Selbstentblößungsrituale erschien erstmals 1981 und basiert auf der 1979 abgeschlossenen Habilitationsschrift der Autorin. Die Übersetzung ins Japanische rief 1992 ein lebhaftes Echo hervor. 1996 folgte eine englische Fassung in der Harvard University Press.
Autorentext
Professorin für Japanologie (Literatur- und Kulturwissenschaft) und Direktorin der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für Literaturwissenschaftliche Studien an der Freien Universität Berlin. Zuvor Professuren an den Universitäten Hitotsubashi (Tokyo) und Trier. Von 1996 bis 2004 Direktorin des Deutschen Instituts für Japanstudien (DIJ) in Tokyo.
Inhalt
Vorwort zur Neuausgabe Vorbemerkung zu Verfahrensfragen VORWORT als Einführung in die Problemstellung I KONTEXT UND ENTSTEHUNGSBEDINGUNGEN 1. Zeit- und geistesgeschichtlicher Kontext 2. Shizenshugi der japanische Naturalismus 3. Tayama Katai Paradigma eines japanischen Naturalisten 3.1. Die Einfluß-Frage 3.2. West-östliche Wahlverwandtschaften 3.3. Mißverständnisse 3.4. Innovation als Renovation 4. Futon 4.1. Autobiographische Elemente 4.2. Der Hauptmann-Einfluß 4.3. Die Werkgenealogie 4.4. Verstrebungen in der zeitgenössischen Literatur 5. Die theoretische Futon-Rezeption Rezensionen und Essays 6. Die praktische Futon-Rezeption Imitationen und Parodien II DIE SHISHÔSETSU-FORSCHUNG 1. Allgemeine Betrachtungen zur Forschungslage 2. Die Klassiker der Shishôsetsu-Forschung 2.1. Kobayashi Hideo: Watakushishôsetsu-ron 2.2. Itô Sei: Shôsetsu-no hôhô 2.3. Nakamura Mitsuo: Fûzoku-shôsetsu-ron 2.4. Hirano Ken: Geijutsu-to jisseikatsu 3. Die Shishôsetsu-Forschung im Überblick 3.1. Geschichte des Shishôsetsu und der Shishôsetsu-Theorie 3.2. Autoren und Werke des Shishôsetsu 3.3. Besondere Aspekte des Shishôsetsu III GATTUNGSTHEORIE 1. Begriffsgeschichte 1.1. Vorläufer des Shishôsetsu 1.1.1. Der ichininshô-shôsetsu 1.1.2. Ein japanischer Ich-Roman 1.1.3. Shinpen-mono 1.2. Literaturtheoretische Prämissen 1.3. Die Entstehung des Begriffs watakushishôsetsu 2. Die Literaturdebatte um den Shishôsetsu 2.1. Der Diskussionskontext 2.2. Der Shishôsetsu-Streit 3. Herkömmliche Shishôsetsu-Definitionen 4. Gattungstheorie in Japan 5. Shishôsetsu Versuch einer Gattungsbestimmung 5.1. Vorüberlegungen 5.2. Entwurf eines Strukturmodells 5.2.1. Faktizität 5.2.1.1. Historische Entstehungsbedingungen 5.2.2. Fokusfigur 5.2.2.1. Die Erzählperspektive 5.2.2.2. Die Zeitstruktur 5.2.2.3. Die Handlungsebene 5.2.2.4. Die Philosophie IV TRANSFORMATIONEN DES SHISHÔSETSU 1. Literarische Evolution Ein Problemaufriß 2. Shishôsetsu Beispiele und Analysen 2.1. Iwano Hômei: Tandeki (1909) 2.1.1. Ich bin stolz darauf, dekadent zu sein! Eine west-östliche Wahlverwandtschaft 2.1.2. Die Frau zur Lust 2.1.3. Die Frau als Last 2.1.4. Innere Stimmen und höhere Mächte oder Die Ohnmacht des Individuums 2.2. Chikamatsu Shûkô: Giwaku (1913) 2.2.1. Inter- und extratextuelle Verweise zur Steigerung der riaritî 2.2.2. Der heilige Tor 2.3. Shiga Naoya: Wakai (1917) 2.3.1. Shishôsetsu-Erzählstrategien Die Illusion des unmittelbaren Schreibens 2.3.2. Phantasierte Realität und realistische Phantasien 2.3.3. Gute und schlechte Stimmungen oder Die Unberechenbarkeit der Gefühle 2.4. Kasai Zenzô: Ko-wo tsurete (1918) 2.4.1. Die sentimentale Hermetik des Shishôsetsu und das egozentrische Sprechen 2.4.2. Leben heißt leiden 2.5. Kikuchi Kan: Tomo-to tomo-to-no aida (1919) 2.5.1. Der Freundesroman als bundan-Dokument 2.5.2. Literarische Grenzüberschreitungen 2.6. Hayashi Fumiko: Hôrôki (19281930) 2.6.1. Der