Warum sollte man das Vererben moderieren? Eigentlich ist es doch ganz einfach: Bestimmt ein Erblasser nichts, gilt die gesetzliche Erbfolge. Wer das nicht will, der schreibt ein Testament. Die Nachwelt hat sich danach zu richten. So funktioniert das Vererben heute aber nicht mehr. Die Zahl der Rechtsstreite in Erbsachen vor deutschen Gerichten nimmt kontinuierlich zu.
In diesem Buch geht es darum, den Erblasser im Zusammenhang mit seiner Testamentsgestaltung durch die Brille der Erben und anderen Hinterbleibenden blicken zu lassen und so ein harmonisches Vererben zu ermöglichen. Es geht darum, aus der Psychologie, der Soziologie, der Pädagogik, der Philosophie und sogar der Epigenetik Erkenntnisse gewinnen, um anhand dieser für einen zukünftigen Erbfall Gestaltungen empfehlen zu können, die dazu beitragen, dass die Hinterbleibenden sich auch nach dem Erbfall gut verstehen.
Neben diesem Blick auf (zwischen)menschliche Aspekte der Vermögensübertragung wird in einem juristischen Fachteil der Blick auch auf die konkreten testamentarischen Gestaltungsmittel gerichtet. Mit konkreten Praxishinweisen wird dargestellt, welche juristischen Gestaltungen in welcher persönlichen Situation der Beteiligten risikogeneigt oder streitvermeidend sind.
Testamentsgestaltung durch die Brille der Erben und anderen Hinterbleibenden Zeigt Wege der juristischen Gestaltung auf, die risikogeneigt oder streitvermeidend sind Erklärt, wie ein harmonisches Vererben gestaltet werden kann
Inhalt
(Zwischen)Menschliche Aspekte der Vermögensübertragung.- Grundlagen.- Erbmoderation: Begriff und Inhalt.- Gruppen, Gruppendynamik und Rollen.- Traumata und epigenetische Vererbung.- Bindungstheorie und Ostrazismus.- Tod, Geld und andere Tabus in Familien.- Systembedingt angelegte Konkfliktarten in Familien.- Gerechtigkeit, Neid und sonstige weichen Faktoren.- Der altruistische Erbe und andere Sonderfälle.- Finanzieller Missbrauch älterer Menschen.- Psychologische Aspekte der Unternehmensnachfolge.- Verhandlungspsychologie.- Konfliktmoderation.- Motivationspsychologie.- Konfliktforschung.- Mimikresonanz.- Juristische Aspekte und Rahmenbedingungen des Erbrechts.- Grundsätze des Erbrechts.- Gesetzliche und gewillkürte Erfolge.- Arten von Verfügungen von Todes wegen.- Gestaltungsmöglichkeiten.- Besonderheiten bei der Erbfolge bei Unternehmen.- Die Stiftung als Vermögensnachfolgerin.- Erwägungen bei der Gestaltung.