Das Buch erkundet Wege und Umwege des Gedächtnisses in Philosophie und erzählender Literatur. Es fragt nach der existentiellen Bedeutung der Erinnerung, die ihren Ausdruck auf unvergleichlich prägnante Weise in einigen der bedeutendsten Werken der literarischen Moderne findet paradigmatisch zunächst bei Marcel Proust in der Suche nach der verlorenen Zeit, aber auch bei Vladimir Nabokov, Jorge Semprun, Patrick Modiano und Peter Kurzeck. Wieso verlangt der Mensch nach Erinnerung? Wonach strebt die Suche nach der verlorenen Zeit? Lebenserinnerung verfolgt ein zweifaches Ziel: die zerrinnende Zeit anzuhalten und sich in seinem Leben gegenwärtig zu werden. Sie wehrt sich gegen das Vergehen und Vergessen, in ihr sucht der Mensch sich zu finden und sich über sein Leben zu verständigen. Erinnerung vollzieht sich in mannigfachen Formen. Das Vergangene kann in spontanen Bildern wiederkehren oder verschlossen sein und sich nur der beharrlichen Arbeit des Gedächtnisses öffnen; Erinnerungen können in Leidenserfahrungen und in Glücksversprechen wurzeln. Sich erinnern entspricht einem ursprünglichen Bedürfnis der Menschen und geht ein in den Vollzug eines gelingenden Lebens.
Autorentext
Emil Angehrn ist Professor emeritus für Philosophie an der Universität Basel und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu Themen der Philosophiegeschichte, Metaphysik und Hermeneutik.
Autorentext
Emil Angehrn ist Professor emeritus für Philosophie an der Universität Basel und Autor zahlreicher Veröffentlichungen zu Themen der Philosophiegeschichte, Metaphysik und Hermeneutik.
Titel
Sein Leben schreiben
Untertitel
Wege der Erinnerung
Autor
EAN
9783465242994
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Genre
Veröffentlichung
25.07.2017
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
0.41 MB
Anzahl Seiten
256
Auflage
2017
Lesemotiv
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