Die Schriftstellerin Jagoda Marinic führt im Kursbuch 194 auf anschauliche Weise vor, wie sich der Blick auf die Geschichte der Bundesrepublik ändert, wenn man sie aus einer ausgeschlossenen dritten Perspektive erzählt, nämlich der der Einwanderer.
Es fehlen Narrative, sagt sie, die von anderen Aspekten als nur denen des vermeintlichen Misslingens der Einwanderungsgesellschaft erzählen. Eine in ihrem Sinne erzeugte Vielstimmigkeit im öffentlichen Diskurs könnte dafür sorgen, dass nicht weiterhin nur die eine Sicht, die eine Realität als dominante nachgezeichnet wird. Denn eine Folge dieses eklatanten Missverhältnisses sei auch die Normalisierung rechter Diskurse in der Mitte der Gesellschaft quasi als Reaktion auf diese eine Realität.



Autorentext
Jagoda Marini?, geb. 1977, lebt als Schriftstellerin, Kulturmanagerin und Journalistin in Heidelberg. Zuletzt erschien "Made in Germany. Was ist deutsch in Deutschland?"

Zusammenfassung
Die Schriftstellerin Jagoda Marinic fuhrt im Kursbuch 194 auf anschauliche Weise vor, wie sich der Blick auf die Geschichte der Bundesrepublik andert, wenn man sie aus einer ausgeschlossenen dritten Perspektive erzahlt, namlich der der Einwanderer. Es fehlen Narrative, sagt sie, die von anderen Aspekten als nur denen des vermeintlichen Misslingens der Einwanderungsgesellschaft erzhlen. Eine in ihrem Sinne erzeugte Vielstimmigkeit im ffentlichen Diskurs knnte dafuI r sorgen, dass nicht weiterhin nur die eine Sicht, die eine Realitt als dominante nachgezeichnet wird. Denn eine Folge dieses eklatanten Missverhltnisses sei auch die Normalisierung rechter Diskurse in der Mitte der Gesellschaft quasi als Reaktion auf diese eine Realitt.
Titel
Das Land der Vielen
Untertitel
Eine mehrstimmige deutsche Geschichte
EAN
9783961960408
Format
E-Book (epub)
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
0.22 MB
Anzahl Seiten
24