Der Krieg hat seine Erscheinungsformen geändert. Gestützt auf Resolutionen des UN-Sicherheitsrats, werden Staatsführungen beseitigt und Gesellschaften umgestaltet - die Welt soll friedlicher gemacht werden. Doch in den betroffenen Bevölkerungen wachsen Wut und Verbitterung. Die bei Kampfhandlungen getöteten unbeteiligten Zivilisten lassen sich nicht länger mit dem Begriff des Kollateralschadens unkenntlich machen. Immer dringender tauchen Fragen nach Sinn und Zweck laufender Interventionsmaßnahmen auf.
Welche Gewalt ist vertretbar, welche ist rechtlich verboten?
Warum müssen Unbeteiligte geschützt werden?
Nach welchen Regeln bemisst sich der Schutz und was geschieht, wenn er missachtet wurde?



"Gerd Hankel hat einen Ratgeber verfasst, der nicht nur in jede Jackentasche einer Kampfuniform passt, sondern auch dort hingehört. Denn ohne den - gerade in Deutschland so weitverbreiteten - moralischen Überlegenheitstonfall hat der Völkerrechtler am Hamburger Institut für Sozialforschung die Dilemmata untersucht, in die sich noch so gut gemeinte Militärinterventionen des Westens ab dem ersten abgefeuerten Schuss begeben."Thomas Speckmann, Die Welt"Im Ausgangspunkt eine völkerrechtliche Reflexion auf den Luftangriff bei Kundus und sein juristisches Nachspiel, ist Hankels kleine Denkschrift in diesen Tagen eine Lektüre von höchster Aktualität."Alexandra Kemmerer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Autorentext

Gerd Hankel, Dr. jur., Völkerrechtler und Sprachwissenschaftler. Seit 1993 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung; 2000 und 2001 arbeitete er im Team der Ausstellung "Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskriegs 1941-1944"; seit 2002 untersucht er die juristische Aufarbeitung des Genozids in Ruanda. Zahlreiche Veröffentlichungen zu den Themen Völkerrecht und Völkerstrafrecht.



Zusammenfassung
Der Krieg hat seine Erscheinungsformen geandert. Gestutzt auf Resolutionen des UN-Sicherheitsrats, werden Staatsfuhrungen beseitigt und Gesellschaften umgestaltet - die Welt soll friedlicher gemacht werden. Doch in den betroffenen Bevolkerungen wachsen Wut und Verbitterung. Die bei Kampfhandlungen getoteten unbeteiligten Zivilisten lassen sich nicht langer mit dem Begriff des Kollateralschadens unkenntlich machen. Immer dringender tauchen Fragen nach Sinn und Zweck laufender Interventionsmanahmen auf. Welche Gewalt ist vertretbar, welche ist rechtlich verboten? Warum mssen Unbeteiligte geschtzt werden? Nach welchen Regeln bemisst sich der Schutz und was geschieht, wenn er missachtet wurde?

Inhalt

Inhalt

I. Die neue Herausforderung oder: Warum das humanitäre Völkerrecht revisionsbedürftig ist
II. Das humanitäre Völkerrecht ist zu fragmentarisch und erlaubt ein zu hohes Maß an Gewalt
III. Wie das Tötungsverbot im Krieg ausgeweitet und das humanitäre Völkerrecht moralischer wurde
IV. Was die bisherige Entwicklung gefährdet und letztlich kontraproduktiv wirkt
V. Für humanitäre Einsätze bedarf es besonderer Regelungen im humanitären Völkerrecht
VI. Wie bei Rechtsverstößen verfahren und Einwänden begegnet werden sollte

Bibliografie
Zum Autor

Titel
Das Tötungsverbot im Krieg
Untertitel
Ein Interventionsversuch
EAN
9783868545180
Format
E-Book (pdf)
Veröffentlichung
18.10.2012
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
0.51 MB
Anzahl Seiten
120