Psychotische Störungen greifen tief in den Lebensalltag der Betroffenen ein und belasten ihre Beziehung zu sich selbst und zu anderen. In der vorliegenden Einführung werden die entscheidenden psychoanalytischen Psychosekonzepte vorgestellt und Konsequenzen für die therapeutische Haltung herausgearbeitet. Zahlreiche klinische Beispiele veranschaulichen und vertiefen die Konzepte.

Die neue Reihe »Analyse der Psyche und Psychotherapie« will die grundlegenden Konzepte und Begrifflichkeiten der Psychoanalyse auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Diskussion erläutern, ihre historische Entwicklung nachzeichnen und sie in ihrer Bedeutung für die Therapie darstellen. Sie richtet sich u.a. an Psychotherapeuten und Studierende.

Autorentext
Joachim Küchenhoff ist Psychoanalytiker und Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und für Psychosomatische Medizin in Binningen bei Basel. Er ist emeritierter Professor der Universität Basel, Vorsitzender des Aufsichtsrates und Gastprofessor der Internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin. Stand: Oktober 2025

Inhalt
Inhalt Einleitung Psychiatrie, Psychopathologie und Psychodynamik Psychiatrische Klassifikationen und ihre Grenzen Psychotische Störungen in der ICD-10 Verstehende Psychopathologie und die Person des psychotisch Erkrankten Verstehende Psychopathologie und Psychoanalyse Der psychisch Kranke als Person Interpersonalität und die Anerkennung des Fremden Psychoanalytische Psychosetheorien Die Psychose als Abwehrleistung und Umbau der Realität (mit Freud) Der Wahn als Projektion von Triebwünschen Der Wahn als Weltenaufgang Narzissmus versus Objektbeziehung in der Psychose Die psychotische Sprache und die Rückkehr zum Objekt Der schizophrene Konkretismus und die Symbolisierungsstörungen Der psychotische Umgang mit der Realität Pathologischer Narzissmus und Beziehungsgestaltung (nach Freud) Psychogenese und Biogenese sind kein Gegensatz Die Psychose und der Körper Die Qualität der psychotischen Objektbeziehungen Autismus und Psychose Lernen aus Erfahrung im psychotischen Prozess Die Verwerfung und die symbolische Ordnung Sprachgrenzen und Denkgrenzen Differenz als etwas Lebensnotwendiges Fallbeispiel Die Bedeutung der Destruktivität in der Psychose Erfahrungsräume und die Entwicklung der Repräsentation Der pathologische Narzissmus und die Abwehr der Triangulierung Die Beziehungsdilemmata und die psychotischen Lösungen Positivierung als therapeutische Grundhaltung Bedingungen des psychotischen Erlebens: Ein psychodynamisches Faktorenmodell Voraussetzungen Aufbauprinzip Bedingungsgefüge psychotischer Störungen Das subjektive Erleben Die objektivierbaren psychischen Fähigkeiten Die Qualitäten der Beziehungsangebote Schlussfolgerungen aus dem Modell Die Notwendigkeit eines multidimensionalen Verständnisses Psychodynamische Grundhaltung in der Begegnung mit psychotisch erkrankten Menschen Beziehungsdynamik und psychotisches Erleben Psychotherapeutische Arbeit mit psychotischen Patienten Vor dem drohenden Zusammenbruch der Realitätskontrolle Der Zwang zur Ökonomie des Gebens Fallbeispiel Psychotische Residualzustände als Beziehungsabwehr Umgang mit inneren und äußeren Mauern literarisches Fallbeispiel Psychotische und nichtpsychotische Anteile der Persönlichkeit Das Verdecken des psychotischen Anteils der Persönlichkeit durch den nichtpsychotischen Das Verdecken des nichtpsychotischen Anteils der Persönlichkeit durch den psychotischen Beziehungsdynamik und Psychopharmakologie Die Medikamentengabe und die Beziehungsperspektive Das Medikament als Übertragungsort Medikament und Selbstwirksamkeit Engagement in der Psychotherapie Schlussbemerkung Literatur
Titel
Psychose
EAN
9783837965148
Format
E-Book (pdf)
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
1.33 MB
Anzahl Seiten
146
Auflage
2. Aufl. 2018
Lesemotiv