Mit diesem Buch stellt Diana Pflichthofer die nicht selten geleugnete oder verdrängte reale Situation der Psychoanalyse ins Offene und integriert die Vielfalt der Praxis in die Theorie. Sie befasst sich erstmals ausführlich mit den technischen Regeln Freuds und ihrer Rezeption und bindet Wittgensteins bisher vernachlässigten Begriff des »Sprachspiels« in die Psychoanalyse ein.

Ein Plädoyer für den Mut zu einem Diskurs, der nicht von falschen Idealisierungen oder Verurteilungen bestimmt wird!

Autorentext
Diana Pflichthofer ist Fachärztin fur Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytikerin (DPG, DGPT, IPV) und Gruppenanalytikerin (D3G), ist in eigener Praxis in Hamburg und in Soltau niedergelassen und arbeitet als Dozentin, Supervisorin und Lehrtherapeutin; ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Behandlungstechnik, Methodenreflexion, Traumatheorien und Ästhetik. Homepage: http://www.dr-diana-pflichthofer.de (Stand: September 2016)

Inhalt
Inhalt Einleitung »Doktor Freud« Begegnung mit einem »Kapazunder« I. Das Sprachspiel Psychoanalyse und seine Regeln Ein Treffen mit Wittgenstein »Ein psychoanalytisches Problem hat die Form: Ich kenne mich nicht aus« Regeln folgt man nur in der Praxis Das Spiel beginnt und hat ein Ende? Exkurs: Spiel-Regeln der Lehranalyse Im psychoanalytischen Sprachspiel gelten unterschiedliche Regeln und der Analysand befolgt sie nicht Die Psychoanalytikerin muss den Regeln folgen aber woher weiß sie, welchen Regeln sie zu folgen hat und wie das geht? Das Spiel in der ersten Minute verloren »Make up the rules, as we go along?« Die Aneignung von Regeln beginnt mit »Abrichtung« »Der harte Felsen« Psychoanalyse lernen Gemeinsame Psychoanalyse-Regeln? II. Der »Witz des Spiels« Verfolgen Psychoanalytikerin und Analysand dasselbe Ziel? Soll es den Patienten besser gehen? »Spielzuge« Ist die Psychoanalyse ein Heilverfahren? »Die Seele der Übertragung« III. Das Wagnis der Selbstreflexion Versuch der Verständigung Andere Aspekte sehen sich zeigen Hat die Kollegin Recht? Beweisen kann sie es jedenfalls nicht Klinische Falldiskussionen Angriffe auf die Identität? Verstehen »halb Denken, halb Seherlebnis« IV. Freuds Spielregeln Die Idealisierung des väterlichen Gesetzes und seine Entwertung Behandlungsindikation Kontraindikationen Vorbereitung und Einleitung der Behandlung Vierzehn Tage zur Probe und Aufklärung Verstrickungen Analytiker und Patient kennen sich bereits Zeit und Geld Exkurs: Stundenmiete Auf die Spitze getrieben Die Frequenz Regeln fur die Patienten Regeln fur den Analytiker/die Analytikerin Exkurs: Geschenke Erziehung Angenommene Kinder Aktive Technik? Taktgefuhl Risiken und Nebenwirkungen einer Psychoanalyse Gleichschwebende Aufmerksamkeit Kurzer Exkurs: Stundenprotokolle Lehranalyse V. Das Ende der Analyse und die postanalytische Beziehung Das Ende Oder: Von einem, der auszog das Leben zu lernen »Danach« Die postanalytische Beziehung Literatur
Titel
Spielregeln der Psychoanalyse
EAN
9783837967074
Format
E-Book (pdf)
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
4.76 MB
Anzahl Seiten
290
Auflage
1. Auflage 2012
Lesemotiv