Endloser Sonnenschein, weiße Strände und kristallklares Meer: Die meisten reisen nach das Hvar, um genau das zu finden. Nicht so Kate - sie fährt auf das kroatische Inselparadies um abzutauchen. Ihrem Leben dorthin zu entfliehen, wo niemand sie kennt, das ist ihr Plan nach dem Liebes-Aus mit ihrem Freund. Bis sie eine andere einsame Seele findet. Alex ist anders als die Männer, die Kate bisher kennt, und die Verbindung zwischen ihnen ist unmittelbar und tief. Kate öffnet sich Alex gegenüber wie nie zuvor. Doch nicht nur sie möchte unter der Sonne von Hvar ein Geheimnis verbergen. Und als sie beginnt, hinter die Fassade von Alex zu blicken, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Wahrheit sie einholt ...

Isabelle Broom, geboren 1979 in Cambridge, hat Medienwissenschaft an der University of West London studiert und arbeitet als Redakteurin und Autorin. Eine Europareise nach ihrem Studium führte sie auf die griechische Insel Zakynthos, wo sie unvergessliche Monate verbrachte. Olivensommer ist ihr Debütroman.

Die perfekte Urlaubslektüre für alle Sonnenanbeter*innen mit Sinn für Romantik

Autorentext
Isabelle Broom, geboren 1979 in Cambridge, hat Medienwissenschaft an der University of West London studiert und arbeitet als Redakteurin und Autorin. Eine Europareise nach ihrem Studium führte sie auf die griechische Insel Zakynthos, wo sie unvergessliche Monate verbrachte. Olivensommer ist ihr Debütroman.

Leseprobe

1

Wie die meisten Menschen wusste auch Kate Nimble, dass sich das eigene Leben in den letzten Momenten vor dem Tod noch einmal im Zeitraffer vor dem inneren Auge abspulte. Allerdings wusste sie nicht, dass auch das Gegenteil der Fall war und sich alles zu einem schmerzhaften Schneckentempo verlangsamte, wenn man gerade lebendiger denn je war.

Jede Note des Songs, den man bewusst ausgesucht hatte.

Jede Miene auf den nach oben gewandten Gesichtern von Freunden und Familie.

Und jede Sekunde, die der Mann, dem man eben einen Heiratsantrag gemacht hatte, nicht mit einem Ja antwortete.

Kate zwang sich, sich auf James zu konzentrieren. Sein Mund stand offen, zweifellos aufgrund einer Mischung aus Schock und Verlegenheit. Genau wie sie schien er seine Sprachfähigkeit eingebüßt zu haben. Wenn dieses besondere Gebrechen sie doch nur schon früher ereilt hätte - bevor sie diesen Stuhl herangezogen hatte, hinaufgestiegen war und die Anwesenden lautstark um ihre Aufmerksamkeit gebeten hatte.

»Ich ... ähm ...« James vollführte ratlose Gesten, sein erhobener Arm war schlaff wie eine regennasse Fahne.

Kate wusste, dass sie sich bewegen, dass sie etwas sagen sollte - irgendetwas; dass sie von diesem Podest der Demütigung heruntersteigen sollte. Aber es ging nicht. Ihre Glieder waren bleischwer und ihre Füße wie angewurzelt.

»Ich glaube, dass ... Was ich damit sagen will ...«, fuhr James fort. Er klang völlig überfordert.

Kate begann zu zittern. Jede vertraute Ecke im schäbigen Veranstaltungsraum des Pubs schien immer näher zu rücken. Etliche Leute hielten ihre Handys hoch, und der Gedanke daran, was diese Szene noch nach sich ziehen würde, war schier unerträglich.

»Verzeihung, Platz da, ich muss mal eben durch.«

Noch eine Stimme, streng, aber beruhigend. Ihre beste Freundin Robyn hatte sich durch die im Halbkreis versammelten Gäste gedrängt und eilte nun auf Kate zu.

»Komm schon.« Sie streckte die Hand aus. »Holen wir dich da runter.«

Ein Schluchzen schnürte Kate die Kehle zu, und sie löste es mit einem Lachen.

»Tut mir leid, Leute!«, rief sie, und die Absätze ihrer Schuhe verfingen sich in ihrem Rocksaum, als Robyn sie halb vom Stuhl hob, halb herunterzerrte. »Das war nur ein Scherz.«

Sie riskierte einen Blick zu James, doch ihr Freund starrte zu Boden.

»Es war nur ein Scherz«, wiederholte sie mit brüchiger Stimme, während Robyn sie hinaus in den Flur führte.

»Nicht weinen«, flehte ihre Freundin.

»Tu ich nicht«, sagte Kate, aber sie spürte, wie die Tränen in ihr hochstiegen.

»Bestimmt hat James dich nicht richtig verstanden.« Robyn sprach mit dem nachdrücklichen Tonfall einer Frau, die nicht nur ihr Gegenüber, sondern auch sich selbst überzeugen wollte. »Du hast ihn einfach überrumpelt, das ist alles. Er hat offensichtlich nicht damit gerechnet. Vielleicht hatte er längst geplant, wie er dir einen Antrag machen wollte, und nun hat es ihm vor Bedauern, dir nicht zuvorgekommen zu sein, die Sprache verschlagen?«

Kate zitterte immer noch.

»Die gute Nachricht ist doch«, erklärte ihre Freundin vielsagend, »dass er im Grunde nicht Nein gesagt hat, oder?« Beim Sprechen wickelte sie eine Strähne ihres dunklen Haars um den Finger. Ihr blasses Gesicht war sorgenvoll verkniffen. »Vielleicht hat er sich den Moment unter vier Augen gewünscht. Ich meine, er hat noch nie gern im Mittelpunkt gestanden, nicht wahr? So muss es sein - es ist ihm einfach peinlich.«

Kate schürzte die Lippen und kämpfte gegen die Tränen an. Wie flüssige Lava stieg Entsetzen in ihrer Brust hoch.

James hatte nicht Nein gesagt. Aber Ja hatte er auch nicht gesagt.

»Soll ich ihn holen gehen?«, fragte Robyn, und dann, als Kate nichts erwiderte: »Du wirst schon sehen, gleich werdet ihr beide darüber lache

Titel
Die Insel der Herzen
Untertitel
Roman
Übersetzer
EAN
9783641291495
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Herausgeber
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
1.87 MB
Anzahl Seiten
448
Features
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
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