Dieses von Hermann Brandenburg und Helen Güther herausgegebene Fachwerk begründet die gerontologische Pflege als eigenständige Wissenschaft. An der Schnittstelle von Pflegewissenschaft, Gerontologie, Philosophie und Soziologie analysiert der Sammelband, wie die Versorgung älterer Menschen durch Medikalisierung, Ökonomisierung und Vernachlässigung der Betroffenenperspektive deformiert wird und zeigt Wege zu einem Kulturwandel auf.
Das Werk argumentiert in vier Teilen: Impulse aus Kritischer Pflegewissenschaft und Kritischer Gerontologie liefern das theoretische Fundament. Darauf aufbauend werden Grundkonzepte wie Menschenwürde, Autonomie, Anerkennung nach Honneth und Care-Ethik als normative Maßstäbe entwickelt. Der dritte Teil widmet sich Themenfeldern von Professionalisierung über Qualitätsentwicklung bis Implementierungswissenschaft. Ein partizipatives Kapitel lässt Menschen mit Demenz selbst zu Wort kommen.
Das Lehrbuch richtet sich an Lehrende, Forschende und Studierende der Pflege- und Gesundheitswissenschaften sowie an Führungskräfte und Entscheidungsträger*innen in Altenhilfe und Sozialpolitik. Autor*innen wie Heiner Friesacher, Annette Riedel, Frank Schulz-Nieswandt und Helen Kohlen verbürgen die wissenschaftliche Qualität. Wer Pflege älterer Menschen als ethisch fundierte Sorgebeziehung verstehen und gestalten möchte, findet hier ein Grundlagenwerk.
Klappentext
Für eine professionelle Pflege und Betreuung alter Menschen sind gründliche Kenntnisse der Gerontologie und Pflegewissenschaft notwendig. Das erfahrene Herausgeber- und Autorenteam klärt Grundkonzepte der Gerontologischen Pflege, wie Gutes Leben, Lebensqualität, Personenzentrierte Pflege, Beziehung, Menschenwürde und Selbstbestimmung. Das Lehrbuch greift Impulse aus den Leitwissenschaften Gerontologie und Pflegewissenschaft auf und ermöglicht der Gerontologischen Pflege sich zu konturieren und zu positionieren. Herausgeber und Autoren
· entwerfen Gerontologische Pflege als eine fachlich angemessene, ethisch verantwortbare und gesellschaftlich unterstützte gute Pflege alter Menschen
· orientieren sich an einer den personzentrierten Pflege, die sich den Bedürfnissen der Betroffenen verpflichtetet fühlt
· stellen Professionalisierung, Qualitätsentwicklung und Innovation als zentrale Themenfelder in Forschung und Praxis der Gerontologischen Pflege dar.
· stellen die Person des pflegebedürftigen Menschen, der professionellen Pflegeperson und der pflegenden Angehörigen in den Mittelpunkt und analysieren die Umgebungsbedingungen
· beziehen die Sichtweisen von betroffenen alten Menschen mit ein
· bieten einen didaktisch gut strukturierten Text mit Einführungen, Lernzielen, Fallbeispielen, Aufgaben, Kontroversen, Schlussfolgerungen und weiterführenden Literaturhinweisen.
'Brandenburg/Güther' - Das Lehrbuch Gerontologische Pflege als Brückenschlag zwischen Pflegepraxis, Gerontologie und Pflegewissenschaft.