"Internationale Geschichte" stellt eine zentrale Dimension der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts dar. Sie umfasst Beziehungen zwischen den Staaten und Gesellschaften ebenso wie Prozesse ihrer Vernetzung und wechselseitigen Durchdringung im Zeichen beschleunigter Kommunikation und wachsender Interdependenz. Die Studien zur Internationalen Geschichte wollen das Verständnis der internationalen Dimension von Geschichte fördern. Sie greifen auf, was die systematischen Sozialwissenschaften zur Erklärung der internationalen Beziehungen bereitstellen, und tragen mit empirisch dichten Untersuchungen zur Präzisierung theoretischer Einsichten bei.

Die Studien zur Internationalen Geschichte werden herausgegeben von Eckart Conze, Julia Angster, Simone Derix, Marc Frey, Kiran Klaus Patel und Johannes Paulmann.



Klappentext

Guido Thiemeyer zeigt am Beispiel von vier europäischen Staaten (Großbritannien, Frankreich, Deutsches Reich und Italien) sowie für die USA, wie sich zwischen 1865 und 1900 ein internationales Währungssystem entwickelte. Mit dem klassischen "Konzert der Mächte" war dieses System nicht deckungsgleich. Modern denkende Außenpolitiker wie Bismarck und Napoleon III. versuchten dennoch das Währungssystem für machtpolitische Zwecke zu nutzen, wurden aber zugleich durch strukturelle Abhängigkeiten in ihrer politischen Entscheidungsfreiheit eingeschränkt. Internationale Politik wurde komplizierter und unberechenbarer - ein wichtiger Grund für die Krise des internationalen Staatensystems vor dem Ersten Weltkrieg.

Titel
Internationalismus und Diplomatie
Untertitel
Währungspolitische Kooperation im europäischen Staatensystem 1865-1900
EAN
9783486713800
Format
E-Book (pdf)
Veröffentlichung
24.02.2014
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
19.46 MB
Anzahl Seiten
255
Lesemotiv