Vielfältig, ja fast unüberschaubar sind nicht nur die lobpreisenden Gesänge, die unsere besten Dichter dem Bier gewidmet haben, dem ältesten Getränk der Kulturgeschichte, der sinn- und würdevollsten Erfindung des Menschen. Unüberschaubar, ja wunderbar vielfältig ist die Alltagspoesie selbst, die der Zungenlöser und Geselligkeitsförderer Bier anregt - als ein gnadenreicher Spender beseelter Stunden voller Lichtheit, Müßiggang und preisenswert zweckfreiem Gelaber. Die Poesie des Bieres widmet sich einigen schönen Aspekten und abgelegenen Winkeln des unermeßlich weiten Bierkosmos. Das Buch unternimmt Exkursionen in fränkische Bockbierparadiese, an die Ränder der Bierprovinzen und in die Zentren der Gastwirtschaften, erzählt von Tresengesprächen und gewaltig konfusen Bierdiskursen. Auch klärt es, was es mit dem Satz "Laß uns ein Bier trinken gehen" auf sich hat. Und zwar ein für allemal. Der Anhang dieses Bandes, randvoll mit hopfenfeinen Geschichten, bierologischen Studien, betrunkenen Dialogen und scharfen Glossen gegen mancherlei Unfug auf dem Feld des Bierlebens, begutachtet einige spezielle Erzeugnisse der weltweit agierenden Brauwirtschaft

Klappentext

Mehr als fünf Jahre nach der Erstauflage der "Poesie des Biers" hat Jürgen Roth nicht nur ergänzendes Textmaterial gesammelt, sondern auch viele neue Biere getestet, die in gewohnt süffisant-kritischer, aber immer ehrlicher Weise vom Autor gewürdigt oder verdammt werden.

Jürgen Roth, geb. 1968, lebt als Autor in Frankfurt am Main und veröffentlichte zahlreiche literarische und kulturkritische Bücher in diversen Verlagen von Haffmans über Reclam Leipzig bis zum Europa Verlag - mittlerweile ist er mehr oder weniger Hausautor des Oktober Verlags mit den meisten Veröffentlichungen ebendort und arbeitet weiter rege an der für Irgendwann geplanten großen Jürgen Roth-Buch-Kassette im Schmuckschuber. Einen größeren Kenner von Bier und Fußball gleichzeitig findet man in Deutschland nicht. Zum Tag des Biers und Buches am 23. April gibt es eine kompakte Breitseite Bierbücher von Jürgen Roth.



Zusammenfassung
"Die Poesie des Biers ist kein nüchternes Buch. Es ist trunken vor Liebe zu Hopfen und Malz, das Werk eines Mannes, der ohne Bier nicht sein will []. Jürgen Roth ist [] vollkommen vertrauenswürdig, wovon jede Seite dieses Buches zeugt, in dem Dutzende Feuilletons und Vignetten, dadaistische Dialoge und symptomatische Szenen aus dem Leben eines Biertrinkers versammelt sind. Sie spielen in Lieblingskneipen, Ausflugslokalen und Trinkhallen, sie tragen sich bei Besuchen fränkischer Bierdörfer zu, bei Spritztouren in das deutsch-holländische Grenzbierland und mißglückten Weinproben, die mit ein paar Flaschen Flens beschlossen werden. Meist kommt das Bier konkret als Getränk und selten nur abstrakt als Gedankengegenstand vor, etwa wenn der Verlust der deutschen Bierkultur und der Siegeszug gepanschter, bierhaltiger Kaltgetränke beklagt wird. Da kennt Roth keinen Spaß, den er sonst immer versteht []. Daß Bier ein heiterer Saft ist, merkt man schnell, lacht pausenlos, brüllt bei der Parodie auf Prominentenautobiographien und stutzt nur ab und zu bei einigen Episoden, deren Sinn sich erst offenbart, wenn sehr viel Bier getrunken und man selbst in jenem Zustand ist, in dem man zu letzten Wahrheiten wie dieser eines Tresenphilosophen eifrig nickt: Bier macht nämlich nicht betrunken. Betrunken sind die, die nicht trinken." Frankfurter Allgemeine Zeitung
Titel
Die Poesie des Biers
EAN
9783941895478
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
1.34 MB
Anzahl Seiten
800
Lesemotiv