Jennifer Alice Jager schrieb ihr erstes Buch während der Ausbildung zur Mediengestalterin. Schnell erlangte sie Bekanntheit durch ihre erfolgreichen Märchenadaptionen und Fantasyromane bei Carlsen Impress. Nachdem sie eine Zeit lang in Japan lebte, wohnt sie heute wieder in ihrer Heimat, dem Saarland. Dort widmet sie sich hauptberuflich dem Schreiben und verbringt ihre Freizeit am liebsten mit ihren Tieren in der Natur.
**Die verlorenen Splitter des Herzens der Mondkönigin** Niemals trüben Wolken den Blick auf das Firmament des Landes Havendor. Der Mond leuchtet stets rund vom Himmelszelt und die Sterne flüstern sich Geschichten von Magie und Wundern zu. Legenden über den silbernen Thron der alten Könige Als direkte Nachfahrin eben dieser Könige und rechtmäßige Regentin hat Luna die Erzählungen darüber schon immer geliebt. Doch nie hätte sie für möglich gehalten, dass sie wahr sein könnten. Bis eines Nachts die Sterne vom Himmel fallen und zu Männern werden den Kriegern der Mondkönigin. Sie suchen nur eines: Luna. Nun muss Luna sich ausgerechnet mit dem Mann verbünden, der ihre Familie gestürzt hat und jetzt selbst Anspruch auf die Regentschaft erhebt: Hayes Hallender, dessen warme Augen eine trügerische Sicherheit versprechen. "Die Nacht der fallenden Sterne" ist eine Adaption des Volksmärchens "Sterntaler" und ein in sich abgeschlossener Einzelband. //Weitere märchenhafte Romane der Bestseller-Autorin Jennifer Alice Jager: -- Sinabell. Zeit der Magie -- Being Beastly. Der Fluch der Schönheit -- Secret Woods 1: Das Reh der Baronesse -- Secret Woods 2: Die Schleiereule des Prinzen -- Prinzessin Fantaghiro. Im Bann der Weißen Wälder -- Schneeweiße Rose. Der verwunschene Prinz (Rosenmärchen 1) -- Blutrote Dornen. Der verzauberte Kuss (Rosenmärchen 2)//
Autorentext
Jennifer Alice Jager schrieb ihr erstes Buch während der Ausbildung zur Mediengestalterin. Schnell erlangte sie Bekanntheit durch ihre erfolgreichen Märchenadaptionen und Fantasyromane bei Carlsen Impress. Nachdem sie eine Zeit lang in Japan lebte, wohnt sie heute wieder in ihrer Heimat, dem Saarland. Dort widmet sie sich hauptberuflich dem Schreiben und verbringt ihre Freizeit am liebsten mit ihren Tieren in der Natur.
Zusammenfassung
**Die verlorenen Splitter des Herzens der Mondkönigin**Niemals trüben Wolken den Blick auf das Firmament des Landes Havendor. Der Mond leuchtet stets rund vom Himmelszelt und die Sterne flüstern sich Geschichten von Magie und Wundern zu. Legenden über den silbernen Thron der alten Könige Als direkte Nachfahrin eben dieser Könige und rechtmäßige Regentin hat Luna die Erzählungen darüber schon immer geliebt. Doch nie hätte sie für möglich gehalten, dass sie wahr sein könnten. Bis eines Nachts die Sterne vom Himmel fallen und zu Männern werden den Kriegern der Mondkönigin. Sie suchen nur eines: Luna. Nun muss Luna sich ausgerechnet mit dem Mann verbünden, der ihre Familie gestürzt hat und jetzt selbst Anspruch auf die Regentschaft erhebt: Hayes Hallender, dessen warme Augen eine trügerische Sicherheit versprechen.»Die Nacht der fallenden Sterne« ist eine Adaption des Volksmärchens »Sterntaler« und ein in sich abgeschlossener Einzelband.//Weitere märchenhafte Romane der Bestseller-Autorin Jennifer Alice Jager:-- Sinabell. Zeit der Magie -- Being Beastly. Der Fluch der Schönheit -- Secret Woods 1: Das Reh der Baronesse -- Secret Woods 2: Die Schleiereule des Prinzen -- Prinzessin Fantaghiro. Im Bann der Weißen Wälder-- Schneeweiße Rose. Der verwunschene Prinz (Rosenmärchen 1) -- Blutrote Dornen. Der verzauberte Kuss (Rosenmärchen 2)//
Leseprobe
01.
