Bipolar Betroffene und ihre Angehörigen sind vor die anfangs häufig unlösbar scheinende Aufgabe gestellt, mit den sozialen und emotionalen Folgen manisch-depressiver Episoden umzugehen. Die sich dabei entfaltende Familiendynamik kann zu einer ungünstigen Beeinflussung des weiteren Krankheitsverlaufes führen. Hier setzt Familienfokussierte Therapie (FFT) an. Neben der Rückfallprävention für Betroffene steht die Verringerung psychischer Belastung der Angehörigen im Fokus der FFT. Die in der S3-Leitlinie zu Bipolaren Störungen empfohlene Behandlung vereint dabei Elemente der Kognitiven Verhaltenstherapie mit Grundtechniken der Familientherapie. Das Therapiemanual führt vom Erstkontakt bis zur Beendigung der Behandlung schrittweise durch den gesamten Therapieprozess. Fallvignetten, Sitzungsdialoge sowie praktische Arbeits- und Informationsmaterialien machen dieses Buch zur unverzichtbaren Lektüre für alle, die mit bipolar Betroffenen und ihren Angehörigen arbeiten. Deutsche Bearbeitung des US-amerikanischen Originals: Lene-Marie Sondergeld, Lydia Zönnchen, Thomas Stamm Aus dem Inhalt: Theoretische Grundlagen . Diagnostik und Anamnese . Psychoedukation . Kommunikationsentwicklungstraining . Problemlösung . Behandlungsabschluss und Rückfallprophylaxe
Autorentext
Lene-Marie Sondergeld ist Verhaltenstherapeutin und arbeitet als psychologische Psychotherapeutin in der teilstationären und ambulanten Patient:innenversorgung in der Klinik Pacelliallee in Berlin sowie in eigener Privatpraxis. Sie ist als Supervisorin und Dozentin in der Psychotherapieweiterbildung für Verhaltenstherapeut:innen tätig. Zudem ist sie Mitglied der Arbeitsgruppe Affektive Störungen der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt im Bereich der Bipolaren Störungen. Prof. Dr. Thomas Stamm hat eine Professur für Klinische Psychiatrie und Psychotherapie an der Medizinischen Hochschule Brandenburg inne und begleitet seit Beginn seiner beruflichen Laufbahn Betroffene und ihre Angehörige durch die unterschiedlichen Phasen der Bipolaren Störung. Besonders geprägt haben ihn dabei Erfahrungen im Rahmen des Trialogs, der eine andere Perspektive auf das Erleben dieser Erkrankung und auch das eigene professionelle Handeln möglich macht.