Johannes Drerup setzt grassierenden negativen Geschichts- und Zukunftsbildern etwas entgegen: Wir brauchen die Idee des Fortschritts und seiner Möglichkeit, um künftigen Generationen ein angemessenes Bild von Geschichte und demokratisch gestaltbaren Zukünften vermitteln zu können.
Von der Abschaffung der Sklaverei über das Frauenwahlrecht bis hin zum Verbot der Prügelstrafe in Schulen - historische Selbstvergewisserung kommt in liberalen Demokratien nicht ohne die Idee moralisch-politischen Fortschritts aus. Erziehung und Bildung sind dem doppelten Gestaltungsanspruch verpflichtet, vergangenes Unrecht nicht zu wiederholen und eine bessere Zukunft kommender Generationen zu ermöglichen. Dieser Anspruch wird jedoch durch die aktuelle Hegemonie pessimistischer Zeitdiagnosen zunehmend infrage gestellt, sodass wir genötigt zu sein scheinen, uns stattdessen resignierend in einer Welt von nicht enden wollenden und sich unerbittlich vor uns auftürmenden Polykrisen einzurichten. Johannes Drerup setzt diesen grassierenden negativen Geschichts- und Zukunftsbildern, die unseren Blick lenken und zunehmend dominieren, eine fundierte Argumentation entgegen: Wir brauchen die Idee des Fortschritts und seiner Möglichkeit, um künftigen Generationen ein angemessenes Bild von Geschichte und demokratisch gestaltbaren Zukünften vermitteln zu können.
- Welches Bild von Geschichte, Gegenwart und Zukunft möchten wir kommenden Generationen vermitteln? - Für alle, die an einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem Thema Fortschritt interessiert sind - Klärung der Frage, wie geschichtlicher Fortschritt und Regression vermittelt werden können - Erziehungs- und bildungsphilosophische Stellungnahme zu aktuellen Debatten über Erinnerungspolitik und -pädagogik
Autorentext
Johannes Drerup ist Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der TU Dortmund und Gastprofessor an der Freien Universität Amsterdam. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Allgemeinen Erziehungswissenschaft und Erziehungs- und Bildungsphilosophie, der Pädagogischen Ethik und der Theorie und Empirie von Demokratieerziehung und -bildung. Stand: Oktober 2025
Inhalt
Einleitung Nachdenken uber Fortschritt, Demokratie und Erziehung. Ein Orientierungsrahmen Moralisch-politischer Fortschritt. Zwischen Diskurs- und Rechtsorientierung Demokratieerziehung und -bildung. Ein historisch situierter Lehr- und Lernprozess Das Unbehagen am Fortschritt. Drei Kritiken Die Idee des Fortschritts und ihre Zukunft. Abschließende Überlegungen Literatur
Von der Abschaffung der Sklaverei über das Frauenwahlrecht bis hin zum Verbot der Prügelstrafe in Schulen - historische Selbstvergewisserung kommt in liberalen Demokratien nicht ohne die Idee moralisch-politischen Fortschritts aus. Erziehung und Bildung sind dem doppelten Gestaltungsanspruch verpflichtet, vergangenes Unrecht nicht zu wiederholen und eine bessere Zukunft kommender Generationen zu ermöglichen. Dieser Anspruch wird jedoch durch die aktuelle Hegemonie pessimistischer Zeitdiagnosen zunehmend infrage gestellt, sodass wir genötigt zu sein scheinen, uns stattdessen resignierend in einer Welt von nicht enden wollenden und sich unerbittlich vor uns auftürmenden Polykrisen einzurichten. Johannes Drerup setzt diesen grassierenden negativen Geschichts- und Zukunftsbildern, die unseren Blick lenken und zunehmend dominieren, eine fundierte Argumentation entgegen: Wir brauchen die Idee des Fortschritts und seiner Möglichkeit, um künftigen Generationen ein angemessenes Bild von Geschichte und demokratisch gestaltbaren Zukünften vermitteln zu können.
- Welches Bild von Geschichte, Gegenwart und Zukunft möchten wir kommenden Generationen vermitteln? - Für alle, die an einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem Thema Fortschritt interessiert sind - Klärung der Frage, wie geschichtlicher Fortschritt und Regression vermittelt werden können - Erziehungs- und bildungsphilosophische Stellungnahme zu aktuellen Debatten über Erinnerungspolitik und -pädagogik
Autorentext
Johannes Drerup ist Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der TU Dortmund und Gastprofessor an der Freien Universität Amsterdam. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Allgemeinen Erziehungswissenschaft und Erziehungs- und Bildungsphilosophie, der Pädagogischen Ethik und der Theorie und Empirie von Demokratieerziehung und -bildung. Stand: Oktober 2025
Inhalt
Einleitung Nachdenken uber Fortschritt, Demokratie und Erziehung. Ein Orientierungsrahmen Moralisch-politischer Fortschritt. Zwischen Diskurs- und Rechtsorientierung Demokratieerziehung und -bildung. Ein historisch situierter Lehr- und Lernprozess Das Unbehagen am Fortschritt. Drei Kritiken Die Idee des Fortschritts und ihre Zukunft. Abschließende Überlegungen Literatur
Titel
Moralischer Fortschritt
Untertitel
Geschichte vermitteln und Zukunft gestalten
Autor
EAN
9783837964066
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Genre
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
1.46 MB
Anzahl Seiten
166
Auflage
1. Aufl. 2026
Lesemotiv
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