Das Buch zeigt anhand kriminalpolitischer Fragestellung die methodischen Probleme einer unachtsamen Anwendung empirischer Sozialforschung auf.
Autorentext
Dr. rer. soc. Frauke Kreuter, Fachbereich für Politik- und Verwaltungswissenschaft, Universität Konstanz.
Klappentext
In regelmäßigen Abständen - besonders oft zu Wahlkampfzeiten - hat die Diskussion über innere Sicherheit auf Bundes- und Landesebene Hochkonjunktur. Dabei spielen Unsicherheit und Kriminalitätsfurcht eine zentrale Rolle. Meist wird das Ausmaß der Furcht aus Ergebnissen von Befragungen abgeleitet. Wie bei allen sozialwissenschaftlichen Konstrukten stellt sich jedoch die Frage nach der Qualität der so erhobenen Daten. In diesem Buch werden bisher verwendete Meßinstrumente untersucht und mögliche Alternativen diskutiert. Dazu werden Daten aus qualitativen Intensivinterviews, Experimenten und bundesweiten Surveys verwendet. Das Konstrukt Kriminalitätsfurcht ist ein Beispiel für Einstellungen, die mit Hilfe von Befragungsdaten gemessen werden. Demnach sind die hier dargestellten Gütekriterien und ihre Anwendung beispielhaft für die Messung anderer Einstellungskonstrukte. In dieser Hinsicht kann dieses Buch für Methodologen und Sozialforscher aller Anwendungsfelder von Nutzen sein.
Inhalt
1 Einleitung.- 2 Ansätze zur Konzeptspezifikation.- 3 Bisherige Messung von Kriminalitätsfurcht.- 4 Gütekriterien.- 5 Datenerhebung.- 6 Empirische Analyse der Indikatoren.- 7 Diskussion und Ausblick.- A Studien zur Kriminalitätsfurcht.- A.1 Bundesweite Erhebungen.- A.2 Items bundesweiter Erhebungen.- A.3 Regionale empirische Studien.- B Quantitative Sekundärdaten.- B.1 Sozialer Umbruch und Kriminalitätsentwicklung (SUK).- B.2 Konstanzer-Viktimisierungssurvey (KVS).- B.3 Wohlfahrtssurvey (WS).- C Material zu Interviewereffekten.- C.2 Schätzung der Design-Effekte.- C.3 Berechnung der Varianzanteile.- D Ergänzendes.- D.1 Abkürzungsverzeichnis.- D.2 Modell für Reihenfolgeeffekte.- D.3 Tabellen.