Bienen durchsummen Gerhard Roths monumentalen Roman aus dem Jahr 1984, in dem Tiere, Blätter und Steine sprechen können und Flüsse über den Himmel fließen. Seine Hauptfigur ist der stumme und »verrückte« Sohn eines Imkers, der mit der Fähigkeit begabt ist, die Welt hinter der sichtbaren Welt zu sehen. »Ein großartiges Monstrum« nannte die FAZ dieses Buch im Jahr seiner Erstveröffentlichung, »ein Abenteuer«. Jetzt, 33 Jahre danach, erscheint ?Landläufiger Tod? zum ersten Mal in der ursprünglich vorgesehenen Fassung, erweitert und neu durchgesehen. Ein Traum- und Märchenbuch für Erwachsene. Ein großartiges Zauberkunststück der Literatur.

Gerhard Roth, 1942 in Graz geboren, lebt als freier Schriftsteller in Wien und der Südsteiermark. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Theaterstücke, darunter den 1991 abgeschlossenen siebenbändigen Zyklus ?Die Archive des Schweigens?. Anschließend erschienen die Bände des ?Orkus?-Zyklus: die Romane ?Der See?, ?Der Plan?, ?Der Berg?, ?Der Strom? und ?Das Labyrinth?, die literarischen Essays über Wien ?Die Stadt? sowie die beiden Erinnerungsbände ?Das Alphabet der Zeit? und ?Orkus?. Zuletzt erschien der Roman ?Grundriss eines Rätsels?.

Literaturpreise (Auswahl):

Preis der »SWF-Bestenliste«,
Alfred-Döblin-Preis
Marie-Luise-Kaschnitz-Preis
Preis des Österreichischen Buchhandels
Bruno-Kreisky-Preis 2003
Großes Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Wien 2003
Jakob-Wassermann-Preis 2012
Jeanette-Schocken-Preis 2015
Jean-Paul-Preis 2015
Großer Österreichischer Staatspreis 2016
Hoffmann-von-Fallersleben-Preis 2016

Autorentext
Gerhard Roth, geboren 1942 in Graz und gestorben im Februar 2022, war einer der wichtigsten österreichischen Autoren. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Theaterstücke, darunter den 1991 abgeschlossenen siebenbändigen Zyklus »Die Archive des Schweigens« und den nachfolgenden Zyklus »Orkus«. Zuletzt erschienen die drei Venedig-Romane »Die Irrfahrt des Michael Aldrian«, »Die Hölle ist leer die Teufel sind alle hier« und »Es gibt keinen böseren Engel als die Liebe«. Sein nun letzter Roman »Die Imker« ist im Mai 2022 erschienen. Literaturpreise (Auswahl): Preis der »SWF-Bestenliste« Alfred-Döblin-Preis Marie-Luise-Kaschnitz-Preis Preis des Österreichischen Buchhandels Bruno-Kreisky-Preis 2003 Großes Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Wien 2003 Jakob-Wassermann-Preis 2012 Jeanette-Schocken-Preis 2015 Jean-Paul-Preis 2015 Großer Österreichischer Staatspreis 2016 Hoffmann-von-Fallersleben-Preis 2016

Klappentext

Körperlich Verstörte, so heißt es, erfahren für ihr Leiden häufig einen gelinden Ausgleich, indem sie sich in anderen Sinnesbereichen besonders befähigen. Die Hauptperson Franz Lindner in Gerhard Roths Roman >Landläufiger Tod< ist stumm. Er muß genauer als andere beobachten und nachdenken, und wenn er sich ausdrücken will, muß er es aufschreiben. In seinen Niederschriften entsteht ein poetisches Bild seiner Umgebung und unserer Zeit, in dem 'alle Menschen und Geschichten aus der Luft gegriffen sind'. Lindner erzählt in diesem Buch ganz real Stationen seines Lebens, entwirft sich in ausschweifenden Episoden die Welt neu und zeichnet vor allem den verwirrend vielfältigen Mikrokosmos eines kleinen Dorfes auf, in dem es alles, nur keine Idylle gibt. Auswegloses Elend verbindet die Bewohner des kleinen südostösterreichischen Fleckens. 'Roths Phantasie beginnt dort zu arbeiten', schrieb >Der Spiegel< zum >Landläufigen Tod<, 'wo menschliche Erkenntnis aufhört. Sie füllt die Leerstellen, in die Wissenschaftler und Philosophen nicht eindringen können.' Roths Roman von der 'Verrücktheit' Franz Lindners ist zugleich das Buch von dessen Hellsichtigkeit.

Titel
Landläufiger Tod
Untertitel
Erweiterte Neufassung. Erste vollständige Ausgabe
EAN
9783104903521
Format
E-Book (epub)
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
9.12 MB
Anzahl Seiten
976
Features
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
Auflage
1. Auflage
Lesemotiv