Leben ist Bewegung - diese einfache Aussage ist in diesem Buch in Form einer Lebenserfahrung dargestellt, die sich über Körperarbeit der Autorin (Jahrgang 1951) im weitesten Sinne entwickelt hat. Es wird ein Überblick einer Arbeit gegeben, die aus eigener Schulung, durch Workshops und der Arbeit mit Patienten, in den von ihr und ihrem Mann gegründeten Gezeiten Haus Kliniken resultiert. Hier wird Begegnungsmedizin gemacht und das heißt in erster Linie achtsame Begegnung mit sich selbst, sowohl bei den Patienten als auch in der Mitarbeiterschaft gleichermaßen! In unserer noch sehr im Außen orientierten Gesellschaft kann nun in vielerlei Hinsicht ein Wandel beobachtet werden. Neben einem Klimawandel wird immer öfter auch von einem Bewusst-Seins-Wandel gesprochen. Bewusstes Sein am Beispiel von Übungen aus der Körperarbeit ist im vorliegenden Buch ein Hauptthema, welches sich durch alle Kapitel zieht. Die nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) beschriebenen Wandlungsphasen im Zyklus der Jahreszeiten bilden eine anschauliche Grundlage dafür und geben gleichzeitig einen Rahmen für Erkenntnisse in natürliche Zusammenhänge unseres Lebens. Das Buch ist ein praktischer Begleiter für Bewegungstherapeuten im weitesten Sinne, für TaiJi- und QiGong LehrerInnen und für Menschen, die mit dieser Arbeit vertraut gemacht wurden zum Erinnern und Üben. Für Interessierte gibt es verständlich weise Einblicke in die Denkweise alter chinesischer Tradition. Es zeigt, wie in der Arbeit mit dem Körper die Seele mitgenommen werden kann, der Geist wach und voller Potential zur Verfügung steht in selbstverständlicher Verantwortung. Ein Fazit hieraus ist: Lebenspflege durch Bewegung lohnt sich, denn - Zukunft wird aus Gegenwart geboren!

Autorentext
Elke Nelting, Jahrgang 1951, geb. in Thieshope (Nordheide), verheiratet mit Dr. Manfred Nelting, 3 erwachsene Kinder, gelernte Krankenschwester (10 J. UKE Hamburg), TaiJi- und QiGong-Lehrerin, TuiNa Therapeutin (Laoshan-Zentrum Hamburg/Qingdao, Qingbo Sui und Lena Du Hong), 20 Jahre eigene Schule für TaiJi/QiGong und Körperarbeit,1992 Mitgründerin der Tinnitusklinik Bad Arolsen, Gründerin und Partnerin der Gezeiten Haus Klinik Bonn (dort von 2004 bis 2013 Entwicklung und klinische Leitung der TCM-basierten psychosomatischen Körpertherapie) sowie der Gezeiten Haus Kliniken Oberhausen, Schloss Eichholz (Wesseling) und Schloss Wendgräben (bei Magedeburg) (Fachkrankenhäuser für Psychosomatische Medizin und TCM) sowie der Gezeiten Haus Akademie Bonn/Schloss Eichholz, Lehrtherapeutin für TCM-basierte psychosomatische Körpertherapie.

Zusammenfassung
Leben ist Bewegung - diese einfache Aussage ist in diesem Buch in Form einer Lebenserfahrung dargestellt, die sich über Körperarbeit der Autorin (Jahrgang 1951) im weitesten Sinne entwickelt hat. Es wird ein Überblick einer Arbeit gegeben, die aus eigener Schulung, durch Workshops und der Arbeit mit Patienten, in den von ihr und ihrem Mann gegründeten Gezeiten Haus Kliniken resultiert. Hier wird Begegnungsmedizin gemacht und das heißt in erster Linie achtsame Begegnung mit sich selbst, sowohl bei den Patienten als auch in der Mitarbeiterschaft gleichermaßen! In unserer noch sehr im Außen orientierten Gesellschaft kann nun in vielerlei Hinsicht ein Wandel beobachtet werden. Neben einem Klimawandel wird immer öfter auch von einem Bewusst-Seins-Wandel gesprochen. "Bewusstes Sein" am Beispiel von Übungen aus der Körperarbeit ist im vorliegenden Buch ein Hauptthema, welches sich durch alle Kapitel zieht. Die nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) beschriebenen Wandlungsphasen im Zyklus der Jahreszeiten bilden eine anschauliche Grundlage dafür und geben gleichzeitig einen Rahmen für Erkenntnisse in natürliche Zusammenhänge unseres Lebens. Das Buch ist ein praktischer Begleiter für Bewegungstherapeuten im weitesten Sinne, für TaiJi- und QiGong LehrerInnen und für Menschen, die mit dieser Arbeit vertraut gemacht wurden zum Erinnern und Üben. Für Interessierte gibt es verständlich weise Einblicke in die Denkweise alter chinesischer Tradition. Es zeigt, wie in der Arbeit mit dem Körper die Seele mitgenommen werden kann, der Geist wach und voller Potential zur Verfügung steht in selbstverständlicher Verantwortung. Ein Fazit hieraus ist: Lebenspflege durch Bewegung lohnt sich, denn - Zukunft wird aus Gegenwart geboren!

