Ein Mann reist in einem alten Studebaker durch Dörfer und Städte in Nordargenti- nien. Als Vertreter des Grosshandels J. J. Niemeyer verkauft er Waren von zweifelhaftem Nutzen an die von ihm besuchten Geschäfte. Immer wieder lässt er sein Leben Revue passieren, seine Kindheit, die gescheiterte Ehe, seine unerfüllten Wünsche, als Dichter zu reüssieren. Der namenlose Mann ohne Eigenschaften hat längst alle Illusionen begraben, pflegt keinen gesellschaftlichen Umgang, ist lediglich den abstrusen Gedankengängen seines sich zum Prediger entwickelnden Arbeitgebers Jott Jott Niemeyer alias Reverend Pablo ausgeliefert. Das Leben könnte immer so weitergehen. Da entdeckt er in der Nachttischschublade seines Hotels einen Liebesbrief an einen durch Selbstmord aus dem Leben geschiedenen Mann und beschliesst, die unterbrochene Korrespondenz unter falscher Identität wieder aufzunehmen. Es beginnt ein komplexes Spiel von Annäherung und Entfernung, von gegenseitigen Täuschungen, denn nicht nur der Handlungsreisende nimmt eine andere Identität an, auch die angebetete Frau, Clara, hat den Part einer Freundin, Alina, übernommen, die den Briefwechsel als Spiel begonnen hatte. Wer hier auf unnachahmliche Weise in einer präzisen und dennoch poetischen Sprache von der Undurchdringlichkeit der Welt und dem Dunkel unseres Strebens und unserer Sehnsüchte spricht, gilt schon lange als ein wichtiger Erzähler Lateinamerikas, von dem nun endlich auch ein erster Roman auf Deutsch vorliegt.
Autorentext
Zusammenfassung
Pedro Badran erzahlt die Geschichte eines vom Abriss bedrohten Hotels am Strand von Cartagena de Indias und damit die Geschichte all derer, die mit dem Hotel verbunden sind: Gaste, Eigentumer, Angestellte und Fans der mythischen Gestalt Tony Lafont, des Mannes mit der magischen Kamera, der verschwand und auf dessen Ruckkehr alle warten. Die Hauptpersonen sind eine geheimnisvolle hubsche Jongleurin, die auf der Suche nach Tony Lafont ist; ein junger Mann, der auf der Strasse Gluck bringende Eulen aus Draht herstellt und sich im Hotel einnistet, wo er an Amobenruhr erkrankt; Tony Lafonts Freund Charlie, der die Rezeption des Hotels betreut; Claudia Soraya, eine Touristin aus dem Landesinnern, die eine Liebschaft mit Tony Lafont hatte und im Meer ertrunken ist; der nur durch seine Polaroidfotos und Aufzeichnungen prasente Tony Lafont, der das ganze Universum, das er in dem Hotel verkorpert sieht, mit 3652 Fotos zu fassen kriegen will. Pedro Badran hat mit diesem Roman die kolumbianische Hafenstadt Cartagena als literarischen Ort entdeckt und dabei die ganze Magie der Karibik eingefangen, das Licht, die Fulle der Farben und Klange, die Sinnlichkeit, die Wurde der Armut, die einzigartige Atmosphare von Verfall und Poesie, die Zugewandtheit der Menschen zum Leben und die Traurigkeit der Tropen. Tony Lafont notiert in seinem Logbuch die in einer leidvollen Geschichte erworbene Weisheit, nach der die Menschen der Karibik leben: "e;Sich keine Hoffnungen machen und nicht zu verzweifeln."e; Ein magisches Wort, nach dem in dem Buch gesucht wird, ist funambulo. Und das sind die Romanhelden allemal: Funambulisten, Seiltanzer - Menschen, die sich, etwas weltfremd, aber lebensnah, stets am Rand der Existenz bewegen, und das auf eine fast spielerische Art. Es sind Lebenskunstler, besser gesagt, Uberlebenskunstler, die sich wie Schlafwandler in ihrer heiklen Situation behaupten.
Autorentext
Héctor Tizón wurde 1929 in Yala, in der Provinz Jujuy im Norden Argentiniens geboren. Er arbeitete als Journalist, Rechtsanwalt, Diplomat. 1960, während seiner Zeit als Kulturattaché in Mexiko, erschien ein erstes Buch mit Erzählungen, A un costado de los rieles (Am Rande der Gleise). Als 1976 die Militärs putschten, musste er Argentinien verlassen und ging nach Spanien. Seit seiner 1982 erfolgten Rückkehr lebt er wieder in Yala und betätigt sich bis heute als Richter am Obersten Gerichtshof seiner Heimatprovinz. Für seine zwanzig Bücher, von denen die Hälfte Romane sind, erhielt er zahlreiche Preise. Er starb 2012.
Zusammenfassung
Pedro Badran erzahlt die Geschichte eines vom Abriss bedrohten Hotels am Strand von Cartagena de Indias und damit die Geschichte all derer, die mit dem Hotel verbunden sind: Gaste, Eigentumer, Angestellte und Fans der mythischen Gestalt Tony Lafont, des Mannes mit der magischen Kamera, der verschwand und auf dessen Ruckkehr alle warten. Die Hauptpersonen sind eine geheimnisvolle hubsche Jongleurin, die auf der Suche nach Tony Lafont ist; ein junger Mann, der auf der Strasse Gluck bringende Eulen aus Draht herstellt und sich im Hotel einnistet, wo er an Amobenruhr erkrankt; Tony Lafonts Freund Charlie, der die Rezeption des Hotels betreut; Claudia Soraya, eine Touristin aus dem Landesinnern, die eine Liebschaft mit Tony Lafont hatte und im Meer ertrunken ist; der nur durch seine Polaroidfotos und Aufzeichnungen prasente Tony Lafont, der das ganze Universum, das er in dem Hotel verkorpert sieht, mit 3652 Fotos zu fassen kriegen will. Pedro Badran hat mit diesem Roman die kolumbianische Hafenstadt Cartagena als literarischen Ort entdeckt und dabei die ganze Magie der Karibik eingefangen, das Licht, die Fulle der Farben und Klange, die Sinnlichkeit, die Wurde der Armut, die einzigartige Atmosphare von Verfall und Poesie, die Zugewandtheit der Menschen zum Leben und die Traurigkeit der Tropen. Tony Lafont notiert in seinem Logbuch die in einer leidvollen Geschichte erworbene Weisheit, nach der die Menschen der Karibik leben: "e;Sich keine Hoffnungen machen und nicht zu verzweifeln."e; Ein magisches Wort, nach dem in dem Buch gesucht wird, ist funambulo. Und das sind die Romanhelden allemal: Funambulisten, Seiltanzer - Menschen, die sich, etwas weltfremd, aber lebensnah, stets am Rand der Existenz bewegen, und das auf eine fast spielerische Art. Es sind Lebenskunstler, besser gesagt, Uberlebenskunstler, die sich wie Schlafwandler in ihrer heiklen Situation behaupten.
Titel
Zwei Fremde auf dieser Welt
Untertitel
Roman
Autor
EAN
9783859903654
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Genre
Veröffentlichung
23.12.2019
Digitaler Kopierschutz
Adobe-DRM
Dateigrösse
0.52 MB
Anzahl Seiten
192
Auflage
erste Auflage
Lesemotiv
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