Heather Graham wurde 1953 geboren. Die New-York-Times-Bestseller-Autorin hat über zweihundert Romane und Novellen verfasst, die in über dreißig Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Heather Graham lebt mit ihrer Familie in Florida. Von Heather Graham erscheinen bei venusbooks: »In den Händen des Highlanders« »Fieber der Leidenschaft« »Der Lord und die Rebellin« »Die Leidenschaft des Earls« »Das Begehren des Ritters« »Die Gefangene des Freibeuters« »Das Erbe der Liebenden« Die Highland-Kiss-Saga: »In den Armen des Schotten« »Der Highlander und die schöne Feindin« »Gefangen von einem Highlander« »Die Braut des Viscounts« Die Wild-Passion-Saga: »Der Ungezähmte und die Schöne« »Der Laird und die Schöne« »Der Krieger und die Schöne« Die Cameron-Saga: »Der Lord und die ungezähmte Schöne« »Die Geliebte des Freibeuters« Unter dem Autorennamen Shannon Drake veröffentlicht sie bei venusbooks außerdem: »Blutrote Nacht« »Bei Anbruch der Dunkelheit« »Verlockende Finsternis« »Das Reich der Schatten« »Der Kuss der Dunkelheit«
Autorentext
Heather Graham wurde 1953 geboren. Die New-York-Times-Bestseller-Autorin hat über zweihundert Romane und Novellen verfasst, die in über dreißig Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurden. Heather Graham lebt mit ihrer Familie in Florida. Von Heather Graham erscheinen bei venusbooks: »In den Händen des Highlanders« »Fieber der Leidenschaft« »Der Lord und die Rebellin« »Die Leidenschaft des Earls« »Das Begehren des Ritters« »Die Gefangene des Freibeuters« »Das Erbe der Liebenden« Die Highland-Kiss-Saga: »In den Armen des Schotten« »Der Highlander und die schöne Feindin« »Gefangen von einem Highlander« »Die Braut des Viscounts« Die Wild-Passion-Saga: »Der Ungezähmte und die Schöne« »Der Laird und die Schöne« »Der Krieger und die Schöne« Die Cameron-Saga: »Der Lord und die ungezähmte Schöne« »Die Geliebte des Freibeuters« Unter dem Autorennamen Shannon Drake veröffentlicht sie bei venusbooks außerdem: »Blutrote Nacht« »Bei Anbruch der Dunkelheit« »Verlockende Finsternis« »Das Reich der Schatten« »Der Kuss der Dunkelheit«
Leseprobe
PROLOG
Legenden
Sommer 1180, während der Regentschaft. von König Henry II., im Wald.
Sie liebte den Wald. Nirgendwo anders leuchtete die Welt in so wundervollen Farben. Die satten Braun- und Schwarztöne der Erde; dann die verschiedenen Grünschattierungen, die dunklen des Grases, das im fruchtbaren Torfboden sproß, die helleren der Blätter an den Büschen, die kühlen, geheimnisvollen in den Tiefen zwischen den Baumstämmen, wo hohe Äste die Sonne verdeckten und ein fantastisches Zauberreich schufen ...
Und wo sich die Zweige nicht verdichteten, strahlte der Himmel, manchmal ein blauer Fleck, schimmernd im Sonnenlicht oder verdüstert von eisgrauen Sturmwolken. An solchen Tagen heulte und stöhnte der Wind, und die Äste sanken herab, als würden sie sich jener größeren, göttergleichen Macht beugen.
Und es gab auch Tage, wo wallender Nebel in sanftem Hellgrau heranrollte und den Zauber noch verstärkte. Wie gern kam sie hierher ... Vielleicht hatte sie ihren Sinn für die Magie vom Vater geerbt. Ihm verdankte sie gewisse Vorrechte, und wenn er heimkam, um sich von seinen Lehnspflichten gegenüber dem König auszuruhen, führte er sie in den Wald.
Anfangs hatte sie nicht erkannt, daß sie wegen ihrer Privilegien hierherkommen durfte. Nur eins wußte sie - wie wunderbar und gut ihr Vater war. Er besaß meergrüne Augen, platinblondes Haar und eine hochgewachsene Gestalt. Auch der König schien ihn zu schätzen, denn er rief ihn oft zu sich. Aber wann immer der Vater zurückkehrte, ging er mit ihr in den königlichen Wald.
Heute ritt sie ein Pferd, kein Pony, sondern eine große Stute. Das erlaubte ihr Vater, weil sie mittlerweile ausgezeichnet reiten konnte. An diesem besonderen Tag glich sie in ihrer äußeren Erscheinung einer erwachsenen Frau. Ihr Haar, sorgsam geflochten, bildete zu beiden Seiten des Kopfs anmutige Schlingen. Über dem dunkelgrünen Unterkleid, das mit den Farben des Waldes wetteiferte und weite, elegante, an den Handgelenken enganliegende Ärmel hatte, trug sie eine elfenbeinweiße Tunika.
Am Rücken hing ein Pfeilköcher, der Bogen war um eine Schulter geschlungen. Nie hatte sie ihrem Vater erzählt, es widerstrebe ihr, auf das schöne Wild zu zielen, denn sie begleitete ihn viel zu gern auf der Jagd. Außerdem wußte sie, daß jedes erlegte Reh die Nahrungsvorräte für die langen Wintermonate ergänzte.
Ja, dieser Tag begann wundervoll. Keine anderen Pairs hatten sich dem kleinen Jagdtrupp angeschlossen, der aus dem Vater, ihr selbst und ihrem Vetter Rob bestand. Nur zwei Pagen waren mitgekommen, um die Beute nach Hause zu befördern.
Rob war dreizehn, fünf Jahre älter als sie, und er genoß es immer noch, sie zu hänseln. Spöttisch verneigte er sich und nannte sie 'Lady Grünärmel'. Sie klagte, er würde sich wie ein kleiner Teufel aufführen. Trotzdem hielt er nicht den Mund, aber das störte sie nicht.
Stets fiel ihr eine passende Antwort ein, und während sie durch den Wald ritten, sah sie ihren Vater oft über das mutwillige Geschwätz lächeln. Natürlich verscheuchten sie dadurch das Wild, doch das ärgerte ihn nicht. Der halbe Tag lag noch vor ihnen. Es war angenehm kühl. Eine leichte Brise wehte, die Bäume rauschten, die Vögel sangen. Unter dem grünen Baldachin des Laubs spürte man die Sonnenhitze kaum.
Seltsamerweise ahnte sie lange vorher, daß etwas geschehen würde. Ein seltsames atemloses Schweigen lag in der Luft, eine plötzliche Stille, die sie warnte - als wäre sie eine Prinzessin, der die Waldgötter zu Gebote standen. Magisch und betörend ... Nein, nichts davon. Das Gefühl, das sie erfaßte, war Angst. Etwas Schreckliches kam auf sie zu, und sie wollte nicht tiefer in die Schatten zwischen den Baumen hineinreiten.
Ehe sie schreien und die Aufmerksamkeit der anderen erregen konnte, erblickten sie die tragische Szene. Sie befanden sich nicht allein im Wald. Vor ihnen, auf stattlichen Pferden, saßen drei Barone, in feinste Wo