Some label Paul as anti-feminist and misogynistic, others see him as the pioneer of modern emancipation efforts. Johanna Körner's nuanced consideration of the evidence places the apostle between the two poles and shows just how much his sex and gender ethics were influenced by his Jewish heritage.
Bei der inhaltlichen Gestalt der Ethik des Paulus geht die Forschungsdiskussion mehrheitlich davon aus, dass deren Spezifikum in ihrer theologischen, insbesondere christologischen Begründung liege, während sie inhaltlich nahezu deckungsgleich sei mit den Traditionen der jüdischen sowie paganen Umwelt; man spricht daher oft von materialethischer "Inklusivität". Johanna Körner geht der Frage, exemplarisch am Bereich der Sexual- und Geschlechterethik, nach, indem sie theologische mit soziokulturellen sowie traditions- und religionsgeschichtlichen Aspekten verbindet. Dabei zeigt sich, dass Paulus zwar grundlegend von seiner jüdischen Herkunftstradition geprägt bleibt. Gleichwohl kann nicht pauschal von materialethischer "Inklusivität" gesprochen werden, da er diese Überzeugungen in mehrheitlich "heidenchristlichen" Gemeinden zu etablieren sucht, wo sie sich von denjenigen der unmittelbaren Umwelt unterscheiden (sollen), also in ihrem konkreten Kontext funktional "exklusiv" sind. Vor dem Hintergrund der oft behaupteten Zentralstellung der Christologie bei Paulus ist festzuhalten, dass diese in diesem Teilbereich seiner Ethik eine eher untergeordnete Rolle spielt, während schöpfungstheologische Argumente im Vordergrund stehen.
Autorentext
Geboren 1983; 2004-11 Studium der Ev. Theologie in Heidelberg und Halle/Saale; 2011 Erstes Theologisches Examen der Ev. Landeskirche in Baden; 2018 Promotion in Heidelberg.
Bei der inhaltlichen Gestalt der Ethik des Paulus geht die Forschungsdiskussion mehrheitlich davon aus, dass deren Spezifikum in ihrer theologischen, insbesondere christologischen Begründung liege, während sie inhaltlich nahezu deckungsgleich sei mit den Traditionen der jüdischen sowie paganen Umwelt; man spricht daher oft von materialethischer "Inklusivität". Johanna Körner geht der Frage, exemplarisch am Bereich der Sexual- und Geschlechterethik, nach, indem sie theologische mit soziokulturellen sowie traditions- und religionsgeschichtlichen Aspekten verbindet. Dabei zeigt sich, dass Paulus zwar grundlegend von seiner jüdischen Herkunftstradition geprägt bleibt. Gleichwohl kann nicht pauschal von materialethischer "Inklusivität" gesprochen werden, da er diese Überzeugungen in mehrheitlich "heidenchristlichen" Gemeinden zu etablieren sucht, wo sie sich von denjenigen der unmittelbaren Umwelt unterscheiden (sollen), also in ihrem konkreten Kontext funktional "exklusiv" sind. Vor dem Hintergrund der oft behaupteten Zentralstellung der Christologie bei Paulus ist festzuhalten, dass diese in diesem Teilbereich seiner Ethik eine eher untergeordnete Rolle spielt, während schöpfungstheologische Argumente im Vordergrund stehen.
Autorentext
Geboren 1983; 2004-11 Studium der Ev. Theologie in Heidelberg und Halle/Saale; 2011 Erstes Theologisches Examen der Ev. Landeskirche in Baden; 2018 Promotion in Heidelberg.
Titel
Sexualität und Geschlecht bei Paulus
Untertitel
Die Spannung zwischen "Inklusivität" und "Exklusivität" des paulinischen Ethos am Beispiel der Sexual- und Geschlechterrollenethik
Autor
EAN
9783161567155
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Genre
Digitaler Kopierschutz
Adobe-DRM
Dateigrösse
2.57 MB
Anzahl Seiten
345
Lesemotiv
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