Fachbuch aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Führung und Personal - Mitarbeitermotivation, Mitarbeiterzufriedenheit, Note: 2, , Sprache: Deutsch, Abstract: Die Kernfragen dieser Ausarbeitung lauten: Was sind und wie wirken motivationstheoretische Modelle, Motivations- und Anreizsysteme, Führungsstile, Management-Prinzipien sowie Führungsmittel und wie können diese in der Praxis umgesetzt werden? Wie ist der funktionale Zusammenhang zwischen Führungskraft, Motivationsmethoden und dem Verhalten der Mitarbeiter? Als weitere Forschungsfragen ergeben sich: Was ist Gegenstand der Forschung? Welche Methoden und wissenschaftliche Modelle werden angewandt? Welche Aussagen ergeben sich daraus? Wie lassen sich diese praktisch nutzen? Im Kapitel 1 wird in das Thema eingeführt, der strukturierte Aufbau der Arbeit in den einzelnen Kapiteln erläutert und das Ziel beschrieben. In Kapitel 2 werden die Grundlagen der Motivation erläutert, der Führungsbegriff, und die Führungsfunktionen. Die unterschiedlichen Managertypen werden gegenübergestellt, ebenso wie die differenzierten Menschenbilder. Im Kapitel 3 werden die Motivationsbegriffe, die Definitionen, die Unterschiede der verschiedenen Motivationsarten, die Arbeitsmotivation sowie der Ausgangspunkt der Human Realtions beschrieben. In Kapitel 4 werden die Motivationstheorien innerhalb der unterschiedlichen Ansatzvarianten erläutert. Hierbei wird auf die Theorien der bedeutendsten Wissenschaftler zurückgegriffen, die sich jahrzehntelang mit den Kerninhalten der Motivation beschäftigten, aber dennoch teilweise widersprüchliche Modelle aufgestellt haben. In Kapitel 5 werden abschließend die wichtigsten Motivations- und Anreizsysteme herausgearbeitet. Vor allem in der Gesamtheit ist das Wissen um die Anwendbarkeit der Motivation eine große Hilfe für den Vorgesetzten, da daraus viele positive Rückschlüsse auf bestehende und zukünftige Verhaltensweisen zu ziehen sind. In Kapitel 6 wird aus den in dieser Arbeit gewonnenen Erkenntnissen eine Zusammenfassung erstellt und alles mit einem sich daraus ergebenden Fazit abgeschlossen.
Leseprobe
3 Motivationsstrukturen
3.1 Bedürfnisse und Motive
Die Begriffe Bedürfnisse und Motive werden in der Literatur oft synonym verwendet, dabei gehen aber einige wichtige Aspekte der Verhaltensdeutung verloren.[70]
Als Bedürfnis bezeichnet man einerseits ein generelles psychologisches Mangelgefühl und andererseits biologische Notwendigkeiten, wie beispielsweise der Flüssigkeitsbedarf.
Es läßt sich in primäre Bedürfnisse wie Hunger, Durst und Neugierde (vitale Grundbedürfnisse) und sekundäre Bedürfnisse unterscheiden. Letztere beinhalten die im Lernprozess erworbenen Bedürfnisse nach Geld, Macht und Ansehen.[71]
Der Mensch strebt danach, seine Bedürfnisse und Triebe zu befriedigen.
Hieraus resultieren Verhaltensbereitschaften, die als Motive bezeichnet werden. Sie können als Beweggründe menschlichen Verhaltens angesehen werden, die periodisch zwischen der Empfindung eines Mangelzustandes und einer Sättigung hin und her pendeln.[72] Psychologisch gesehen sind Motive (Wertungs-) Dispositionen, die meist nicht angeboren, sondern im Rahmen der individuellen Entwicklung, insbesondere in der Kindheit, ausgebildet werden und zeitlich relativ stabil sind.[73] Die Ziele eines einzelnen Individuums werden weitestgehend durch dessen Motive bestimmt.[74]
Der Ursprung des Begriffes Motiv kommt aus dem Lateinischen motivus , was mit Bewegung oder Antrieb zu übersetzten ist.[75] Von einem Motiv wird ausgegangen, wenn man einen isolierten, zunächst noch nicht aktualisierten Beweggrund des Verhaltens herausgreift.[76]
Während ein Motiv immer zwingend auf einem Bedürfnis basieren muss, führt umgekehrt ein Bedürfnis nicht zwangsläufig zu einem Motiv.[77]
Ein Bedürfnis wird dann zu einem Motiv, wenn es als so dringend empfunden wird, dass es den Menschen zu einer Handlung anleitet.
Motive treten nie isoliert sondern immer in Kombination auf, sie bestimmen das Verhalten einer Person und jeder Mensch weist dabei eine unterschiedliche Motivationsstruktur auf.[78]
3.1.1 Motivation und Arbeitsmotivation
Der Begriff der Motivation kommt aus dem lateinischen in movitum ire , bedeutet in das einsteigen, (was den Menschen bewegt) und bezieht sich auf die Beweggründe und Ziele, die eine Person veranlassen zu handeln, aktiv zu werden und etwas zu bewegen.
So ist die Frage nach der Motivation die Frage nach dem Warum des menschlichen Verhaltens.[79]
Abbildung 8: Vereinfachte Darstellung der Motivation[80]
Der Motivationsbegriff kann als aktivierte Verhaltensbereitschaft eines Menschen hinsichtlich der Erreichung bestimmter Ziele definiert werden,[81] er ist entscheidend dafür, ob eine Handlung ausgeführt oder unterlassen wird.[82]
Dennoch ist der Begriff Motivation komplex und vieldeutig,[83] er hat den Bedeutungs-
umfang/Bedeutungsinhalt von:
- Jemanden mit Motiven ausstatten, die dieser v