochte nicht wissen, welche geheimen Wunsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und geniet "e;diese"e; Wirklichkeit. "e;Also, was S' mir da grad gesagt haben, Berninger, das wrd geradezu lcherlich klingen, wenn's net so absolut ungeheuerlich wr!"e; Frst Otto von Thoringen schttelte amsiert den Kopf, whrend er seinen Stallmeister ansah. Hans Berninger war fnfundfnfzig Jahre alt, hatte aber bereits schtteres Haar und ein kleiner Bauchansatz verriet, dass er einem guten Leben nicht abgeneigt war. Seit seinem vierzehnten Lebensjahr stand er in Diensten des Frstenhauses Thoringen, und seit exakt dreiig Jahren war er als Stallmeister fr die Pferde auf Schloss Thrl verantwortlich. "e;Durchlaucht"e;, sagte er, "e;glauben S' mir, ich hab ihn selbst gesehen, den Grafen, als er im Hotel Schwan eingetroffen ist. Imposanter htt selbst entschuldigen S', aber ich wei net mit wem man's vergleichen knnt, auftreten knnen."e; Frst Otto ging in seinem Arbeitszimmer langsam zum Fenster. Er war zwar fnf Jahre lter als sein Stallmeister, hatte jedoch noch eine drahtige Figur, auerdem volles dunkles Haar und den aristokratischen Kopf mit der hohen Stirn und der schmalen Nase derer von Thoringen! Seit ber vierhundert Jahren, als der erste Vorfahre des amtierenden Frsten sich am Fluss des Predigtstuhls im Ammergau niedergelassen hatte, war die Familie dort zu Hause. Schloss Thrl wurde 1580 im Stil der Renaissance errichtet, und da alle regierenden Frsten des Hauses Thoringen Kunstliebhaber gewesen waren, barg es unschtzbare Stcke der europischen Kulturepochen. "e;Und wie hat er sich genannt, der Herr Graf? Was S' vorhin gesagt haben, das kann ich nmlich nicht glauben."e; Frst Otto sah seinen Stallmeister fragend an. "e;Es ist aber so, Durchlaucht"e;, antwortete der, "e;von Wertenfels hat er gesagt, Botho von Wertenfels. Ich bin extra noch mal zur Rezeption gegangen und hab den Empfangschef gefragt."e; "e;Einen Grafen dieses Namens gibt es nicht!"e; Frst Otto sah immer noch aus dem Fenster. Der erste neue Schnee lag bereits auf den Gipfeln der umliegenden Berge, und das Laub der Bume schimmerte schon bunt in herbstlichen Farben.
Titel
Der falsche Graf
Untertitel
Frstenkrone 137 - Adelsroman
EAN
9783740930042
Format
E-Book (epub)
Veröffentlichung
09.10.2018
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
0.16 MB
Anzahl Seiten
100