"Vier junge Männer finden scheinbar zufällig während ihres Militärdienstes bei der Jugoslawischen Volksarmee zueinander. Ihr Anführer Dimitrije Donkic gibt allen Tiernamen und nennt seine Gruppe das "Tierreich". Was anfänglich harmlos aussieht, ändert sich, als Mia dazu stößt: Er war maßgeblich an den Studentenunruhen in Belgrad 1968 beteiligt, aber das weiß nur der Tiger. In Aufzeichnungen, die dieser hinterlässt, um einen Mord zu ergründen, treibt ihn die Frage um, ob und von wem Mia enttarnt wurde. Seine eigene Rolle in dem tödlichen Spiel wird dem Tiger zunehmend unklar, und bald verliert er als Autor der Geschichte jegliche Gewissheit. Der Protest der Studenten scheint manipuliert und der Sieg der Mächtigen unaufhaltsam zu sein: "Alles bestätigte endgültig, dass die Zukunft nicht mehr das war, was sie früher war, und dass selbst die Vergangenheit nicht ganz sicher vor Veränderungen sein konnte."In der Tradition abgründig kommentierter Texte von Nabokovs "Fahlem Feuer" bis Ecos "Der Name der Rose" erzählt David Albahari vom verführerischen Sog des Bösen."

Autorentext
David Albahari wurde 1948 in Pe im heutigen Kosovo geboren und war einer der renommiertesten Schriftsteller Serbiens. Er studierte Englische Literatur in Belgrad und hat Vladimir Nabokov und John Updike ins Serbische übersetzt. 1973 erschien sein erster Erzählungsband, zahlreiche weitere Romane und Erzählungen folgten. Sein Werk ist vielfach ausgezeichnet worden, z. B. mit dem NIN-Preis und dem Ivo Andri-Preis. Sein Roman »Heute ist Mittwoch« wird mit dem Aleksandar Tima International Literary Prize (2022) ausgezeichnet. David Albahari kehrte 2013 nach einem dreißigjährigen Aufenthalt im kanadischen Calgary nach Belgrad zurück, wo er am am 30. Juli 2023 verstarb. Der seit vielen Jahren an Parkinson erkrankte Autor konnte Wenn der König stirbt nicht mehr selbst schreiben, sondern hat ihn diktiert.

Klappentext

Vier junge Manner finden scheinbar zufallig wahrend ihres Militardienstes bei der Jugoslawischen Volksarmee zueinander. Ihr Anfuhrer Dimitrije Donkic gibt allen Tiernamen und nennt seine Gruppe das "e;Tierreich"e;. Was anfanglich harmlos aussieht, andert sich, als Misa dazu stot: Er war mageblich an den Studentenunruhen in Belgrad 1968 beteiligt, aber das wei nur der Tiger. In Aufzeichnungen, die dieser hinterlasst, um einen Mord zu ergrunden, treibt ihn die Frage um, ob und von wem Misa enttarnt wurde. Seine eigene Rolle in dem todlichen Spiel wird dem Tiger zunehmend unklar, und bald verliert er als Autor der Geschichte jegliche Gewissheit. Der Protest der Studenten scheint manipuliert und der Sieg der Machtigen unaufhaltsam zu sein: "e;Alles bestatigte endgultig, dass die Zukunft nicht mehr das war, was sie fruher war, und dass selbst die Vergangenheit nicht ganz sicher vor Veranderungen sein konnte."e;In der Tradition abgrndig kommentierter Texte von Nabokovs "e;Fahlem Feuer"e; bis Ecos "e;Der Name der Rose"e; erzhlt David Albahari vom verfhrerischen Sog des Bsen.

Titel
Das Tierreich
Untertitel
Roman
Übersetzer
EAN
9783731761105
ISBN
978-3-7317-6110-5
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Herausgeber
Veröffentlichung
08.02.2017
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
1.18 MB
Anzahl Seiten
160
Jahr
2017
Untertitel
Deutsch
Auflage
1
Lesemotiv