Wann ist das Sprechen über den Islam Teil einer legitimen demokratischen Debatte? Wann ist es Teil rassistischer Diskurse? Antworten aus postkolonialer und neuerer kritischer Theorie.

Seit Jahren wird in politischer Öffentlichkeit und Wissenschaft heftig darüber gestritten, welches Sprechen über den Islam als legitimer Teil demokratischer Debatten zu betrachten ist und welches nicht. Diese Konflikte nimmt Floris Biskamp als Ausgangspunkt für eine theoretische Diskussion von Aushandlungen kultureller Differenz in der demokratischen Öffentlichkeit. Er legt dar, unter welchen Verkürzungen die gängigen Konzepte von Islamophobie, Islamfeindschaft und antimuslimischem Rassismus leiden. Um diese zu überwinden, entwickelt er vor dem Hintergrund von neuerer kritischer Theorie und postkolonialer Theorie ein Konzept von Rassismus als systematisch verzerrtem Kommunikationsverhältnis.

Autorentext
Dr. Floris Biskamp ist Leiter des Projekts "Die Aushandlung von Sagbarkeitsgrenzen in politischen Diskursen" an der Universität Tübingen.
Titel
Orientalismus und demokratische Öffentlichkeit
Untertitel
Antimuslimischer Rassismus aus Sicht postkolonialer und neuerer kritischer Theorie
EAN
9783839435908
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
2.54 MB
Anzahl Seiten
444