Harald Müller focuses on the correspondence of monks interested in Renaissance scholarship. His analysis of letters and letter collections demonstrates how and to which degree these monks were able to join the community of humanists.
Der Renaissance-Humanismus und die klösterliche Welt des späten Mittelalters stehen in einem ambivalenten Verhältnis zueinander. Je nach Blickrichtung wird in der Forschung entweder Trennendes hervorgehoben oder auf Synergien von Klosterreform und humanistischer Bildung hingewiesen und dabei gestützt auf wenige Einzelfälle ein eigenständiger 'Klosterhumanismus' betont. Harald Müller untersucht die aktive Teilhabe von Mönchen am Humanismus. Im Gegensatz zur traditionell literaturgeschichtlich ausgerichteten Forschung, die auf eine Bilanz humanistischer Einflüsse in den Werken zielt, entwirft er anhand der Briefkontakte zwischen Mönchen und ausgewiesenen Humanisten ein Bild von der Verankerung der Mönche im Humanismus. 'Die Humanisten' sind eine Gemeinschaft, die sich im Gespräch über humanistische Themen und in einer Sprache, die nach gemeinsamen Stil-Idealen geformt ist, immer wieder neu konstituiert. Auch Mönche sind in diese Korrespondenzgemeinschaft integriert, doch geraten sie bei der Übernahme des humanistischen Habitus schnell in grundsätzliche Konflikte mit den Normen des Klosterlebens. Anhand der Analyse ausgewählter Briefwechsel werden Verläufe, Inhalte und Grenzen der Teilhabe von Mönchen an der kulturellen Welt der Humanisten im 15. und beginnenden 16. Jahrhundert anschaulich präsentiert. Zugleich wird damit ein neuartiger Zugang zum Gesamtphänomen 'Humanismus' gewonnen, welcher der sozialen und inhaltlichen Dynamik dieser Bildungsbewegung in besonderer Weise gerecht wird.
Autorentext
Geboren 1962; Studium der Geschichte und Philosophie in Aachen; 1996 Promotion; 2005 Habilitation; Privatdozent an der HU Berlin.
Der Renaissance-Humanismus und die klösterliche Welt des späten Mittelalters stehen in einem ambivalenten Verhältnis zueinander. Je nach Blickrichtung wird in der Forschung entweder Trennendes hervorgehoben oder auf Synergien von Klosterreform und humanistischer Bildung hingewiesen und dabei gestützt auf wenige Einzelfälle ein eigenständiger 'Klosterhumanismus' betont. Harald Müller untersucht die aktive Teilhabe von Mönchen am Humanismus. Im Gegensatz zur traditionell literaturgeschichtlich ausgerichteten Forschung, die auf eine Bilanz humanistischer Einflüsse in den Werken zielt, entwirft er anhand der Briefkontakte zwischen Mönchen und ausgewiesenen Humanisten ein Bild von der Verankerung der Mönche im Humanismus. 'Die Humanisten' sind eine Gemeinschaft, die sich im Gespräch über humanistische Themen und in einer Sprache, die nach gemeinsamen Stil-Idealen geformt ist, immer wieder neu konstituiert. Auch Mönche sind in diese Korrespondenzgemeinschaft integriert, doch geraten sie bei der Übernahme des humanistischen Habitus schnell in grundsätzliche Konflikte mit den Normen des Klosterlebens. Anhand der Analyse ausgewählter Briefwechsel werden Verläufe, Inhalte und Grenzen der Teilhabe von Mönchen an der kulturellen Welt der Humanisten im 15. und beginnenden 16. Jahrhundert anschaulich präsentiert. Zugleich wird damit ein neuartiger Zugang zum Gesamtphänomen 'Humanismus' gewonnen, welcher der sozialen und inhaltlichen Dynamik dieser Bildungsbewegung in besonderer Weise gerecht wird.
Autorentext
Geboren 1962; Studium der Geschichte und Philosophie in Aachen; 1996 Promotion; 2005 Habilitation; Privatdozent an der HU Berlin.
Titel
Habit und Habitus
Untertitel
Mönche und Humanisten im Dialog
Autor
EAN
9783161585449
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Genre
Digitaler Kopierschutz
Adobe-DRM
Dateigrösse
36.04 MB
Anzahl Seiten
440
Lesemotiv
Unerwartete Verzögerung
Ups, ein Fehler ist aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.