Die Erinnerungen der kaiserlichen Kammerfrau Helene Kottannerin sind eine der spannendsten Quellen zur spätmittelalterlichen Politik-, Geschlechter-, und Kulturgeschichte Mitteleuropas. Es handelt sich um eine der frühesten Quellen auf Deutsch, die allererste deutsche Quelle einer Frau. Dieser für die mitteleuropäische Geschichte um 1440 zentrale Text verschränkt in kluger Weise politische und alltagsgeschichtliche Aspekte und thematisiert dabei das Handeln von Frauen genauso konsequent wie jenes von Männern. Die Darstellung bietet eine Fülle von Informationen zu mittelalterlichen Lebensformen und den Handlungsmöglichkeiten.

Autorentext

Julia Burkhardt ist Inhaberin des Lehrstuhls für Geschichte des Mittelalters unter besonderer Berücksichtigung des Spätmittelalters an der Ludwig-Maximilians-Universität München und ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind politische Ordnungen, Geschlechterhierarchien sowie Formen der Gemeinschaftsbildung im spätmittelalterlichen Mitteleuropa (v. a. Deutschland, Polen, Böhmen, Ungarn).

Christina Lutter ist Professorin am Institut der Geschichte der Universität Wien und Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehört die Kultur- und Geschlechtergeschichte des Mittelalters, mit besonderem Fokus auf Formen des Zusammenlebens in Gemeinschaften zwischen monastischen, städtischen und höfischen Räumen. Seit 2023 ist sie leitend in dem vom FWF geförderten Spezialforschungsbereich Managing Maximilian zu höfischen sozialen Netzwerken und Geschlechterverhältnissen um 1500 tätig.

Titel
Die Erinnerungen der Helene Kottannerin
EAN
9783534612062
Format
E-Book (pdf)
Veröffentlichung
19.04.2027
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Anzahl Seiten
160
Auflage
1. Auflage
Lesemotiv