Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Jura - Europarecht, Vlkerrecht, Internationales Privatrecht, Universitt Hohenheim (Institut fr Rechtswissenschaft), Veranstaltung: Vortrag an der Univ. Budweis, Sprache: Deutsch, Abstract: Weltweit nimmt im Zuge der Globalisierung die Dominanz der englischen Sprache als Verkehrssprache weiter zu. Im familiren und regionalen Umfeld behalten die brigen Sprachen, von denen es weltweit ca. 6.700 - davon 1.200 standardisiert - gibt, ihre Bedeutung bei und wirken Identitt stiftend. Internationale Organisationen mssen auf die nationale Souvernitt und Kultur ihrer Mitgliedstaaten Rcksicht nehmen, wenn sie selbst besondere rechtliche Beziehungen zu den Brgern ihrer Mitgliedstaaten begrnden. Den Sprachen der Mitgliedstaaten kommt im institutionellen System der Europischen Union deshalb eine besondere Bedeutung zu. Sie sind fr die tgliche Kommunikation der Politiker und Beamten in Europa notwendig, werfen jedoch auch erhebliche praktische Probleme bei ihrer Verwendung auf. Manche sprechen von einem babylonischen Sprachenwirrwarr in Brssel, zu dem es aber keine Alternative zu geben scheint. Allgemein akzeptiert ist die Zugehrigkeit der Sprache zur nationalen Identitt der Mitgliedstaaten, die von der Europischen Union geachtet wird (vgl. Art. 6 Abs. 3 des EU-Vertrages, Art. 22 der Europischen Charta der Grundrechte). Sie ermglicht nicht nur Kommunikation, sondern ist darber hinaus auch Kultur stiftend. Die Errichtung eines Sprachenregimes in der Gemeinschaft stellte deshalb seit ihren Anfngen in den fnfziger Jahren eine groe Herausforderung fr die EG/EU dar. Als Folge der Erweiterung der EU nach Osten und Sden im Jahr 2004 werden sich die Probleme bei der Verwendung der zahlreichen Sprachen in den Institutionen der EU noch weiter verschrfen.