In Von der Ursache, dem Princip und dem Einen entfaltet Giordano Bruno in dialogischer Form eine kühne Metaphysik: Ursache und Prinzip sind nicht außerhalb der Welt zu suchen, sondern im unendlichen Ganzen, das als lebendige Einheit Materie und Form durchdringt. Gegen aristotelisch-scholastische Hierarchien und im Horizont der Renaissance-Naturphilosophie verbindet der Text spekulative Strenge, poetische Bildkraft und polemische Schärfe; er begründet Brunos Lehre vom Einen als immanenter, unerschöpflicher Wirklichkeit. Bruno, 1548 in Nola geboren und zunächst Dominikaner, wurde durch seine Abkehr von dogmatischen Lehrgebäuden, seine Lektüre antiker, neuplatonischer und hermetischer Traditionen sowie durch die kopernikanische Wende geprägt. Seine unstete europäische Gelehrtenexistenz, zwischen Paris, London und deutschen Universitäten, schärfte den Anspruch, Philosophie als Befreiung des Denkens von theologischer Enge und akademischer Routine zu betreiben. Dieses Werk empfiehlt sich Lesern, die die Entstehung moderner Vorstellungen von Unendlichkeit, Natur und Immanenz verstehen wollen. Es ist anspruchsvoll, doch reich an Einsichten: ein Schlüsseltext der europäischen Geistesgeschichte, der Kosmologie, Metaphysik und intellektuelle Kühnheit auf eindrucksvolle Weise verbindet. Diese erweiterte Ausgabe wurde mit großer Sorgfalt gestaltet, um Ihr Leseerlebnis zu bereichern. - Eine prägnante Einführung verortet die zeitlose Anziehungskraft und Themen des Werkes. - Die Synopsis skizziert die Haupthandlung und hebt wichtige Entwicklungen hervor, ohne entscheidende Wendungen zu verraten. - Ein ausführlicher historischer Kontext versetzt Sie in die Ereignisse und Einflüsse der Epoche, die das Schreiben geprägt haben. - Eine Autorenbiografie beleuchtet wichtige Stationen im Leben des Autors und vermittelt die persönlichen Einsichten hinter dem Text. - Eine gründliche Analyse seziert Symbole, Motive und Charakterentwicklungen, um tiefere Bedeutungen offenzulegen. - Reflexionsfragen laden Sie dazu ein, sich persönlich mit den Botschaften des Werkes auseinanderzusetzen und sie mit dem modernen Leben in Verbindung zu bringen. - Sorgfältig ausgewählte unvergessliche Zitate heben Momente literarischer Brillanz hervor. - Interaktive Fußnoten erklären ungewöhnliche Referenzen, historische Anspielungen und veraltete Ausdrücke für eine mühelose, besser informierte Lektüre.
Klappentext
Dieses eBook: "Von der Ursache dem Princip und dem Einen - Vollständige deutsche Ausgabe" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen.
Giordano Bruno (1548-1600) war ein italienischer Priester, Dichter, Philosoph und Astronom. Er wurde durch die Inquisition der Ketzerei und Magie für schuldig befunden und vom Gouverneur von Rom zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Am 12. März 2000 erklärte Papst Johannes Paul II. nach Beratung mit dem päpstlichen Kulturrat und einer theologischen Kommission, die Hinrichtung sei nunmehr auch aus kirchlicher Sicht als Unrecht zu betrachten.
Zur Inhalt: Für Bruno stammte alles aus der Natur von der göttlichen Einheit von Materie und Dunkelheit ab. Zum einen trennte er Gott von der Welt und zum anderen tendierte er zu einem dazu entgegengesetzten Pantheismus. Bruno verband die These, dass Gott allem innewohne, mit dem Glauben, dass die Realität der Vorstellung entspringe. Damit nahm er die Gedanken von Gottfried Wilhelm Leibniz und Baruch de Spinoza vorweg. Er stellte sich gegen das geozentrische Weltbild, nahm stattdessen an, dass die Welt und die Menschen ein einmaliger "Unfall" einer einzelnen lebenden "Welt-Substanz" seien, und bekannte sich zur kopernikanischen Theorie (Heliozentrisches Weltbild).
Zusammenfassung
Dieses eBook: "Von der Ursache dem Princip und dem Einen" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Giordano Bruno (1548-1600) war ein italienischer Priester, Dichter, Philosoph und Astronom. Er wurde durch die Inquisition der Ketzerei und Magie für schuldig befunden und vom Gouverneur von Rom zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Am 12. März 2000 erklärte Papst Johannes Paul II. nach Beratung mit dem päpstlichen Kulturrat und einer theologischen Kommission, die Hinrichtung sei nunmehr auch aus kirchlicher Sicht als Unrecht zu betrachten. Zur Inhalt: Für Bruno stammte alles aus der Natur von der göttlichen Einheit von Materie und Dunkelheit ab. Zum einen trennte er Gott von der Welt und zum anderen tendierte er zu einem dazu entgegengesetzten Pantheismus. Bruno verband die These, dass Gott allem innewohne, mit dem Glauben, dass die Realität der Vorstellung entspringe. Damit nahm er die Gedanken von Gottfried Wilhelm Leibniz und Baruch de Spinoza vorweg. Er stellte sich gegen das geozentrische Weltbild, nahm stattdessen an, dass die Welt und die Menschen ein einmaliger "Unfall" einer einzelnen lebenden "Welt-Substanz" seien, und bekannte sich zur kopernikanischen Theorie (Heliozentrisches Weltbild).