Leseprobe
Das Element Holz und der Frühling Das Element Holz und der Frühling geben schon die ersten Hinweise auf den Inhalt der folgenden Beschreibungen, nämlich die Verbindungen zur Natur. Im Element Holz steckt die größte Kreativität. Lebenshungrig wie der junge Morgen oder eben der Frühling drängt das Holz zum Wachsen und möchte ans Licht. Bereits ab Mitternacht beginnt sich die zarte Yangkraft in der Natur und in uns Menschen denn wir sind auch Natur zu entfalten. Daher sind QiGong-Übungen in der Phase des Sonnenaufgangs so wert- und sinnvoll, um die Lebenskraft im Körper zur Entfaltung zu bringen und der Entwicklung der Selbstheilungskräfte eine gute Unterstützung und Basis im Anfang zu geben. Jeder Neuanfang ist mit dem Element Holz verbunden. Kommen wir zu dem Element Wasser zurück, der Mutter des Holzes, in dem alles Leben beginnt und begann, dann erkennen wir noch einmal mehr die Bedeutung einer tiefen Verwurzelung. Die Qualität einer Wurzel bestimmt die Güte der Versorgung mit Wasser in jedem Baum und in jeder Pflanze. Die Bedingung ist natürlich das Vorhandensein von Wasser in der Tiefe der Erde bzw. in einem gut gelockerten und gepflegten Boden. Analog dazu der Hinweis auf den menschlichen Körper und Organismus, denn auch diesen lockern wir durch Bewegung und Massagen immer wieder auf. Aus der chinesischen Heilmassage TuiNaAnMo kennen wir aus dem Winter-Kapitel die Technik des Klopfens mit dem Meridianball oder der lockeren, geübten Faust. Und wie schon zuvor gesagt, erreichen wir bei deren Anwendung die Knochen bis in die Tiefe, bis ins Mark, wo die roten Blutkörperchen gebildet werden, in denen das Hämoglobin enthalten ist, was den Sauerstoff im Blut transportiert. Die roten Blutkörperchen erhalten durch die sanfte Belebung während des Klopfens sicherlich eine gute Qualität, d. h. sie sind dann in einem Zustand, in dem sie verbessert Sauerstoff aufnehmen können. Im Weiteren werden wir die Eigenschaften des Frühlings beleuchten. Das Leuchten ist ein gutes Stichwort, denn wir haben es mit den Kräften des Lichts zu tun. Aus der Dunkelheit der Nacht wird das Licht geboren. Das macht sich in der Natur wie in unserem Körper bemerkbar durch ein angeregtes und schnelleres Wachstum. In Pflanzen und Bäume schießen die Säfte ein und auch bei uns Menschen finden wir ähnliche Phänomene: Die Hormone werden angeregt, die Zellteilung geht schneller vonstatten und besonders bei Kindern und Jugendlichen ist ein verstärktes Wachstum zu beobachten. Können wir dieser aufstrebenden Energie nicht folgen, macht sich eine sogenannte Frühjahrsmüdigkeit bemerkbar. Das Leben an sich allerdings wird quirliger und lebendiger, das tägliche Leben wird vermehrt nach draußen verlagert und die Stimmung wird heiterer. Auf der körperlichen Ebene heißt das, dass wir uns in dieser Zeit sehr gut beweglichen Übungen zuwenden können, die unsere Flexibilität und Elastizität fördern. Unsere Sehnen, Bänder und Faszien ermöglichen dies in besonderem Maße, und es ist gut, wenn wir den Körper darin durch QiGong-Übungen unterstützen und pflegen. Auf der bildhaften Ebene können wir Flexibilität und Elastizität veranschaulichen, wenn wir uns die Biegsamkeit von jungem Holz oder die der Jugend an sich vorstellen. Hier ist die Versorgung mit genügend Feuchtigkeit gewährleistet und wird besonders deutlich, wenn wir uns dem gegenüberliegenden Element (Metall) mit der Jahreszeit (Herbst) im Vergleich zuwenden, wo es um Trockenheit und Brüchigkeit geht, ein Thema des Alterns.
Titel
KÖRPERARBEIT AUF DEM WEG ZUM QIGONG
Untertitel
Im Zyklus der Jahreszeiten nach Traditioneller Chinesischer Medizin
EAN
9783949217043
Format
E-Book (pdf)
Altersempfehlung
6 bis 18 Jahre
Digitaler Kopierschutz
Adobe-DRM
Dateigrösse
10.96 MB
Anzahl Seiten
276
Lesemotiv