Polizist Elmar Windig darf endlich der Gilde der Weihnachtsmänner beitreten und tauscht überglücklich die Polizeiuniform gegen einen roten Mantel. Doch schon am ersten Abend stirbt ein Gilden-Mitglied gewaltsam, und jeden Tag folgt ein weiterer Mord. Steckt der Verein der Christkinder dahinter, mit dem die Gilde seit Langem verfeindet ist? Elmar Windig muss es herausfinden, bevor die Weihnachtsmänner komplett ausgerottet sind.

Helga Bürster, Jahrgang 1961, studierte Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft und Geschichte. Seitdem lebt sie vom Schreiben und Geschichtenerzählen. Mit ihrer Familie wohnt sie im Norden Deutschlands und schreibt Kriminalromane, historische Romane, Hörspiele, Theaterstücke und Reiseliteratur.

Autorentext

Helga Bürster, Jahrgang 1961, studierte Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft und Geschichte. Seitdem lebt sie vom Schreiben und Geschichtenerzählen. Mit ihrer Familie wohnt sie im Norden Deutschlands und schreibt Kriminalromane, historische Romane, Hörspiele, Theaterstücke und Reiseliteratur.



Leseprobe
Vanillekipferl

Zutaten:

300 g Mehl

50 g gemahlene Mandeln

50 g gemahlene Haselnüsse

100 g Zucker

1 Prise Salz

200 g kalte Butter

2 Eigelbe

5 Päckchen Vanillinzucker oder 40 g selbst gemachter Zucker (Eine Vanilleschote aufschneiden, ausschaben und Vanillemark mit Schote in circa 200 g weißen Zucker legen - als Gefäß eignet sich gut ein leeres Marmeladenglas -, drei Tage durchziehen lassen, fertig. Der Zucker hält sich sehr lange.)

Tasse Puderzucker

Zubereitung:

1. Das Mehl mit den Mandeln, den Haselnüssen, Zucker und Salz vermischen. Mit der Butter (in Flöckchen) und den Eigelben gleichmäßig verkneten. Den Teig in Folie eingewickelt zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Den Backofen auf 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Das Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig zu fingerdicken Röllchen formen, diese in circa 4 Zentimeter lange Stücke schneiden und zu Hörnchen formen.

3. Im vorgeheizten Ofen 10 bis 12 Minuten goldgelb backen. In der Zwischenzeit Vanillinzucker und Puderzucker vermischen. Die noch warmen Kipferl darin wälzen und abkühlen lassen.

1. Dezember

Als draußen der 1. Dezember heraufdämmerte, schaltete Elmar Wind den elektrischen Minikamin ein. Er rieb die klammen Hände vor dem künstlichen Feuer. Wieder einmal funktionierte die Heizung nicht.

Er sah aus dem Fenster. In der Fußgängerzone hasteten die Leute mit hochgezogenen Schultern und aufgeschlagenen Kragen zur Arbeit. Kalter Nieselregen, vermischt mit einzelnen Schneeflocken, trieb die Menschen in ihre warmen Büros. Aber Elmar konnte heute nichts die gute Laune verderben. Er pfiff ein fröhliches "Alle Jahre wieder" vor sich hin.

Die Geschäfte würden erst in einer halben Stunde öffnen, doch Elmar war heute extra früh gekommen. Seit Wochen hatte er auf diesen Moment hingearbeitet, und nun war - so hoffte er - endlich alles perfekt. Er legte den Zeigefinger auf den roten Schalter der voll belegten Mehrfachsteckdose, dann holte er tief Luft und drückte. Es wurde Licht.

Wohlige Schauer erfassten ihn. Langsam drehte er sich einmal um seine eigene Achse, um sein Werk zu betrachten. Eine Krippe mit dem üblichen Personal samt Ochs' und Esel, drei Lichterbögen mit verschiedenen Motiven, fünf Kunststoffsterne in unterschiedlichen Größen, von denen zwei die Farbe wechseln konnten, ein künstlicher Weihnachtsbaum, in dessen Zweigen winzige LED -Leuchten steckten, und unzählige Lichterketten, -netze und -schläuche, von milde schimmernd bis schrill blinkend, verwandelten das Büro des Kontaktbereichsbeamten Elmar Wind in ein bunt leuchtendes Weihnachtszimmer.

Die Krönung all dessen war Rudi: ein künstlicher Elchkopf in Originalgröße, dessen Augen und Geweih in verschiedenen Farben erstrahlten. Elmar hatte ihn bei eBay ersteigert. Rudi hing an der Wand direkt hinter dem Schreibtischstuhl und ragte, wenn Elmar dort saß, über seinen Kopf hinweg. Das hatte den Vorteil, dass er nur den Arm heben musste, um Rudis Maul zu kraulen, denn dann begann der Elch zu singen: "Rudolph, the red-nosed reindeer". Leider beherrschte der Tierkopf nur dieses eine Lied, aber Elmar liebte es, und deshalb setzte er sich jetzt feierlich auf seinen Stuhl und streichelte Rudi.

Während der sang, zog Elmar eine der Schreibtischschubladen auf, nahm einen Schuhkarton heraus, der schon leicht vergilbt war, stellte ihn vor sich hin und hob behutsam den Deckel. Etwas aus rotem Stoff lag darin, in Seidenpapier gewickelt. Elmar nahm es heraus, entfaltete es und strich den Stoff glatt. Es war eine Weihnac
Titel
Der letzte Weihnachtsmann
Untertitel
Ein Weihnachtskrimi
EAN
9783863589028
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Herausgeber
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
3.17 MB
Anzahl Seiten
224
Lesemotiv