Shishôsetsu und die Tagebuchform 2.6.2. Geld, Mahlzeiten und Tränen 2.6.3. Lebenswille und Todeswunsch 2.6.4. Das Werk als Freund des Lesers 2.7. Dazai Osamu: Ningen shikkaku (1948) 2.7.1. Herzenswunden sublimieren 2.7.2. Schreiben als Ausweg 2.7.3. Possenreißen als Verzweiflungstat 2.7.4. Die modernste Shishôsetsu-Version 2.8. Miura Tetsuo: Shinobugawa (1960) 2.8.1. Reinheit und Lyrizität 2.8.2. Schöne Armut oder Der Verdacht auf Fiktivität V DER SHISHÔSETSU IM LITERARISCHEN KOMMUNIKATIONSSYSTEM 1. Vorbemerkung 2. Die kommunikative Gebrauchsfunktion des Shishôsetsu 2.1. Der Autor des Shishôsetsu 2.1.1. Kakitagaru-byô Die Schreibkrankheit 2.1.2. Zuflucht des Herzens und Rettung 2.1.3. Der Shishôsetsu als automatischer Text 2.1.4. Der Shishôsetsu als Psychogramm 2.1.5. Selbstentblößung als moralische Handlung 2.1.6. Institutionalisiertes Außenseitertum 2.2. Der Held des Shishôsetsu 2.2.1. Die objektive Wirkung der Subjektivität 2.2.2. Paradigmatische Wirklichkeitserfahrung 2.2.3. Die Austauschbarkeit von Literatur und Leben 2.2.4. Entwicklungslosigkeit 2.3. Der Leser des Shishôsetsu 2.3.1. Sanktionierter Voyeurismus 2.3.2. Der Shishôsetsu als Identifikationsangebot 2.3.3. Die gesteigerte Autorität der Authentizität 2.3.4. Der Shishôsetsu als Lebenshilfe 2.3.5. Dokumente der conditio humana 3. Aspekte der Traditionalität 3.1. Tagebuch- und Miszellen-Literatur 3.2. Lyrizität 3.3. Naturmystik 4. Der kulturelle Kode 4.1. Das Makoto-Prinzip 4.2. Empirismus 4.3. Der Mythos der Unmittelbarkeit 4.4. Irrationalismus und Fatalismus 5. Thesen zur historisch-kritischen Deutung des Phänomens Shishôsetsu SUMMARY ABKÜRZUNGEN BIBLIOGRAPHIE APPENDIX TO THE BIBLIOGRAPHY PERSONENREGISTER UND WERKVERZEICHNIS SACHREGISTER
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Professorin für Japanologie (Literatur- und Kulturwissenschaft) und Direktorin der Friedrich Schlegel Graduiertenschule für Literaturwissenschaftliche Studien an der Freien Universität Berlin. Zuvor Professuren an den Universitäten Hitotsubashi (Tokyo) und Trier. Von 1996 bis 2004 Direktorin des Deutschen Instituts für Japanstudien (DIJ) in Tokyo.
Inhalt
Vorwort zur Neuausgabe Vorbemerkung zu Verfahrensfragen VORWORT als Einführung in die Problemstellung I KONTEXT UND ENTSTEHUNGSBEDINGUNGEN 1. Zeit- und geistesgeschichtlicher Kontext 2. Shizenshugi der japanische Naturalismus 3. Tayama Katai Paradigma eines japanischen Naturalisten 3.1. Die Einfluß-Frage 3.2. West-östliche Wahlverwandtschaften 3.3. Mißverständnisse 3.4. Innovation als Renovation 4. Futon 4.1. Autobiographische Elemente 4.2. Der Hauptmann-Einfluß 4.3. Die Werkgenealogie 4.4. Verstrebungen in der zeitgenössischen Literatur 5. Die theoretische Futon-Rezeption Rezensionen und Essays 6. Die praktische Futon-Rezeption Imitationen und Parodien II DIE SHISHÔSETSU-FORSCHUNG 1. Allgemeine Betrachtungen zur Forschungslage 2. Die Klassiker der Shishôsetsu-Forschung 2.1. Kobayashi Hideo: Watakushishôsetsu-ron 2.2. Itô Sei: Shôsetsu-no hôhô 2.3. Nakamura Mitsuo: Fûzoku-shôsetsu-ron 2.4. Hirano Ken: Geijutsu-to jisseikatsu 3. Die Shishôsetsu-Forschung im Überblick 3.1. Geschichte des Shishôsetsu und der Shishôsetsu-Theorie 3.2. Autoren und Werke des Shishôsetsu 3.3. Besondere Aspekte des Shishôsetsu III GATTUNGSTHEORIE 1. Begriffsgeschichte 1.1. Vorläufer des Shishôsetsu 1.1.1. Der ichininshô-shôsetsu 1.1.2. Ein japanischer Ich-Roman 1.1.3. Shinpen-mono 1.2. Literaturtheoretische Prämissen 1.3. Die Entstehung des Begriffs watakushishôsetsu 2. Die Literaturdebatte um