Das NUMA-Team stößt vor der Küste Nicaraguas auf einen Palast, der vor langer Zeit im Meer versunken ist. Er scheint in einem geheimnisvollen Zusammenhang mit der Legende von Troja zu stehen. Gleichzeitig entdeckt Dirk Pitt ein gigantisches Tunnelsystem zwischen dem Atlantik und der Pazifikküste. Und kommt einem unfassbaren Plan auf die Spur, der die ganze Menschheit mit dem Untergang bedroht ...

Seit er 1973 seinen ersten Helden Dirk Pitt erfand, ist jeder Roman von Clive Cussler ein "New York Times"-Bestseller. Auch auf der deutschen SPIEGEL-Bestsellerliste ist jeder seiner Romane vertreten. 1979 gründete er die reale NUMA, um das maritime Erbe durch die Entdeckung, Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu bewahren. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2020 in der Wüste von Arizona und in den Bergen Colorados.

Autorentext
Seit er 1973 seinen ersten Helden Dirk Pitt erfand, ist jeder Roman von Clive Cussler ein »New York Times«-Bestseller. Auch auf der deutschen SPIEGEL-Bestsellerliste ist jeder seiner Romane vertreten. 1979 gründete er die reale NUMA, um das maritime Erbe durch die Entdeckung, Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu bewahren. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2020 in der Wüste von Arizona und in den Bergen Colorados.

Leseprobe

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Elegant und kraftvoll glitt ein großer, gut viereinhalb Meter langer Hammerhai durch das klare Wasser, wie eine graue Wolke, die über eine Wiese zieht. Die großen Augen zu beiden Seiten des flachen, wie ein Stabilisator wirkenden Auswuchses über seiner Schnauze erfassten eine Bewegung, worauf er mit dem Kopf herumfuhr und das Wesen musterte, das unter ihm durch den Korallenwald schwamm. Das Ding sah nicht wie ein Fisch aus. Es war schwarz, hatte zwei rote Längsstreifen an beiden Seiten, und hinten ragten zwei Flossen heraus. Der mächtige Hai befand es für ungenießbar und setzte seine unermüdliche Suche nach einer ansprechenderen Beute fort, ohne zu ahnen, dass dieses sonderbare Wesen ein Leckerbissen sondergleichen gewesen wäre.

Summer Pitt hatte den Hai bemerkt, beachtete ihn aber nicht weiter, sondern widmete sich ihren Forschungen an dem Korallenriff in der Navidad Bank, siebzig Meilen nordöstlich der Dominikanischen Republik gelegen. Diese rund fünfzig Quadratkilometer umfassende Untiefe bestand aus einer Reihe gefährlicher Korallenriffe, die teils nur einen, teils bis zu dreißig Meter unter dem Meeresspiegel lagen. Im Laufe von vier Jahrhunderten waren mindestens zweihundert Schiffe an den scharfzackigen Korallen zerschellt, die ein aus den Tiefen des Atlantischen Ozeans emporreichendes Unterwassergebirge krönten.

Die Korallen in diesem Gebiet waren wunderschön, kerngesund und ragten hie und da bis zu fünfzehn Meter hoch vom Meeresboden auf. Hier gab es zarte Venusfächer und stattliche Hirnkorallen, bunte Geweihkorallen und Seepeitschen, die überall im weiten Blau wucherten wie in einem prachtvollen Garten voller verlockender Kreuzgänge und Grotten. Summer kam sich vor, als schwimme sie durch ein Labyrinth aus Höhlen und Galerien, die manchmal jählings endeten, mitunter aber auch in Schluchten und Cañons führten, die so breit waren, dass man mit einem schweren Lastwagen hätte hindurchfahren können.

Obwohl die Wassertemperatur gut und gern siebenundzwanzig Grad betrug, steckte Summer Pitt von Kopf bis Fuß in einem Viking Pro Turbo 100, einem strapazierfähigen Trockentauchanzug aus vulkanisiertem Gummi. Der schwere, schwarz-rote Anzug, der keinen Zentimeter ihres Körpers unbedeckt ließ, sollte sie vor den chemischen und biologischen Schadstoffen schützen, deren Auswirkung auf die Korallen sie untersuchen wollte.

Sie warf einen Blick auf ihren Kompass und hielt sich etwas weiter nach links, legte die Hände auf den Rücken und verschränkte sie unter den Doppelflaschen, um den Wasserwiderstand zu mindern, und bewegte sich mit raschen Flossenschlägen vorwärts. Sie kam sich in dem sperrigen Anzug und mit der Vollgesichtsbrille unbeholfen vor.

Ihre Figur konnte man in dem weiten Gummianzug kaum erkennen. Nur die klaren grauen Augen hinter dem Glas und die rote Locke, die unter der Kapuze hervorlugte, deuteten auf ihre Schönheit hin.

Summer liebte die See und tauchte für ihr Leben gern. Jeder Tauchgang war für sie ein Ausflug in eine unbekannte Welt. Oftmals stellte sie sich vor, sie sei eine Meerjungfrau, in deren Adern Salzwasser floss. Auf Drängen ihrer Mutter hin hatte sie am Scripps Institute of Oceanography Meeresbiologie studiert und ihr Diplom mit Auszeichnung erworben. Gleichzeitig hatte ihr Zwillingsbruder Dirk sein Examen in Meerestechnologie an der Florida Atlantic University bestanden.

Kurz nach ihrer Rückkehr nach Hawaii hatte ihnen ihre Mutter mitgeteilt, dass ihr Vater, den sie nie kennen gelernt hatten, Direktor für Spezialprojekte bei der National Underwater & Marine Agency in Washington, D.C., war. Erst jetzt, da sie im Sterben lag, berichtete ihre Mutter von ihrer Liebesbeziehung und schilderte ihnen, weshalb sie ihn im Glauben gelassen hatte, dass sie vor dreiundzwanzig Jahren bei einem Seebeben ums Leben gekommen war. Schwer verletzt und entstellt, wie sie war, hatte sie es für besser gehalten, wenn er sein Leben ohne sie weiter

Titel
Die Troja-Mission
Untertitel
Ein Dirk-Pitt-Roman
Übersetzer
EAN
9783641152215
ISBN
978-3-641-15221-5
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Herausgeber
Veröffentlichung
29.01.2015
Digitaler Kopierschutz
Adobe-DRM
Dateigrösse
3.09 MB
Anzahl Seiten
512
Jahr
2015
Untertitel
Deutsch
Features
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
Lesemotiv