Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,3, Rheinisch-Westflische Technische Hochschule Aachen (Philosophisches Institut Aachen), Sprache: Deutsch, Abstract: In der nachfolgenden Arbeit geht es um die Betrachtung des von vielen Wissenschaftlern als dem menschenspezifischsten Merkmal berhaupt angesehenen Phnomens: Sprache. Schon seit der Antike bestehen verschiedene Auffassungen ber Sprache und deren Funktion. So geht es seither vor Allem in der Sprachphilosophie um die "wirklichkeitserschlieende Kraft" der Sprache und ihre "normative Verbindlichkeit" Die zentrale Frage, ob unseren sprachlichen Zeichen, mit Hilfe derer wir auf Dinge in unserer Welt referieren, in Wirklichkeit auch etwas entspricht, oder ob sprachliche Zeichen rein konventionelle, mentale Begriffe darstellen, wird bis heute hei diskutiert. So entstanden mit der Zeit verschiedene Sprachtheorien, die versuchten diesen komplexen Begriff zu erklren. In dieser Arbeit wird die Sprachauffassung Ludwig Wittgensteins dargelegt, dessen hauptschliches Anliegen darin bestand die Funktion der Sprache zu verdeutlichen und zu zeigen was es heit, Sprache sinnvoll zu gebrauchen. So bemhte er sich vordergrndig um eine Analyse des Sprachgebrauchs, um zu zeigen, dass sinnloses Verwenden von Sprache in der Philosophie zu Missverstndnissen und Problemen fhren kann. Das Zentrum dieser Betrachtung bildet Wittgensteins Begriff des Sprachspiels. Dieses handlungsorientierte und kontextgebundene Bild von Sprache entwickelte er jedoch erst zu einem spten Zeitpunkt seines Schaffens. Da Wittgenstein in seinem frheren Werk, dem Tractatus logico-philosophicus ein komplett anderes Sprachverstndnis aufweist und er diese Vorstellung eigens in seinem spteren Werk, den Philosophischen Untersuchungen kritisiert, ist nachfolgend eine Betrachtung beider Werke von Nten. Demnach wird allererst die frhe Abbildtheorie in Kapitel 2 dargestellt. Aufbauend auf diesen Ergebnissen werden anschlieend in Kapitel 3 Probleme dieser Theorie identifiziert. Mittels seiner Kritik und der damit verbundenen Veranschaulichung der Rolle der Benennungsfunktion innerhalb der Sprache wird des Weiteren in Kapitel 3.2 nun zu einer pragmatischen Theorie von Sprache bergeleitet, die in der handlungsorientierten Konzeption des Sprachspiels gipfelt. Schlussendlich konzentriert sich Kapitel 4 auf die Problematik der konventionellen Sprachbetrachtung und versucht herauszuarbeiten, in wie fern einzelne Wrter in unserer Sprache mit nur einer Bedeutung belegt sind und ob dadurch eine konventionelle Sprachauffassung angezweifelt werden muss.