den Shishôsetsu 2.1. Der Diskussionskontext 2.2. Der Shishôsetsu-Streit 3. Herkömmliche Shishôsetsu-Definitionen 4. Gattungstheorie in Japan 5. Shishôsetsu Versuch einer Gattungsbestimmung 5.1. Vorüberlegungen 5.2. Entwurf eines Strukturmodells 5.2.1. Faktizität 5.2.1.1. Historische Entstehungsbedingungen 5.2.2. Fokusfigur 5.2.2.1. Die Erzählperspektive 5.2.2.2. Die Zeitstruktur 5.2.2.3. Die Handlungsebene 5.2.2.4. Die Philosophie IV TRANSFORMATIONEN DES SHISHÔSETSU 1. Literarische Evolution Ein Problemaufriß 2. Shishôsetsu Beispiele und Analysen 2.1. Iwano Hômei: Tandeki (1909) 2.1.1. Ich bin stolz darauf, dekadent zu sein! Eine west-östliche Wahlverwandtschaft 2.1.2. Die Frau zur Lust 2.1.3. Die Frau als Last 2.1.4. Innere Stimmen und höhere Mächte oder Die Ohnmacht des Individuums 2.2. Chikamatsu Shûkô: Giwaku (1913) 2.2.1. Inter- und extratextuelle Verweise zur Steigerung der riaritî 2.2.2. Der heilige Tor 2.3. Shiga Naoya: Wakai (1917) 2.3.1. Shishôsetsu-Erzählstrategien Die Illusion des unmittelbaren Schreibens 2.3.2. Phantasierte Realität und realistische Phantasien 2.3.3. Gute und schlechte Stimmungen oder Die Unberechenbarkeit der Gefühle 2.4. Kasai Zenzô: Ko-wo tsurete (1918) 2.4.1. Die sentimentale Hermetik des Shishôsetsu und das egozentrische Sprechen 2.4.2. Leben heißt leiden 2.5. Kikuchi Kan: Tomo-to tomo-to-no aida (1919) 2.5.1. Der Freundesroman als bundan-Dokument 2.5.2. Literarische Grenzüberschreitungen 2.6. Hayashi Fumiko: Hôrôki (19281930) 2.6.1. Der Shishôsetsu und die Tagebuchform 2.6.2. Geld, Mahlzeiten und Tränen 2.6.3. Lebenswille und Todeswunsch 2.6.4. Das Werk als Freund des Lesers 2.7. Dazai Osamu: Ningen shikkaku (1948) 2.7.1. Herzenswunden sublimieren 2.7.2. Schreiben als Ausweg 2.7.3. Possenreißen als Verzweiflungstat 2.7.4. Die modernste Shishôsetsu-Version 2.8. Miura Tetsuo: Shinobugawa (1960) 2.8.1. Reinheit und Lyrizität 2.8.2. Schöne Armut oder Der Verdacht auf Fiktivität V DER SHISHÔSETSU IM LITERARISCHEN KOMMUNIKATIONSSYSTEM 1. Vorbemerkung 2. Die kommunikative Gebrauchsfunktion des Shishôsetsu 2.1. Der Autor des Shishôsetsu 2.1.1. Kakitagaru-byô Die Schreibkrankheit 2.1.2. Zuflucht des Herzens und Rettung 2.1.3. Der Shishôsetsu als automatischer Text 2.1.4. Der Shishôsetsu als Psychogramm 2.1.5. Selbstentblößung als moralische Handlung 2.1.6. Institutionalisiertes Außenseitertum 2.2. Der Held des Shishôsetsu 2.2.1. Die objektive Wirkung der Subjektivität 2.2.2. Paradigmatische Wirklichkeitserfahrung 2.2.3. Die Austauschbarkeit von Literatur und Leben 2.2.4. Entwicklungslosigkeit 2.3. Der Leser des Shishôsetsu 2.3.1. Sanktionierter Voyeurismus 2.3.2. Der Shishôsetsu als Identifikationsangebot 2.3.3. Die gesteigerte Autorität der Authentizität 2.3.4. Der Shishôsetsu als Lebenshilfe 2.3.5. Dokumente der conditio humana 3. Aspekte der Traditionalität 3.1. Tagebuch- und Miszellen-Literatur 3.2. Lyrizität 3.3. Naturmystik 4. Der kulturelle Kode 4.1. Das Makoto-Prinzip 4.2. Empirismus 4.3. Der Mythos der Unmittelbarkeit 4.4. Irrationalismus und Fatalismus 5. Thesen zur historisch-kritischen Deutung des Phänomens Shishôsetsu SUMMARY ABKÜRZUNGEN BIBLIOGRAPHIE APPENDIX TO THE BIBLIOGRAPHY PERSONENREGISTER UND WERKVERZEICHNIS SACHREGISTER
Titel
Selbstentblößungsrituale
Untertitel
Zur Theorie und Geschichte der autobiographischen Gattung »Shishôsetsu« in der modernen japanischen Literatur
EAN
9783862059034
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
2.99 MB
Anzahl Seiten
418
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