Das Reich von Nebel umhüllt
Wie jeden Abend stand ich auf meinem Balkon und betrachtete die Sterne am tiefschwarzen Himmel. In ein einfaches Nachthemd gekleidet lehnte ich am Geländer und ließ den Wind an den Strähnen meiner hellbraunen Haare zupfen. Zu selten hatte ich die Gelegenheit, mein Haar offen zu tragen.
In meiner Heimat, auf der Insel Havendor, war jede Nacht wie die vorhergegangene. Nie trübten Wolken den Blick auf das Firmament, der Mond war rund und blass und wenn man die Sterne lange genug beobachtete, hatte man das Gefühl, ihr zaghaftes Flimmern sei eine Sprache - als flüsterten sie sich Geschichten zu, die von Magie und Wundern handelten.
Ich wusste, dass der nächtliche Himmel andernorts nicht so aussah wie hier. Zwar hatte ich meine Heimat noch nie verlassen und die Geschichten von Ländern, fern der kleinen, vom Nebel umschlossenen Insel, waren nichts weiter als Legenden, doch ich glaubte fest daran, dass da noch mehr sein musste. Außerhalb Havendors musste es andere Menschen geben. Andere Überlebende eines Krieges, der schon so lange zurücklag, dass sich kaum noch einer an ihn erinnern konnte. Nur wir Magnaten kannten die alten Geschichten.
Einst hatten unsere Vorfahren einen Pakt mit den Kindern des Lichts geschlossen. Den Dienern der Mondkönigin, ihrem Volk, das auf der anderen Seite der Sterne lebte. Von ihnen erhielten sie Magie und erhoben sich zu Königen.
Doch dann kam der Krieg, die Kinder des Lichts zogen sich in ihr Reich zurück und meine Vorfahren flohen mit den treuesten ihrer Anhänger auf diese Insel. Seit jenen Tagen lebten wir abgeschottet vom Rest der Welt. Die Magie hatte uns schon vor Generationen im Stich gelassen und die Kinder des Lichts waren zu Legenden geworden.
Hinter den Nebeln, so hieß es, zogen des Nachts Wolken über den Himmel. Dort nahm der Mond ab und zu, leuchtete und tauchte die Sterne und die Gesichter der Menschen, die sich ihm zuwandten, in sein silbriges Licht.
In Havendor waren es die Lichter des Palasts von Lymerik, die sich in den trüben Augen der Thrall widerspiegelten - der Nachfahren unserer einst so treuen Diener. Von hier oben, einem der höchsten Balkone des Palasts, sah man das natürlich nicht. Hier wirkten die Gossen sauber und die Häuser beschaulich.
Wie es den Thrall erging, wusste ich nur von meinen Bediensteten. Mir war es verboten, die Stadt zu betreten, und so war das Leben dort für mich ebenso fern und schwer zu greifen wie die vielen Geschichten von anderen Inseln und Ländern, von dem Reich hinter den Sternen, von Magie und Abenteuern.
Ich atmete tief ein und füllte meine Lungen mit der kühlen Abendluft. Wenn ich einmal die Nachfolge meines Vaters antreten, den silbernen Thron besteigen und Vorsitzende des Parlaments der Zwölf Familien werden würde, wollte ich vieles anders machen.
Es war nicht fair, dass…